Homöopathie für Kinder - sanfte Hilfe für die Kleinen
Homöopathie wird gerade in der Kinderheilkunde immer beliebter. Im Zuge eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins wollen viele Eltern Ihren Kleinen nicht mehr sofort starke und oft an Nebenwirkungen reiche schulmedizinische Arzneimittel geben, sondern suchen nach Alternativen, die sanfter für die Kinder sind und nachhaltiger wirken.
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Entwicklungsbedingt leiden Kinder häufig unter kleineren oder größeren Wehwehchen. Neugeborene haben oft Blähungen und bekommen leicht Fieber oder Mittelohrentzündung, wenn sie zahnen. Im Winter läuft schnell mal die Nase und der Husten quält besonders in der Nacht. Im Kindergarten müssen sich die noch schwachen Abwehkräfte erst an die vielen ungewohnten Keime gewöhnen und so wird aus dem aufgeweckten Sprössling all zu oft ein Krankensessel. Schließlich kommen noch die klassischen Kinderkrankheiten dazu und nicht nur der Nachwuchs wünscht sich, so schnell wie möglich wieder gesund zu sein.

Eltern wollen dann natürlich nichts mehr, als ihrem Kind zu helfen und ihm seine Krankheit zu nehmen. Hier bietet die Homöopathie in den meisten Fällen rasche und vor allem nebenwirkungsfreie Abhilfe. Außerdem kann mit Homöopathie nicht nur die aktuelle Krankheit behandelt, sondern das Kind in seiner Gesamtheit gestärkt und gefördert werden.


Das Erstgespräch bei Kindern

Die sogenannte Anamnese gestaltet sich bei Kindern schwieriger als bei Erwachsenen. Der Homoöpath ist auf die genaue Beschreibung der Symptome angewiesen um das richtige Mittel zu finden und genau hier liegt das Problem. Kinder können oft noch gar nicht oder sehr eingeschränkt sprechen und daher nur schwer Auskunft über ihren Zustand geben. Der Arzt (in Österreich dürfen nur ausgebildete Ärzte Homöopathie anbieten!) ist auf die Infomationen meist der Mutter angewiesen und diese sind, besonders in Zeiten emotionaler Anspannung, nicht immer ganz objektiv. Wenn möglich sollte das Kind schon zu Hause ganz genau beobachtet und hilfreiche Notizen über den Zustand (zB Häufigkeit der Symptome, wann tritt eine Verschlechterung bzw. Verbesserung ein, etc.) gemacht werden. Dieses ausführliche Gespräch nimmt einen Großteil des ersten Besuches in Anspruch. Selbstverständlich wird das Kind auch untersucht, was aber verhältnismäßig kurz dauern wird.
 

Homöopathie bei körperlichen Beschwerden

Typische körperliche Beschwerden kleinen Kindern, die gut behandelt werden können sind:
- Probleme beim Zahnen
- Fieber (auch hohes!)
- Durchfall
- Erbrechen
- Blähungen
- Angina
- Mittelohrentzündungen
- Ausschläge
 

Wenn die kleine Seele leidet

Oftmals stecken hinter den körperlichen Symptomen keine Krankheiten sondern seelische Ursachen. Bauchschmerzen sind ein besonders häufiges Zeichen dafür, dass die Kleinen ein Problem haben, es aber noch nicht artikulieren können. Als Erwachsene können wir uns aussprechen, wenn uns etwas „im Magen liegt“. Kinder haben diese Möglichkeit noch nicht und entsprechend schwierig ist es, darauf zu reagieren. Selbst wenn wir den Grund herausfinden, ist es oftmals noch nicht möglich dem Kind zu erklären, warum es beispielsweise keine Angst zu haben braucht.

Einige Besipiele für mögliche seelische Ursachen sind:
- Schlafstörungen
- „zappelige“ Säuglinge
- Wutanfälle
- Angst vor Dunkelheit
- Stottern
- Kopfschmerzen
- Ängstlichkeit

Homöopathische Mittel wirken auch auf die Psyche und helfen daher sowohl Kindern als auch ihren Eltern. Manchmal spiegeln die Kinder auch nur die Unruhe ihrer Eltern. Seien Sie deshalb also nicht verwundert, wenn Sie auch gleich ein Mittel bekommen!
 

Komplexmittel

In den Apotheken finden sich immer häufiger sogenannte „Komplexmittel“. Diese Mittel bestehen aus mehreren Einzelmitteln, die zu einer bestimmten Erkrankung häufig passen (z.B. Husten). Überzeugte Homöopathen raten davon ab, sie haben sich jedoch im täglichen Gebrauch als erste Intervention bewährt.

Wichtig ist dabei jedoch zu beachten, dass diese Mittel zwar eine relativ hohe Trefferquote haben, die Homöopathie aber nicht wirkungslos ist, nur weil das entsprechende Komplexmittel bei Ihrem Kind vielleicht nicht hilft. Homöopathische Mittel müssen sehr genau auf die betreffende Person abgestimmt sein. Was den einen heilt, kann bei jemand anderem völlig wirkungslos sein. Seien Sie deshalb vorsichtig, wenn sie von Freunden oder Verwandten ein Mittel empfohlen bekommen, nur weil es ihren Kindern geholfen hat. Die Homöopathie behandelt den ganzen Menschen und nicht ein einziges Symptom, deshalb funktioniert diese Denkweise bei der Homöopathie nicht. Lassen Sie sich einen Homöopathen empfehlen, aber niemals ein einzelnes Mittel!

Wer einen guten Kinderhomöopathen sucht, sollte sich an die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin ÖGHM wenden!


Autorin: Mag.a Iris Fischer
 

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