Das Problem bei einer Hausstaubmilben-Allergie ist, dass sie zunächst als solche oft gar nicht erkannt wird. Da hat man halt öfter Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung, aber da diese dann nicht nur zu bestimmten Jahreszeiten auftritt und schnell als harmlos abgetan wird, kommt man oft gar nicht auf die Idee, dass eine Allergie der eigentliche Grund sein kann.
Die erste Reaktion auf eine Allergieauswertung ist wohl erschreckend, denn Hausstaub ist überall zu finden – also nun für immer mit einer Schutzmaske vor dem Gesicht herumlaufen? Eine gute Nachricht (zumindest unter diesem Aspekt betrachtet): die meisten Hausstaubmilben befinden sich im Bett. Gut, das klingt jetzt nicht ganz beruhigend, aber zumindest kann man jetzt einen Teil des Problems an der Wurzel packen.
Ja, auch die Hausstaubmilbe hat es gern gemütlich, denn nicht umsonst sucht sie sich die Matratze als ihr Lieblingsplätzchen aus. Der Grund: hier steht ihr immer genügend Nahrung zur Verfügung (unsere Hautschüppchen sind ihr Hauptnahrungsmittel), die Temperatur beträgt meist 20 Grad bei 60-80 % Luftfeuchtigkeit und es herrscht keine direkte Sonneneinstrahlung, durch die sie nämlich sterben würden. Doch gar nicht die Milbe an sich löst die Allergie aus, sondern ihr Stoffwechselendprodukt – noch erschreckender und somit noch ein Grund mehr, sie möglichst schnell los zu werden.
Woran können Sie nun erkennen, dass ihr ständiger Schnupfen vielleicht die Ursache einer Hausstaubmilben-Allergie ist?
-) familiäre Vorbelastung
-) erstgeborene Kinder sind meist eher von Allergien betroffen
-) Buben sind häufiger betroffen als Mädchen
-) wenn schon andere Allergien festgestellt wurden
-) die Beschwerden treten häufig an einem bestimmten Ort auf
-) der Schnupfen hält länger als 10 Tage an oder kommt immer wieder
-) besonders in der Nacht tritt der Schnupfen auf
-) die Beschwerden bleiben nach normaler Behandlung von grippalen Infekten bestehen
Wenn eine Vielzahl dieser Punkte auf Sie zutrifft, sind folgende Maßnahmen zu treffen:
-) zunächst sollten Sie eine fachärztliche Diagnose erstellen lassen
-) es gibt eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten, wie z.B. Lichttherapie oder medikamentöse Behandlung
-) außerdem können Sie folgende Maßnahmen zur Vorbeugung treffen:
-)„Staubfänger“ wie Teppiche, Federkissen etc. entfernen (insbesondere aus dem Schlafzimmer)
-) Bettwäsche wöchentlich waschen
-) die Zimmertemperatur unter 20 Grad halten
-) Kuscheltiere in den Tiefkühler legen (damit die Milben absterben)
-) beim Saubermachen auch nass auf- bzw. abwischen
-) beim Staubsaugen ein feuchtes Tuch vor Nase und Mund halten
-) möglichst jemand anderen bitten, Staubzuwischen oder zu Entrümpeln
-) spezielle Anti-Milben-Bettwäsche und Matratzen kaufen.
Autorin: Iris Schiffrer