Schüßler Salze
Ähnlich der Homöopathie, aber auf das Wesentliche konzentriert. So sah Wilhelm Schüßler seine Salze als Mittel gegen Krankheiten.
Wilhelm Heinrich Schüßler stellte 1873 seine zwölf Salze vor. Seine „abgekürzte Therapie“ basiert auf der Ansicht, dass für den menschlichen Körper nicht tausend verschiedene Mittel wie in der Homöopathie notwendig wären, sondern eben nur zwölf verschiedene Mineralsalze in homöopathischer Dosierung. Schüßler nahm an, dass Krankheiten durch Störungen des Mineralhaushaltes der Körperzellen entstünden und durch homöopathische Gaben von Mineralien geheilt werden könnten.

Heute sind 27 Schüßler Salze auf dem Markt. Die letzten 15 wurden von Schülern Wilhelm Schüßlers aufgrund neuer Erkenntnisse ergänzt.

Die Anwendung

Die Schüßler Salze sind Tabletten, die man langsam im Mund zergehen lassen soll. Eine weitere Möglichkeit wäre die Verdünnung in einem Glas Wasser. Da die Mineralstoffe über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen werden, sollte das Mittel aber nicht sofort geschluckt werden. Jedes Salz hat eine sogenannte Regelpotenz. Die Salze Nummer 1,3 und 11 sind mit D12 eher höher dosiert, während die übrigen Salze eine Regelpotenz von D6 haben. Da die Tabletten überwiegend aus Laktose bestehen, sollte bei Laktoseintoleranz auf die Tropfenform oder laktosefreie Globuli ausgewichen werden.

Die Wirkung

Bei verschiedenen Krankheiten kann bereits nach wenigen Tagen eine vollständige Heilung auftreten. Manchmal kann es aber auch mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. Deshalb sollten bei schweren Krankheiten schulmedizinische Mittel zur Hilfe genommen werden. Schüßler Salze sind weitläufig einsetzbar, sie sind aber kein Wundermittel. Zudem haben sie keine pharmakologische Wirkung.

Die ersten zwölf Salze und ihre Anwendungsgebiete


Nr. 1 – Calcium fluoratum (Calciumfluorid) ist für die Knochen und das Bindegewebe zuständig. Es kommt in Sehnen, Knochen, Zähnen und der Haut vor. Für eine elastischere Haut können die betroffenen Stellen mit einer Salbe, die das Schüßler Salz beinhaltet, eingerieben und die Tabletten der Nr. 1 eingenommen werden.

Nr. 2 – Calcium phosphoricum (Calciumphosphat) stärkt Zähne und Nerven. Es hilft, das Immunsystem zu stärken und kann bei Allergien eingenommen werden.

Nr. 3 – Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat) ist das Mittel für das Immunsystem. Bei Entzündungen kann das Salz als Salbe und in Tablettenform verwendet werden. Am besten ist die Wirkung bei Anwendung bereits bei Entstehung einer Entzündung.

Nr. 4 – Kalium chloratum (Kaliumchlorid) steht für Haut und Schleimhäute. Dieses Salz wirkt auch bei späteren Stadien einer Entzündung gut. Es ergänzt das Salz Nr. 3.

Nr. 5 – Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat) ist gut für die Nerven. Wunden, Fieber, Überlastungen des Bewegungsapparates können damit außerdem gelindert werden.

Nr. 6 – Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat) entgiftet den Körper. Außerdem kann es ergänzend zur Nr. 3 und Nr. 4 bei Entzündungen im letzten Stadium – bei Eiterungen – eingesetzt werden. Auch bei Juckreiz ist es das Salz der Wahl.

Nr. 7 – Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) hilft bei Krämpfen und Schmerzen. Es kann gegen alle akuten Schmerzzustände oder Krämpfe eingenommen werden.

Nr. 8 – Natrium chloratum (Natriumclorid – Kochsalz) ist für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers zuständig. Es wirkt bei Magenbeschwerden, Blutarmut und Antriebsschwäche. Als Salbe kann es auf Sonnenbrände oder Insektenstiche aufgetragen werden. In Tablettenform wirkt es gegen Sodbrennen.

Nr. 9 – Natrium phosphoricum (Natriumphosphat) kümmert sich um den Stoffwechsel. Produziert der Körper zu viel Säure wie bei Gicht oder Nierensteinen, kann es eingenommen werden. Bei Akne und Mitessern hilft eine Salbe mit dem Salz Nr. 9.

Nr. 10 – Natrium sulfuricum (Natriumsulfat) wirkt entwässernd. Bei Verdauungsproblemen oder Beschwerden bedingt durch falsche Ernährung, kann es in Tablettenform eingenommen werden.

Nr. 11 – Silicea (Kieselsäure) ist für Haut und Haare verantwortlich. Es kann Haarausfall verhindern, Cellulitis und Falten bekämpfen und es stärkt das Gewebe.

Nr. 12 – Calcium sulfuricum (Caliumsulfat) ist für die Knorpelbildung und somit die Gelenke verantwortlich. Zudem kann es bei eitriger Bronchitis, Angina und Sinusits (Entzündung der Nebenhöhlen) verwendet werden.

Die übrigen 15 kurz erwähnt

Die Nr. 13 ist für die Muskeln und Nerven zuständig, während die Nr. 14 für das Nervensystem und das Gehirn verantwortlich ist. Die Nr. 15 stärkt das Immunsystem. Dass die Nr. 16 – für Muskeln und Nerven – im Bereich des Herzens wirkt, entgiftend und entsäuernd ist, ist sogar schulmedizinisch anerkannt. Die Nr. 17 ist für Knorpel und Knochen da, Nr. 18 kontrolliert Muskeln, Schleimhäute und Haut und Nr. 19 unterstützt wieder das Immunsystem. Für Krämpfe aber auch für die Haut kann die Nr. 20 eingesetzt werden. Immunsystem, Wundheilung und Knochen hat die Nr. 21 über. Die Nr. 22 unterstützt Knochen, Zähne und Muskeln während Nr. 23 den Stoffwechsel kontrolliert. Die Nr. 24 ist für die Blutbildung zuständig. Die Nr. 25 ist bei Müdigkeit und Schlaflosigkeit einzusetzen, da es die Zirbeldrüse kontrolliert. Mit der Nr. 26 kann entgiftet werden und die Nr. 27 beschränkt seine Wirkung ausschließlich auf den Stoffwechsel.
 

AutorIn: Natascha Zimmermann
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