Salbei - gegen Erkältung ist ein Kraut gewachsen
Solch warme Herbsttage wie dieses Jahr hatten wir schon lange nicht mehr in Österreich und doch ist schon eine Erkältungswelle im Anmarsch. Wer sich nicht gleich auf Medikamente verlassen, sondern Alternativen ausprobieren möchte, der sollte zu Salbei greifen…

Schon die alten Mönche im Mittelalter wussten über die Heilkraft dieser Pflanze Bescheid. Nicht ohne Grund leitet sich ihr Name vom Lateinischen „salvare“, was soviel wie „heilen“ bedeutet, ab. Die heilende Wirkung des Krautes entstammt aus dem hohen Anteil der ätherischen Öle, die in der Pflanze enthalten sind.

Zwar ist der sehr charismatische, leicht bittere Geschmack des Salbeiblattes nicht jedermanns Sache, jedoch wirkt er in der richtigen Dosis nicht nur heilend, sondern wird auch als Gewürz zur Verfeinerung von Speisen verwendet.

Unter den verschiedensten Salbeiarten werden der echte Salbei und der griechische Salbei zu medizinischen Zwecken genutzt, da sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe am meisten in unseren Breiten bewährt hat. Bei einigen Indianerstämmen wurde der sogenannte „Zaubersalbei“ genutzt. Indem der Heiler ein paar Blätter dieser Salbeiart zu sich nahm und der Salbei durch das enthaltene Salvinorin eine halluzinogene Wirkung entfaltete, erhielt der Heiler die Eingebung, wie er seinen Patienten helfen konnte.

In unseren Breitengraden hat sich der Salbei aber hauptsächlich wegen seiner entzündungshemmenden und schweißreduzierenden Wirkungen einen Namen gemacht. Denn das Heilkraut wirkt in dreifacher Weise entzündungshemmend: er regt die Durchblutung an, wirkt auf die oberste Schicht zusammenziehend und zu guter Letzt desinfizierend. Auch bei Menstruationsbeschwerden entfacht Salbei seine entkrampfende Wirkung.

Wer also z.B. ein leichtes Halskratzen verspürt, der sollte gleich zu Salbeiblättern greifen:

  • Zwei gehäufte Teelöffel mit einem Viertelliter heißem Wasser übergossen und 15 Minuten ziehen lassen, das ergibt ein wohltuendes Gurgelwasser.

 

  • Übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel mit heißem Wasser und lassen das Ganze 5 bis 8 Minuten ziehen. Damit haben Sie einen gesunden Kräutertee, der nicht nur im Hals, sondern sogar im Magen-Darm-Trakt seine heilende Wirkung entfaltet.

Länger als 10 Minuten sollten Sie den Tee aber nicht ziehen lassen, da er sonst zu viele Bitterstoffe freisetzt. Außerdem sollten Sie beachten, dass Sie nicht mehr als zwei Tassen pro Tag zu sich nehmen. Denn wie bei allen Dingen kommt es auf die richtige Dosierung an, damit sich die gewünschte Wirkung optimal entfalten kann.

Autorin: Iris Schiffrer

 

 

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