Datteln - zuckersüßer Energiekick
Datteln kommen im Herbst und Winter erntefrisch in den Handel. Sie leuchten uns in Gelb, Rot oder karamelligem Braun von den Marktständen entgegen. Wir lieben sie frisch oder getrocknet.
Datteln  - zuckersüßer Energiekick
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Da Datteln lange haltbar sind und bei Erschöpfung für einen Energiekick sorgen, dienen sie von jeher den Nomaden als Proviant. Das stärkereiche Dattelbrot der Sahara besteht aus gepressten, getrockneten Datteln.

Reiche Ernte

Um 3.000 vor Christus kam die Dattelpalme von Mesopotamien nach Pakistan, Marokko und Ägypten. Später wurde sie von Missionaren in Amerika etabliert. Sie trägt zwar erst nach acht bis zehn Jahren die ersten Früchte, das macht sie aber mit Langlebigkeit wett: Gut hundert Jahre lang produziert die bis zu 30 Meter hohe Dattelpalme bis zu 200 Datteln an einem einzigen Fruchtstand.
Die Anbaugebiete liegen in den heißen und trockenen Ländern des Mittelmeerraumes, im Orient, in Afrika, Südafrika, Brasilien, Mexiko, Australien und den USA. Vor allem die Datteln der Großproduzenten Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Irak und Pakistan finden sich bei uns im Handel.

Sortenvielfalt

Rund 1.500 Dattelsorten sind weltweit bekannt. Allein 450 davon finden sich im Irak. Bei uns im Handel erhältlich ist vor allem die weiche und sehr süße Sorte Deglet Nour. Variationen mit klingenden Namen wie Bahree, Borrego, Khadrawi, Mozafati, Shahani, Berem, Fersi, Gantar oder Aomri kommen nur spärlich auf unsere Märkte.
Das Wort Dattel kommt vom griechischen „dactylos“ – der Finger.
Frische Datteln sind prall und glänzend und haben je nach Sorte eine rote bis leuchtend gelbe oder auch braune Haut sowie hellbraunes oder weißes Fruchtfleisch. Oft werden sie direkt nach der Ernte tiefgefroren und erst kurz vor dem Verkauf wieder aufgetaut, was man an der schrumpeligen Schale erkennen kann. Biologische Produkte kommen vorwiegend aus Israel und Tunesien. Die Früchte werden oft schockgefroren, um Schädlinge abzutöten.
Vorsicht ist bei billigen Produkten geboten. Diese sind oft mit Kunstdünger und Pestiziden behandelt.

Überlebenskünstler

Dattelpalmen spenden in der Wüste Windschutz und Schatten für Mensch, Tier und unter ihrem Blätterdach angebaute Pflanzen. Alle Teile der Palme lassen sich für Bauholz, Brennmaterial oder zur Dachdeckung nutzen. Der Dattelkern wird als Viehfutter oder zur Ölgewinnung verwendet.
Dattelpalmen sichern jedoch nicht nur das Überleben anderer, sie sind selbst Überlebenskünstler: Bis zu drei Prozent Salzgehalt im Wasser, was beinahe dem Salzgehalt von Meerwasser entspricht, können ihnen nichts anhaben. Und da sie in tieferen Bodenschichten wurzeln, lassen sie sich auch von salzigen Erdkrusten nicht beeinträchtigen.

Kaliumbomben

Datteln sind eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Naschereien. Der Zuckergehalt einer getrockneten Dattel beträgt etwa 60 bis 70 Prozent ihres Trockengewichtes und wird, ähnlich wie Traubenzucker, rasch im Blut aufgenommen. Mit mehr als 670 mg Kalium auf 100 g gilt die Dattel als eine der kaliumreichsten Früchte überhaupt. Der Eisen- und Zinkgehalt ist im Vergleich mit anderen Obstarten ebenfalls hoch. Datteln spenden sehr rasch Energie, gleichen Mineralstoffverlust aus und sind leicht verdaulich. Deshalb sind sie ideal für Ausdauer- und Kraftsportler sowie Rekonvaleszente.
Getrocknete Datteln enthalten 275 bis 300 Kilokalorien pro 100 Gramm. Eine Dattel mit rund 8 Gramm enthält also durchschnittlich 27 kcal. Der hohe Gehalt an B-Vitaminen beruhigt die Nerven und senkt den Blutdruck.
Die Kohlenhydrate setzen sich hauptsächlich aus Glucose und Fruktose, gefolgt von Saccharose zusammen. Fruktose wird von Diabetikern besser vertragen als andere Zuckerarten.

Datteln in den Küche

In der arabischen Küche findet man Datteln als Füllungen in süßem Gebäck oder im „Tajine“, einem gemischten Schmortopf mit Fleisch, Gemüse und Trockenfrüchten. Sie können als Beilage mit Speck umwickelt und gebraten werden und schmecken in Kombination mit Schweine-, Lamm- oder Rindfleisch köstlich. Durch ihren hohen Zuckergehalt werden Datteln auch als Ersatz für Rosinen in Bäckereien, Müsli oder Obstsalat verwendet. Wie Trockenbirnen oder Trockenpflaumen, Rosinen oder Feigen eignen sie sich auch für pikante Salate. Sie lassen sich mit mildem Frischkäse bzw. Ricotta, oder mit Walnusskernen oder Marzipan füllen.

Nachhaltiges Dattelprojekt

Im Rahmen des nachhaltigen Dattelprojekts „gebana“ pflegen etwa 80 tunesische Dattelbauern aus den Oasen Bargouthia und Derjine ihre Palmengärten nach traditionellen Anbaumethoden. Die Kleinbauern verfügen im Durchschnitt über 50 bis 100 Palmen auf einem Hektar Land und produzieren fünf bis zehn Tonnen Datteln pro Jahr.
gebana fördert die kleinbäuerlichen Strukturen, indem die Projektmitarbeiter den persönlichen Kontakt mit den Kleinbauern pflegen und ihnen aktive Unterstützung und Schulungen im biologischen Anbau bieten.
Erntefrische Bio&Fair Rispendatteln in der Box kann man sich innerhalb von 20 Tagen von der Oase bis an die eigene Tür liefern lassen: www.dattelkampagne.com

Ein Vorgeschmack auf Weihnachten

Gefüllte Datteln, ca. 40 Stück

200 g doppelt gemahlene Mandeln, mit 200 g gesiebtem Staubzucker vermengen, ein Klar von einem Bio-Ei dazu. Alles gut vermischen und kleine, längliche Kegel formen.
40 Datteln entkernen und den Mandelkonfekt hinein drücken.
200 g gute Zartbitterschokolade oder Kuvertüre im Wasserbad lippenwarm schmelzen. Die gefüllten Datteln zur Hälfte darin tunken. Auf Backpapier trocknen lassen.

Autorin: Mag.a Eva Tinsobin

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