Fasten - Haben auch Sie es satt? Eines gleich vorweg: Fasten ist anstrengend. Sie werden sowohl extreme Höhen als auch Tiefen erleben. Aber: es lohnt sich.
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Fasten bedeutet gewöhnlich Enthaltung von fester Nahrung. Dem Körper wird rein flüssige Kost wie Wasser, Tee, Saft oder auch Suppe zugeführt. Die Grundidee des Fastens hat der Mensch sich vom eigenen Körper abgeschaut: dieser greift nämlich bei gewissen Krankheiten von selbst darauf zurück, so zum Beispiel bei hohem Fieber. Was kann Fasten leisten? Kurz gefasst bringt Fasten mehr Lebensqualität. Es ist ein Weg, seine Sinne zu schärfen und Energien zu erneuern. Gewichtsabnahme durch eine Fastenkur ist zwar ein meist willkommener Nebeneffekt, sollte aber nicht die Hauptmotivation dafür sein. Beim Fasten geht es eben nicht nur um den körperlichen Aspekt und Äußerlichkeiten, sondern es hat einen ganzheitlichen Charakter. Erklärtes Ziel ist daher sowohl körperliches als auch geistiges Wohlbefinden. Planung einer Fastenkur Fastenkuren sollten insgesamt nicht spontan, sonder geplant angepackt werden.
Kein Kinderspiel Da Fasten wie schon eingangs erwähnt sehr wohl für Körper und Geist anstrengend ist und zunächst an den vorhandenen Kräften zehrt, ist eine solche Kur auch nicht unbedingt für jeden geeignet. Kinder benötigen alle ihre Energien für das körperliche Wachstum, ebenso ist eine Fastenkur während der Schwangerschaft auszuschließen. Ansonsten ist die Eignung dafür weniger vom Alter als von der individuellen körperlichen und seelischen Verfassung abhängig. In Fällen von Untergewicht, schwerer Krankheit und Medikamenteneinnahme ist vom Fasten generell abzuraten. Es gibt allerdings auch spezielle Heilfastenkuren für bestimmte Krankheiten. Verschaffen Sie sich daher zunächst einen Überblick über die verschiedenen Formen des Fastens und suchen Sie sich jene aus, die am besten zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Hier noch ein paar generelle Dinge, die bei einer Fastenkur zu beachten sind: Fastenbeginn
In den ersten drei Tagen einer Fastenkur stellt der Körper sich langsam darauf ein, dass keine Nahrung mehr von außen her kommt und er daher auf innere Reserven zurückgreifen muss. So werden nach und nach Zuckerreste in der Leber oder Ablagerungen in den Blutgefäßen abgebaut. Die Körperfunktionen verlangsamen sich, man wird ruhiger und entspannter. Da der Körper auf Sparflamme läuft, ist besonders in dieser Phase das Reaktionsvermögen beeinträchtigt. Vorsicht also zum Beispiel im Straßenverkehr. Wenn Sie beruflich oder privat Verantwortung für andere Menschen tragen, sollten Sie zumindest diese ersten Tage der Kur kein Risiko eingehen. Alles muss raus Der Körper trennt sich beim Fasten nach und nach von nicht Verwertbarem wie von Krankheitserregern und Schlacken und scheidet diese Stoffe nun auch vermehrt aus. Dazu bedarf es jeder Menge Flüssigkeit, daher sollte man immer ausreichend trinken! Besonders in den so genannten Abführtagen ist es empfehlenswert, immer ein Klo in der Nähe zu haben. Nach der Umstellungsphase verschwindet langsam das Hungergefühl und es stellt sich wieder mehr Wohlbefinden ein. Aufbautage
Wie der Name schon sagt, wird in dieser sehr wichtigen Phase die feste Nahrung schön langsam wieder aufgebaut. Dieses Fastenbrechen ist sehr entscheidend für den erfolgreichen Abschluss einer Fastenkur. Auf keinen Fall darf plötzlich wieder die zuvor gewohnte Nahrungsmenge eingenommen werden. In Folge wären nicht nur heftige körperliche Reaktionen (Übelkeit, Magenkrämpfe, Kreislaufkollaps) wahrscheinlich, sondern auch der von Diäten bekannte Jojo-Effekt. Fasten kann der erste Schritt zu einem insgesamt gesünderen Lebensstil sein: Falsches Ernährungsverhalten kann korrigiert, regelmäßige Bewegung dauerhaft in den Alltag integriert werden. Auch der Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten und Alkohol während der Fastenkur kann vielleicht teilweise weitergeführt werden. Durch eine grundlegende Verbesserung der Selbstheilungsfähigkeit ist das Immunsystem besser fähig, sich gegen Krankheitserreger von außen zu wehren.
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