Ananas - gesunde Köstlichkeit
Durch das eiweißspaltende Enzym Bromelin wirkt die tropische Frucht verdauungsfördernd, entwässernd und entzündungshemmend. Und schmeckt herrlich!

Bromelin für die Verdauung

Besonders empfehlenswert ist die Ananas für alle, die ihre Verdauung verbessern wollen und unter Völlegefühl leiden. Als einzige Frucht enthält sie das Enzym Bromelin in konzentrierter Form. Dieses Enzym wirkt im Magen eiweißspaltend, ersetzt fehlenden Magensaft und fördert dadurch die Verdauung. Bromelin hilft außerdem gegen Völlegefühl und wirkt entwässernd. Um diese Wirkung zu erzielen, muss die Ananas allerdings roh gegessen werden. In Dosenfrüchten ist kein Bromelin mehr enthalten.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Ananas enthalten zudem wertvolle Vitamine und Mineralstoffe: Zum Beispiel Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Folsäure. Ihr Gehalt an Vitamin C entspricht jenem von Zitrusfrüchten. Zudem hat sie einen hohen Anteil an Fruchtsäuren. Bei übermäßigem Verzehr können diese allerdings zu Schleimhautreizungen führen. Dank ihrer entzündungs- und infektionshemmenden Wirkung werden Ananas als Hausmittel gegen Fieber empfohlen. Auch um den Schleim bei Husten zu lösen, können sie hilfreich sein. Angesichts ihrer entwässernden Wirkung sind sie Bestandteil der meisten Diäten.

Am besten frisch verzehrt

Um in den Genuss ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften zu kommen, muss die Ananas frisch verzehrt werden. Ob pur gegessen, in (Frucht-)Salaten oder süß-sauren Gerichten, mit Huhn vielleicht?! Ananas schmecken in verschiedensten Variationen, auch als Saft oder Kompott natürlich. Die Gewinnung des Fruchtfleisches erscheint mühsam, geht mit einem scharfen Messer allerdings einfach und schnell: Man schneidet die Krone und den Stielansatz ab, teilt die Frucht in Scheiben oder Spalten und entfernt Schale sowie holzigen Strunk. Fertig!

Vorsicht bei Milchprodukten

Werden Ananas mit Milchprodukten gemischt, ist Vorsicht geboten. Weil Bromelin auch das Eiweiß in Milchprodukten spaltet, gerinnt Joghurt oder Obers binnen kurzer Zeit. Hier greift man besser zu Dosenfrüchten. Rohe Ananas verhindert außerdem, dass Gelatine fest wird. Wird sie erhitzt, kann sie jedoch bedenkenlos weiterverarbeitet werden.

Königin der Früchte

Dass die Ananas reif ist, erkennt man an ihrem intensiven Duft. Auf Fingerdruck sollte sie leicht nachgeben. Angebaut werden Ananas heute in allen tropischen Ländern der Welt. Ursprünglich kommen sie aus Südamerika, Kolumbus hat sie bereits 1493 nach Europa gebracht. Wegen ihrer spitzen Blätterkrone auch „Königin der Früchte“ genannt, gehört sie zur Familie der Bromeliengewächse.

Autorin: Mag.a Marlies Weissinger


 

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