Akne - kleine Pickel, großes Leid
Wer träumt nicht von makelloser Haut? Was es mit unreiner Haut auf sich hat und wie man lästigen Pickelchen den Garaus macht, lesen Sie hier.
Akne - kleine Pickel, großes Leid
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Akne ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt, denn fast jeder hat im Laufe des Lebens, und besonders in der Pubertät, mit den lästigen Hautunreinheiten zu kämpfen. Oft ist jedoch mit dem Ende der Pubertät noch lange kein Ende der unreinen Haut gegeben, denn es kann durchaus bis zum Alter von 25-30 Jahren bei so genannter Pubertätsakne bleiben. Davon sind eher Frauen betroffen, die meist länger, dafür jedoch mit schwächer ausgeprägter Akne zu kämpfen haben als Männer.
Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem durch eine Erhöhung der männlichen Geschlechtshormone (Androgene), welche die Talgproduktion im Körper steuern, auftritt. Aber auch andere Faktoren, wie zum Beispiel Stress oder falsche Hautpflege, können das Auftreten von Pickel und Akne begünstigen.

Äußerlich ist Akne durch die Entzündung kleiner Talgdrüsen, meist im Gesicht und am Oberkörper, und fettige Haut gekennzeichnet. Die leichteste Form von Akne äußert sich in sogenannten „Mitessern“, die als halbkugelige Erhöhungen auftreten.
Bei Entzündung dieser „Mitesser“ kommt es zum zweiten Stadium von Akne. Je nach Verlaufsform entstehen Pickel (eitergefüllte Bläschen) bis hin zu tief liegenden Abszessen. Insbesondere dieses Stadium führt nach dem Abheilen der Entzündung oft zu mehr oder weniger ausgeprägten, unschönen Narben.

Akne ist jedoch keineswegs ein unbezwingbares Schicksal, denn die Dermatologie verfügt über eine große Zahl von Behandlungsmethoden mit viel versprechenden Erfolgsaussichten. Es ist ratsam, den Behandlungserfolg von einem Fachmann begutachten zu lassen, der die Behandlung bei Bedarf verändern oder intensivieren kann. Die wichtigste Tugend bei der Behandlung unreiner Haut ist jedoch Geduld. Bis sich erste Erfolge bemerkbar machen, vergehen oft Wochen oder Monate und kurzfristig kann es sogar zu einer Verschlimmerung des Hautbildes kommen, wenn die Haut auf die Behandlung anspricht.

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Akne setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, die je nach Ausprägungsgrad der Erkrankung variiert bzw. kombiniert werden können. Bei schwächeren Formen bieten sich äußere Therapieformen wie Hautpflege, Kosmetik und/oder Schältherapien an. Liegt ein schwerer Grad der Akne vor, schaffen Antibiotika und UV-Bestrahlungen Abhilfe.
Bei Mädchen und Frauen können oft jegliche Akneformen durch die Anti-Baby-Pille behandelt bzw. beseitigt werden.

Akne wirkt nicht nur äußerlich häufig unschön, oft leidet auch die Psyche der Betroffenen massiv unter den Hautunreinheiten. Man fühlt sich hässlich, traut sich nicht aus dem Haus und in vielen Fällen bestimmt die Akne das ganze Denken und die Selbstwahrnehmung.

Die empfundene Belastung ist jedoch oft unverhältnismäßig hoch, da die eigenen Hautprobleme selbst meist weit drastischer wahrgenommen werden als von der Umwelt. Betroffene sollten sich im Klaren sein, dass in vielen Fällen nicht die Akne Schuld hat, wenn man sich frustriert, allein und ungeliebt fühlt, denn keine Akne ist auch kein Garant für ein glückliches Party-, Beziehungs- und Sexualleben.

Schlimmer als ein paar Hautunreinheiten bzw. Narben sind in diesem Fall die Spätfolgen vom „jahrelang leben wie ein Eremit“ – daher sollte man sich von kleinen Hautunreinheiten und Pickelchen nicht beirren lassen, und mit dem Gedanken, dass nichts ewig währt, das Leben uneingeschränkt genießen!

Autorin: Sandra Ehold

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