Wasser sparen- auch bei uns?
Wasser sparen - auch bei uns?
Einmal ehrlich: Wissen Sie, wieviel Sie für Wasser ausgeben? Wie viel kostet Wasser überhaupt? Hier finden Sie Fakten und Spartipps zum Thema Wasserverbrauch.
Wer Wasser spart, spart auch Geld

Eine Steigerung des Wasserangebots ist kaum möglich. Doch es gibt eine „letzte Oase", wie der Titel einer Studie des Worldwatch Institute lautet: mehr Intelligenz beim Umgang mit Wasser. Technisch sind die Möglichkeiten zum Sparen und Recyceln in der Tat immens - vor allem in der Landwirtschaft, auf deren Konto mehr als zwei Drittel des weltweiten Wasserverbrauchs gehen. Mehr als ein Drittel aller Nahrungsmittel wird auf künstlich bewässerten Flächen erzeugt. Doch nur 40 Prozent des Wassers kommen dort an, wo es gebraucht wird: bei der Pflanze.

Österreich

Wie viel kostet Wasser überhaupt? Der Kubikmeterpreis beträgt 1,30 Euro. Das ergibt 0,13 Cent für den Liter Leitungswasser. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich beträgt 145 Liter am Tag, das sind 19 Cent. In Fremdenverkehrsgemeinden kann er bis auf 1000 Liter ansteigen. Zum Trinken und Kochen werden davon jedoch nur 4 Liter verwendet. Damit liegt Österreich unter dem europäischen Durchschnitt von 165 Litern. Hat der Verbrauch mit dem Preis des Wassers zu tun? Bisher nicht: Ein US-Amerikaner verbraucht bei deutlich höheren Wassertarifen täglich 425 Liter. Österreich hat es also gut beim Wasser: Wir verbrauchen nur 3,6% der für uns verfügbaren Süßwassermenge im Jahr - die Hälfte unseres Verbrauchs kommt aus frischem Quellwasser, der Rest aus Grundwasser. Und wir zahlen keinen hohen Preis dafür. Wer in Österreich lebt, hat also wenig Grund, Wasser zu sparen - höchstens aus dem Bewusstsein heraus, dass Wasser ein weltweites Problem ist und wir letztlich alle im gleichen Boot sitzen.

Moderne Geräte

Überprüfen Sie den Verbrauch von Geräten, die an der Wasserleitung hängen. Nach wie vor sind so viele wasserintensive WC-Spülungen in Betrieb, dass das Abziehen durchschnittlich 40 Liter Trinkwasser kostet. Erneuert man einen alten Toilettenspülkasten durch einen modernen Druckspüler, kann eine vierköpfige Familie im Jahr über 60.000 Liter Wasser sparen (84 Euro)

Waschmaschinen

Fortschritt auch bei Waschmaschinen. Eine moderne Waschmaschine verbraucht 50 Liter für eine Beladung. 1970 brauchte sie dafür fast dreimal soviel.

Garten
Seinen Garten sollte man ausschließlich mit aufgefangenem Regen bewässern - das tut auch den Pflanzen gut., Muss man trotzdem auf Trinkwasser zurückgreifen, empfiehlt es sich, früh morgens oder abends zu gießen. Dann kann das Wasser in den Boden einsickern, ohne vorher zu verdunsten.

Baden
Ein Vollbad benötigt 150 Liter Wasser (19 Cent), eine Dusche bis zu 80 Liter (10 Cent).

Geschirrspülen

Als „ökologische Sünde" gilt Spülen unter fließendem Wasser (bis zu 150 Liter). Eine moderne Geschirrspülmaschine schafft dieselbe Menge Geschirr mit einem Zehntel der Wassermenge.

Spareffekte
  • Ein Sparduschkopf spart bis zu 70 Euro Warmwasserkosten pro Jahr und Person.
  • Zähneputzen mit Zahnputzglas statt unter laufendem Wasserhahn spart 10 Euro pro Jahr und Person.
  • Ein undichter Spülkasten im WC kostet bis zu 100 Euro im Jahr.
(Quelle. Verbraucherzentrale Bayern)
Fleisch vermeiden

Ein effizienter Beitrag zum globalen Wassersparen wäre der Verzicht auf Fleisch. Ein Kilogramm Rindfleisch beansprucht in der Herstellung rund 15.000 Liter Wasser (19 Euro), die nicht einmal andeutungsweise bezahlt werden. Sonst hätte sich der Fleischkonsum längst auf ein Minimum reduziert. Zum Vergleich: Zur Produktion von einem Kilogramm Getreide müssen „nur" 1000 Liter Wasser eingesetzt werden.

Ganz allgemein gilt für das Trinkwasser in unseren Breiten: Noch herrscht keine Knappheit, die Preise sind tief. Ein echtes Sparbewusstsein wird sich wohl erst einstellen, wenn es spürbare finanzielle Auswirkungen hat

Quelle: Rotes Kreuz
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