Pastinake - gesundes Retrogemüse
Lange Zeit war sie aus den Küchen verschwunden, nun kehrt sie zurück in die Töpfe und Pfannen der gesundheitsbewussten KöchInnen: die Pastinake.

Neben Kartoffel und Karotte zählte sie bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, bis sie von Karotte und Kartoffel vom Speiseplan verdrängt wurde. Nun erlebt sie, besonders unter den LOHAS – den Anhängern des Lifestyle of Health and Sustainability - wegen ihres nachhaltigen und regionalen Anbaus ein Revival in der Küche.

Die Pastinake, auch Hammel- oder Hirschmöhre genannt, ist eine Petersilienart, die vom Aussehen einer etwas dickeren und weiß-gelblichen dicken Karotte gleicht. Besonders gut sind die Moorwurzeln, wenn sie eine Länge von etwa 20 cm und damit ein Gewicht von knapp 300 g erreicht haben. Größere und zu alte Exemplare schmecken leicht holzig. Am besten sind die Wurzeln nach dem ersten Frost.

Nährstoffe

Pastinaken enthalten viel Kalium und Folsäure, was gut für Herz, Muskeln und Nerven ist. Zusätzlich birgt eine Pastinake viel Vitamin E und verschiedene Vitamine der B-Gruppe in sich, z.B. das stoffwechselanregende B-Vitamin Niacin.
Aufgeschlüsselt in ihre Grundbausteine enthalten 100 g rohe Pastinake nur rund 22 kcal. 80 g sind Wasser, knapp 1 g Eiweiß, 8 mg Natrium, 469 mg Kalium, 51 mg Kalzium, 73 mg Phosphor, 22 mg Magnesium. Ca. 3 g sind verwertbare Kohlenhydrate und 12 g Ballaststoffe.

Zubereitung

Ihr Geschmack ist süßlich-nussig bis würzig-scharf. Da sie mehr Zucker als Karotten enthalten, wurden sie früher sogar zu Marmelade verarbeitet. Pastinaken kann man wie Möhren oder Schwarzwurzeln zubereiten, also in Stückchen schneiden und mit etwas Butter andünsten. Oder man frittiert sie oder gibt sie als pürierte Beilage zum Hauptgericht. Da die Schale recht hart ist, sollte das Gemüse in jedem Fall geschält werden. Dann kann man sie ebenso roh essen oder in Stücke geraspelt mit etwas Öl, Zucker und Zitronensaft als Salat anbieten. Auch als Gratin lassen sich die Scheiben zubereiten, ähnlich einem Mahl mit Kartoffel und Karotte. Zudem lassen sich Pastinkaen als Suppengemüse  einsetzen, und die Blätter finden sich als Würzmittel in Salaten oder Suppen wieder.

Viele Eltern bevorzugen die Pastinake bereits gegenüber der Karotte als Babygemüse, da diese weniger allergieauslösend sein soll. Zudem ist die Pastinake gegenüber Schädlingen so robust, dass beim Anbau keine oder nur wenige Pflanzenschutzmittel nötig sind.

Autorin: Dipl.-Soz. Christine Bulla
 

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