Behagliche Wärme ohne Umweltverschmutzung - Alternative Wärmequellen und was sie können
Die Winter in Österreich sind lang und kalt, der Energiepreis steigt kontinuierlich. Trotzdem wollen wir nicht frieren. Was also tun, damit die ersehnte Wärme möglichst kostengünstig ins Haus kommt? Alternative Energiequellen schonen Geldbörse und Umwelt!
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Solarenergie:
Die Sonne ist wohl der älteste Energielieferant überhaupt. Lange Zeit fehlten jedoch die technischen Möglichkeiten, um diese Energie auch zu nutzen. Moderne Solaranlagen ermöglichen es heute, die Wärme der Sonne entweder direkt zu verwenden und beispielsweise Warmwasser fürs Haus oder auch den Swimmingpool damit zu erwärmen, oder aber die Energie in Strom umzuwandeln und so umweltfreundlich die Annehmlichkeiten der modernen Technik nutzen zu können.
 
Biomasse (Pellets):
Eine beliebte Alternative zur herkömmlichen Heizung ist das Heizen mit Biomasse, oft Pellets. Pellets sind kleine zylinderförmige Presslinge, als Rohstoff dienen naturbelassene Holzreste wie Hobel- und Sägespäne. Diese werden zerkleinert und unter hohem Druck zu Holzpellets gepresst. Pellets enthalten keinerlei Fremdstoffe, als natürliches Bindemittel dient hier der holzeigene Stoff Lignin. Die Umwelt dankt es, denn durch die Verbrennung von Holzpellets wird der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht erhöht.

Erdwärmepumpe:
Diese Wärmepumpen entziehen die in der Erde gespeicherte Sonnenenergie und machen sie für den  Haushalt nutzbar. Mit einem Teil Strom, der extern zugeführt werden muss, lassen sich etwa vier Teile Heizenergie dazu gewinnen. Wärmepumpen arbeiten ohne Verbrennungsprozesse. Das hat den Vorteil, dass weder Brennstofflager noch Kamin erforderlich sind und auch keine schädlichen Emissionen anfallen.
 
Energiezaun:
Ein Energiezaun ist ein oberirdischer Wärmetauscher in einer Wärmepumpenheizungsanlage. Optisch gleicht er einem Flechtzaun und kann wie ein herkömmlicher Zaun rund um das Grundstück gestellt werden. Er nimmt die Wärme aus der Umgebung auf und gibt sie an die Wärmepumpe ab. Ein großer Vorteil ist die weniger aufwendige Installation im Vergleich mit reinen Erdwärmepumpen.
 
Kamin:
Sehr beliebt, vor allem in den Wintermonaten, ist der Kamin. Seine Vorteile bestehen darin, dass er mit nachwachsenden Rohstoffen beheizt wird (ein Kubikmeter Holz ersetzt ca. 200 l Öl), eine angenehme Wärme verbreitet und die Energie auch zum Kochen oder Warmhalten genützt werden kann. Es ist auch möglich, einen Kamin an eine bestehende Pelletheizung anzuschließen.
Die kuschelige Atmosphäre, die Kaminöfen verbreiten, das Knistern des Holzes, machen sie zu einem ganz besonderen Wärmespender!
 
Infrarotheizung:
Um die Funktionsweise der Infrarotheizung zu erklären, ist ein wenig Physik notwendig. Vereinfacht könnte man sagen: alle Dinge bestehen aus Atomen, deren Elektronen um den Atomkern kreisen. Je schneller diese Bewegung ist, desto wärmer wird es. Bei der Infrarotheizung geht es nun darum, nicht die gesamte Raumluft zu erwärmen, sondern nur Haut und Kleidung des Menschen. Damit haben wir ein subjektives Wärmeempfinden ohne die Luft dabei stark  aufzuheizen.  
 
Wasserkraft:
Wer an einem fließenden Gewässer wohnt kann auch die Kraft des Wassers nutzen. Was für Privathaushalte zwar eher unüblich ist, kann für ganze Gemeinden jedoch sinnvoll sein. So gibt es in Österreich einige Gemeinden, die völlig autark in Hinblick auf ihre Energie sind.
 
Förderungen für die Anschaffung von alternativen Wärmequellen:
Da die Anschaffung meist mit hohen Kosten verbunden ist, gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle der Förderung. Wer also bauen möchte, sollte sich genau erkundigen, so bleiben ihm hohe Anfangskosten erspart und die Anlagen amortisieren sich sehr schnell. 

AutorIn: Iris Fischer

Fotocredit: Hans Udry / pixelio.de
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