Gesunde Venen - Krampfadern adé!
Was sind eigentlich kranke Venen und wie werden sie behandelt? Was kann ich selbst gegen Krampfadern tun und vor allem: wie kann ich ihnen vorbeugen? Der kluge Ratgeber Gesundheit für Ihre Venen informiert über die Ursachen, Entstehung und Behandlung und gibt Tipps zu Vorsorgemaßnahmen und Erleichterung der Beschwerden.
 
1 von 2
 
Die Basics zu den Venen
Mehr zum Thema
» Iniatitive Venengesundheit - Information und Bewusstsein für Venenerkrankungen
» Couperose - rote Äderchen im Gesicht
» Kneippen für die Venen - Schwung für müde Beine
» Tipps zum Epilieren - Rasieren, epilieren oder chemische Entfernung?
» Bluthochdruck - eine Volkskrankheit?

Beschaffenheit, Einteilung und Aufgaben

Venenleiden ist kein vereinzeltes Problem: Laut einer Studie der Universität Bonn hat nur jeder zehnte Erwachsene, davon 14 Prozent Männer und sechs Prozent Frauen, keine Veränderungen an den Venen. Doch von Panikmache sind die beiden Autoren des Ratgebers Gesundheit für Ihre Venen, Thomas Noppeney und Johanna Kallert, weit entfernt, denn die Sorge ist berechtigt. Schließlich sind die landläufig als Krampfadern bekannten Varizen nicht nur ein kosmetisches Anliegen, sondern stellen auch einen Risikofaktor für weitere Erkrankungen dar. Um zu erklären, warum das so ist, beginnt das Buch bei den Grundlagen:
 
Venen sind Blutgefäße, die für die Rückflussleitung des Blutkreislaufs zum Herzen zuständig sind. Auf diesem Weg passieren sie die Lungen und sind daher z. B. auch für den Abtransport von Schadstoffen wichtig. Um eine volle Funktionsfähigkeit zu garantieren, müssen die Gefäßwände intakt sein und damit wären wir auch schon bei der ersten potenziellen Schwachstelle: Die Gefäßwände der Venen sind generell dünner als die ihrer Gegenspieler, der Arterien, da diese einen größeren Druck aushalten müssen. Im Allgemeinen fließt das Blut in den Venen auch gemächlicher, wobei seine Geschwindigkeit ebenfalls davon abhängt, wie weit es vom Herzen entfernt ist. Am Schwierigsten haben es die Venen, das Blut von den Beinen in Richtung Herzen zu pumpen. Zur Unterstützung gibt es (nicht nur in den Beinvenen, sondern in allen) zwei Hilfsmechanismen: die Muskelpumpe, die dadurch erzeugt wird, dass bei der Muskelbewegung im Inneren des Muskels ein Druck entsteht, und die Venenklappen, die ein Rückfließen des Venenbluts verhindern.
 
Das Übel beginnt in den Beinen
 
Die Beinvenen lassen sich in die tiefen Venen, die den Großteil des Bluttransports leisten, die oberflächlichen Venen und die Verbindungsvenen unterteilen. Die meisten Venenerkrankungen beginnen hier. Welche Faktoren dies begünstigen, erklären Noppeney und Kallert unter anderem in den folgenden Punkten:
  • Wir gehen aufrecht. Im Gegensatz zu allen anderen Säugetieren bedeutet das für die Venen der Menschen eine erhebliche Mehrarbeit, da sie einen längeren Weg entgegen der Schwerkraft entrichten müssen.
  • Im Laufe der Jahre dünnen die Gefäßwände aus, oft kommt auch eine Schwäche des Bindegewebes hinzu.
  • Schwangerschaften stellen in einem dreifachen Sinn eine Belastung für die Venen dar. Zum einen drückt der wachsende Bauch auf die Becken- und Bauchvenen, was einen Blutstau bis in die Beinvenen auslöst, und zum anderen fließt während dieser Zeit bis zu 20 Prozent mehr Blut, was ein größeres Volumen bringt. Der dritte Faktor besteht in den hormonellen Veränderungen. Normalerweise bildet sich all dies nach der Schwangerschaft wieder zurück, manchmal werden die Venen allerdings dauerhaft geschädigt.
  • Die Lebensweise spielt eine entscheidende Rolle. Je weniger wir die Muskelpumpe durch Bewegung aktivieren, desto träger ist der Blutrückfluss zum Herzen.
 

 

 
1 von 2
 

Artikeltitel: Kapitelübersicht


Kommentare
Nickname
email
Comment
Sicherheits-abfrage