Tee - Genuß, Geschmack & Gesundheit
"Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergißt", sprach einst der chinesische Philosoph Tien Yi-heng . Heute würde wir sagen: "Wir trinken Tee nicht nur aus reinem Genuß, sondern auch für das körperliche und geistige Wohlbefinden."
Tee ist das optimale Getränk für Gelegenheitstrinker, denn sie können ihn bei jeder Gelegenheit trinken. Zum Muntermachen, zum Beruhigen, zum Heilen, zum Genießen – Tee ist im Gegensatz zu anderen Heißgetränken und normalen Durstlöschern mit einer ganzen Menge Zusatznutzen ausgestattet. Er fördert das körperliche und geistige Wohlbefinden, bringt den Stoffwechsel in Schwung oder entfaltet seine sanfte Wirkung und liefert so ganz nebenbei auch wichtige Mineralien und Vitamine.
Tee zeigt Wirkung
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Tee wird in zahlreichen Studien bewiesen. Tee enthält zum Beispiel so genannte Flavonoide. Diese antioxidativ wirkenden Pflanzenfarbstoffe tragen im Rahmen einer ausgeglichenen Ernährung dazu bei, den Körper vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Polyphenole sind wichtige Schutzstoffe, die aggressive freie Radikale im Körper abfangen und unschädlich machen. Solche freien Radikale entstehen zum Beispiel durch UV-Belastung beim Sonnen. Werden sie nicht abgefangen, können sie das Erbgut schädigen und somit Auslöser für Krebs sein. Polyphenole im grünen Tee tragen dazu bei, Schäden durch UV-Strahlung sowohl an den betroffenen Hautzellen als auch im Erbgut zu vermindern. Und dies beugt der Entstehung von Hautkrebs vor.
Tassenweise Gesundheit trinken
Doch Tee bringt nicht nur gesunde Stoffe in den Körper, er transportiert auch Schlacken aus dem Körper ab. Deswegen werden Diäten und Kuren immer mit passenden Teemischungen kombiniert. Auch der täglichen Flüssigkeitsbedarf von ca. drei Litern, kann durch Teegetränke auf gesunde Weise abgedeckt werden. Neue Trends im Bereich der Kräutertees, die sogenannten Wellnessteemischungen, mit aufeinander abgestimmten Kräutern, bringen spezifischen Nutzen für das körperliche und geistige Wohlbefinden. Sie helfen bei der Entspannung, Aktivierung, Konzentration, uvm. So können zusätzliche Belastungen durch ein modernes, stressiges Leben und Umweltverschmutzung mit natürlichen Tees gemildert bis ausgeglichen werden.
Fundus der Natur
Bei keinem anderen Getränk gibt es eine so große Vielfalt, wie bei Tee. Viele unterschiedliche Teesorten und nicht zuletzt die Kreativität der Teemischungen lassen keine Wünsche offen. Wie es auch Kaiser Shen Nung zum Ausdruck brachte: "Tee weckt den guten Geist und weise Gedanken. Er erfrischt das Gemüt. Bist du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermuntern."
Quelle: Österreichisches Tee-Institut
Ihre Meinung zum Thema
Verfassen Sie den ersten Beitrag zum Thema!
Tee - natürliches Heilmittel bei Verdauungsproblemen
„Medizin war der Tee zuerst, Getränk wurde er danach.“ schrieb Kakuzo Okakura in seinem Buch „Das Buch vom Tee“ im Jahre 1906. Die Gerbstoffe des Tees wirken wunderbar als Heilmittel gegen Magen- und Darmbeschwerden.
Der traditionellen chinesischen Medizin zufolge ist der Darm der Sitz der Gesundheit. Auch die indische Ayurveda-Lehre sieht im Verdauungstrakt den Hauptsitz der drei Lebensenergien und wertet Verdauungsprobleme als erstes Anzeichen einer beginnenden Erkrankung des Körpers. Bei chronischen Verdauungsstörungen ist es ratsam, eine Umstellung der Essgewohnheiten vorzunehmen bzw. ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Akute Beschwerden lassen sich aber sehr wohl durch den Genuss einer gut verträglichen und wohlschmeckenden Tasse Tee lindern.
Gerbstoffe als Heilmittel gegen Magen- und Darmbeschwerden Einen positiven Einfluss auf die Verdauung haben vor allem gerbstoffartige Pflanzen, zu denen etwa auch der grüne Tee zählt. Besonders die herb-kräftigen Sorten enthalten einen hohen Anteil dieser komplizierten chemischen Verbindungen, die dazu beitragen, Speichel- und Verdauungsdrüsen zu aktivieren und Magen- und Darmkanal zu beruhigen. Die Gerbstoffe neutralisieren überschüssige Magensäure und wirken beruhigend auf die Magenschleimhaut. Sie finden sich auch in anderen beliebten Sorten, wie etwa dem südafrikanischen Roiboos (Rotbusch) oder in der Pfefferminze, die zusätzlich große Mengen an Bitterstoffen enthält und vor allem bei krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden zum Einsatz kommt.
Chronische Verstopfung
Die Inhaltsstoffe der Faulbaumrinde entfalten ca. 6 – 8 Stunden nach der Einnahme eine abführende Wirkung. Sollte sich keine Besserung einstellen, ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren.
Völlegefühl, Blähungen Das ätherische Öl der Kalmuswurzel, die auch Bitter- und Gerbstoffe enthält, regen die Magensaftsekretion an. Auch Kümmel wirkt anregend auf die Magensaftsekretion und löst Krämpfe in Magen und Darm, wird aber hauptsächlich gegen Blähungen eingesetzt. Im Fenchel findet sich ein hoher Anteil des süßlich schmeckenden Trans-Anethol, ein ätherisches Öl, das Gaslösende Eigenschaften besitzt. Die Bitterstoffe des Enzians fördern die Durchblutung der Magen- und Darmschleimhäute und beschleunigen die Magenentleerung.
Durchfallerkrankungen, Reizmagen Die Bitterstoffe im Salbei haben eine krampflösende und desinfizierende Wirkung, werden aber auch bei Durchfallbeschwerden als wohltuend empfunden. Bei nervös bedingten Verdauungsstörungen leisten die beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften der Melisse Abhilfe, zu deren wichtigsten Inhaltsstoffen neben dem ätherischen Öl der Pflanze auch Bitter- und Gerbstoffe zählen.
Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Beschädigungen der Magenschleimhaut rufen eine Entzündung hervor, die durch aggressive Stoffe, wie etwa der Magensäure, ausgelöst wird. Reiz lindernd wirkt aus der Eibischwurzel gewonnener Tee, der zur Regeneration der Magenschleimhaut beiträgt. Eine beruhigende Wirkung hat auch die Süßholzwurzel, deren Hauptinhaltsstoff Glycyrrhizin ebenfalls den Heilungsprozess der Schleimhaut beschleunigt.
Magengeschwür
Bei einem Magengeschwür, das sich meist durch Schmerzen im linken Oberbauchbereich bemerkbar macht, liegt eine Überproduktion an Magensäure vor, die sich störend auf das Gleichgewicht zwischen aggressiver Magensäure und schützender Schleimhaut auswirkt. Hervorgerufen durch psychische Belastung, Stress, Alkohol und Nikotin, wird vor allem durch Kamillentee eine akute Linderung der Beschwerden erzielt. Die in dieser Pflanze enthaltenen Schleimstoffe unterstützen die Regeneration der Magenschleimhaut, das ätherische Öl der Kamille wirkt entzündungshemmend.
Erbrechen, Übelkeit Überreizte Magennerven lassen sich am besten mit warmen Kamillentee beruhigen, er wirkt neutralisierend auf die Magensäure und gleicht Flüssigkeitsverluste aus. Bei auftretender Übelkeit empfiehlt sich der Genuss einer Tasse Ingwertee, die in dieser Wurzel enthaltenen Scharfstoffe Gingerole und Shoagole entfalten eine direkte Wirkung auf den Verdauungstrakt und tragen zu dessen Stabilisierung bei.
Autor: Mag. Martin Gansinger
Fatal error: Cannot redeclare checkmenu1() (previously declared in /enjftfxb/www.enjoyliving.at/page/site/magazin_artikel.php:236) in
/enjftfxb/www.enjoyliving.at/page/site/magazin_artikel.php on line
236