Entgiften nach der TCM - mit Getreidekuren den Körper entschlacken
In der TCM sind Getreidekuren optimal zur Entgiftung des Organismus geeignet und eine bessere Alternative als das sonst bei uns übliche Fasten, weil dieses den Körper zu sehr schwächt und die einzelnen Organe zu sehr belastet.
Entgiften nach der TCM - mit Getreidekuren den Körper entschlacken
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Günstig für Entschlackungs- und Ausleitungskuren ist laut TCM jene Zeit, die laut dem dem Chinesischen Kalender dem Holzelement zugeordnet ist.
Das Holzelement steht für die Jahreszeit Frühling, für Energie, Bewegung und Wachstum. Die ihm zugeordneten Organe sind Leber und Gallenblase, die für die Entgiftung des Körpers hauptsächlich verantwortlich sind.
Der ideale Zeitpunkt für eine Entschlackungskur richtet sich nicht streng nach dem Datum, sondern ist auch abhängig von Wetter und Konstitution der jeweiligen Person. Hat jemand eine schwache Konstitution, ist es günstiger, erst später, wenn es schon wärmer ist, mit der Entschlackungskur zu beginnen.

In der TCM sind Getreidekuren optimal zur Entgiftung des Organismus geeignet und eine bessere Alternative als das sonst bei uns übliche Fasten, weil dieses den Körper zu sehr schwächt, die einzelnen Organe zu sehr belastet und unsere Grundsubstanz verbraucht. Getreidekuren helfen auch beim Abnehmen, dienen zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten und können bei speziellen Gesundheitsproblemen angewendet werden. Weiters wird das Immunsystem aufgebaut, die Konzentrationsfähigkeit gestärkt und allergische Reaktionen vermindert.

Die Dauer einer Getreidekur sollte idealerweise zwischen 10 und 12 Tagen liegen, aber auch schon 1 Tag regt den Körper zum Entschlacken an.
Ideal für die Kur ist nur eine, dem Typ entsprechende Getreidesorte zu verwenden, um die Verdauungsorgane so wenig wie möglich zu belasten.

Zur Auswahl der Getreideart, die dem jeweiligen Konstitutionstyp entspricht, ist es ratsam, eine fundierte Diagnose durch einen  TCM-Ernährungsberater erstellen zu lassen.

Grundsätzlich stehen folgende Getreidesorten für eine Kur zur Auswahl:
Reis, Weizen/Dinkel, Hafer, Hirse, Grünkern, Buchweizen, Roggen, Amaranth oder Gerste.
Alle Sorten sollten bestenfalls aus natürlichem  biologischen Anbau stammen, weil sie nicht durch chemische Dünger, Pestizide etc. belastet sind.
Das jeweilige Getreide wird in Wasser mit etwas Meersalz gekocht, gebacken oder angeröstet. Es kann dem Hunger entsprechend soviel davon gegessen werden, bis das Sättigungsgefühl eintritt.
Während der Kur trinken Sie beispielsweise heißes Wasser, Maishaartee oder bittere Tees (z.B. Grüner Tee, Brennesseltee).
Es empfiehlt sich das Getreide mit einer Sorte Gemüse, Obst (pro Mahlzeit oder Tag nur eine Sorte verwenden) oder mit frischen Frühlingskräutern zu kombinieren. Letztere enthalten Bitterstoffe, die die Entgiftung fördern und die Bauchspeicheldrüse tonisieren.

Hier einige Beispiele von heimischen Kräutern, die für eine Kur geeignet sind:

Birkenblätter (jung, frisch):
Geschmack: bitter, adstringierend, leicht scharf
Thermische Wirkung: kühl
Organzuordnung: Leber, Niere, Blase, Herz
Zusätzliche Anwendungsgebiete:
- Ödeme
- Schmerzhafte Entzündungen, z.B. Gelenke, Rheuma, Gicht
- Nierensteine, Arteriosklerose
- Magen- und Darmkoliken,
- Fieber, Blasen- und Darmentzündungen
- Regen den Gallenfluss an
- Infektionserkrankungen mit Fieber
- Verstopfung

Brennnessel:
Geschmack: adstringierend, leicht bitter
Thermische  Wirkung: kühl
Organzuordnung: Leber, Lunge, Milz, Blase
Zusätzliche Anwendungsgebiete
- Arthritis, Gelenks- und Muskelrheumatismus
- Müdigkeit und Schwindel
- Gicht
- Chronische Bronchitis, Asthma
- Gelbsucht, Akne, Verbrennungen

Brunnenkresse:
Geschmack:
scharf, leicht bitter
Thermische  Wirkung: warm
Organzuordnung: Leber, Magen, Lunge
Zusätzliche Anwendungsgebiete:
- Anämie, Müdigkeit, Depression
- Nieren- und Gallensteinen
- Bronchitis, chronische Bronchitis
- Rheuma
- Gicht

Löwenzahn:
Geschmack: bitter, süß
Thermische Wirkung: kalt
Organzuordnung: Leber, Magen
Zusätzliche Anwendungsgebiete:
- Rote, geschwollene Augen
- Abszesse, Knoten in der Brust und Verdauungstrakt
- Gelbsucht
- Gallen- und Nierensteinen
- Hämorrhoiden
- Schmerzhafte Entzündungen der Blase, Prostata
- Appetitmangel, Müdigkeit
- Neurodermitis, speziell nach Impfungen

Vogelmiere:
Geschmack: leicht süß, salzig
Thermische Wirkung: kühl
Organzuordnung: Magen, Dickdarm, Herz, Lunge
Zusätzliche Anwendungsgebiete:
- starker Hunger und Durst
- trockener, harter Stuhl
- Unruhe
- Trockener Husten, Fieber am Nachmittag, Keuchhusten, TBC
- Akne, Furunkel
- Rheuma
- Müdigkeit, Anämie, Blässe

Während der Kur unbedingt zu vermeiden ist Rohkost, Zucker, Kaffee, Schwarzer Tee, Kuhmilchprodukte, Honig, aber auch Stress (leberschädigend!) und alles Saure (z.B. Früchtetees), weil sauer zusammenziehend wirkt (adstringierend) und dadurch die Entgiftung behindert. Außerdem sollten Sie auf  Ihr natürliches Sättigungsgefühl achten und bestenfalls ab 17 Uhr nichts mehr essen.

Autor: 
Romana Klaus
Sabine Bogg
Club Limone - IG für Lebensqualität, Ernährung und Gesundheit Wehlistraße

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