Von Schupfnudeln und Speckknödeln - ab nach Kärnten!
Winterluft macht hungrig. Ein schwungvoller Skitag oder eine genussvolle Winterwanderung beleben auch die Magennerven. Langsam wird es Zeit für einen weiteren Höhepunkt des Tages, für den Einkehrschwung. In den Hütten und Berggasthöfen in den Kärntner Nockbergen rund um Bad Kleinkirchheim ist man an der richtigen Adresse.

Hier wird noch nach alter Tradition gekocht: herzhaft, würzig, deftig und vor allem kerngesund.

Der Traum eines jeden Winterurlaubers ist eine urige Hütte mit nostalgischer Stube, dicken Wänden und deftigem Mobiliar aus Zirbenholz. Über Jahrzehnte und Jahrhunderte gereift. Aus der kleinen Küche ziehen verführerische Düfte in die Stube. Es riecht nach herzhafter Hausmannskost, nach Gerichten, die seit Generationen von den Bäuerinnen überliefert und gepflegt worden sind. Nur frische Zutaten aus der Region kommen in die Töpfe und Pfannen.


Fleisch und Käse aus der Produktion einheimischer Bauern. So wie es früher der Brauch war und wie man es heute leider nur mehr selten findet.

Das klingt wie eine Geschichte aus den guten alten Zeiten. Aber in den Nockbergen in und um Bad Kleinkirchheim herum ist das gelebte Realität. Fastfood – Fehlanzeige! Hier wird noch richtig gekocht. Und hier pflegt man die regionale Küche, die natürlich unter den strengen Augen der Einheimischen besonders gut gelingen muss. Denn die wissen, was echt und qualitativ hochwertig ist. Wer einmal eine Gelbe Supp’n gekostet hat, die mit Schaf, Rind- und Schweinefleisch zubereitet und vielen feinen Gewürzen wie Lorbeer, Safran, Anis, Zimt und Muskat angereichert wird, versteht schnell, wie wertvoll die gute alte Kärntner Bergbauernküche ist. Sie kommt übrigens zu besonderen Feiertagen auf den Tisch – und wird daher als Feiertagsupp´n bezeichnet.

Oder das nicht minder deftige Ritschert, ein Eintopf mit Selchfleisch, Rollgerste und weißen Bohnen. Ein echter Kraftspender ist auch das Eingemachte, ebenfalls ein Eintopf, diesmal mit Kalb- oder Schweinefleisch, Blumenkohl, Wurzelwerk, Thymian, Petersilie und Lorbeer. Zum Nachtisch ließe sich noch eine Rumplernudl empfehlen, wie sie von den Sennerinnen gerne auch zum Almabtrieb zubereitet werden.

Das sind nun nur einige der Spezialitäten der bäuerlichen Kärntner Küche. Sie alle verführen zu ungeahmten Gaumenfreuden: Schupfnudeln, Speckknödel, Sterzmuas oder ein Eierschmarrn. Einfache Gerichte, aber mit unverfälschten Zutaten und in entsprechender Umgebung unübertroffen köstlich. „Guat und gnuag, das ist die beste Bauernkost“, sagt der Volksmund, und das trifft auch heute noch zu. Nicht unbedingt wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt, aber nach einer ausgiebigen Bergtour oder einem schönen Skitag hat man sich das ja auch redlich verdient.


Höhepunkte der Kärntner Küche:

Kärntner Brennsupp’n - (Einbrenn mit Mehl, Majoran dazu, mit aufgeschlagenem Ei verfeinern)

Kärntn Kasnudeln – (Teigtaschen gefüllt mit Bröseltopfen und Kräutern/Minze)

Rumplernudl – (Mürbteig, kleine Kügelchen werden in Fett gebacken, mit Zucker bestreut)

Erdäpflrauggn - (passierte Kartoffeln, mit Mehl und Ei, + Backpulver – mit einem Löffel ausstechen und in Fett ausbacken. Mit Sauerkraut oder Kaffee servieren!)

Sterzmuas – (Sterz=Maismehl weicher, mit viel Wasser gekocht, wird mit Buttermilch oder Kaffee serviert)

Kasrauggn – (die Hälfte Mehl, die Hälfte Topfen, Ei, Backpulver, Milch – in Fett herausgebacken)

Eierschmarrn – (Mich, Eier, Mehl und Salz - Eier nur locker unterheben).

„Sack und Pack“ – (gewürfelte Kartoffel gekocht - Nockerln formen (Mehl, Ei, Wasser, Salz) – kleine Nockerl in die Kartoffelsuppe einkochen, Zwiebel in Butterschmalz rösten und dazugeben.)

Schupfnudeln – (Nudelteig mit Mehl, Eier, Salz und Wasser – kochen, dann mit Mohn und Butterschmalz servieren)

Gamsngulasch – (Gulasch aus Gemsenfleisch)

Schafbratl – (Schaf-Fleisch im Rohr mit Kartoffeln gebraten)


Für mehr Informationen zur regionalen Küche Bad Kleinkirchheims und den Restaurants von Haubenlokal bis zur urigen Hütte klicken Sie bitte hier!


Autorin: Martina Hämmerle
Quelle und Fotocredit: Tourismusbüro Bad Kleinkirchheim

 

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