Rundum fitte Füße für Flip-Flops und Sandalen
Der Sommer naht, die Sonne lockt. Da heißt es wieder: Zeigt her eure Füße in Flip-Flops und Sandalen. Unsere Tipps rund um die Themen Pflege, Fußgymnastik und Massagen bringen die Top-Form zurück und machen die Füße fit für den Sommer.
Ein Leben lang tragen sie uns, legen dabei zigtausende Kilometer zurück – und sind doch so vernachlässigt wie kaum ein anderer Teil unseres Körpers. Spätestens mit dem Beginn der Sandalen-Saison sollten die Füße wieder mehr bedacht werden. Und das ist ganz leicht: "Die richtige Pflege macht nicht nur die Füße schön, sondern hilft, das gesamte Wohlbefinden zu steigern", sagt Dr. Johanna Hoffmann, Ärztin im AOK-Bundesverband. Zur Vorbereitung eignet sich gut ein Peeling, das leicht zuzubereiten ist: Drei Esslöffel Totes-Meer-Salz aus der Apotheke werden mit zwei Esslöffeln Vollmilch zu einem Brei vermischt, die Füße damit gerubbelt und anschließend mit viel Wasser wieder abgewaschen. "Damit verschwinden die alten Hautschuppen, die Haut wird wieder glatt und zart."

Ein Bad tut gut

Wohltuend zum Auftakt für die Fußpflege ist auch ein Bad, das auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist: Feuchte Füße mögen zum Beispiel ein Salbeibad, für trockene Füße darf es ein Ölbad sein, ein kaltes Bad aus Orangen- und Zitronenscheiben macht müde Füße wieder munter. Anschließend sollten die Füße dick mit einer rückfettenden Creme behandelt werden.

Enge Schuhe verursachen häufig durch Reibung oder Druck Hornhaut, die mit einer Hornhautfeile oder einem Bimsstein wieder entfernt werden kann. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: "Mit einem Hornhauthobel sollten nur professionelle Fußpfleger arbeiten, da das tiefere Gewebe zu schnell verletzt werden kann", so AOK-Ärztin Hoffmann.

Wer durch starke Druckstellen regelrechte Hühneraugen bekommen hat, kann versuchen, kleine oder oberflächliche mit einem Hühneraugen-Pflaster aus der Apotheke aufzulösen. Oft gelingt das jedoch nicht, so dass sich ein Fußpflege-Experte darum kümmern muss. Wichtigste Maßnahme ist langfristig die konsequente Druckentlastung.
Einige Menschen neigen dazu, immer wieder raue Fersen zu bekommen. Hier helfen regelmäßige Ölbäder. Tipp: das überschüssige Öl nicht abwischen, sondern einmassieren. Das macht die Haut besonders samtig.

Schöne Fußnägel – das klingt einfach, ist es aber in der Praxis oft gar nicht. "Viele Menschen schneiden die Nägel zu rund und an den Seiten zu tief ein, Schmerzen und Nagelbett-Entzündungen können die Folge sein", so Hoffmann. Der Nagel wird gerade abgeschnitten und anschließend lediglich an den Ecken leicht angerundet. Den letzten Schliff schafft die Nagelfeile. Sind die Füße erst schön, ist Nagellack für viele Freundinnen des offenen Schuhs ein Muss: Dazu müssen die Nägel richtig trocken und fettfrei sein, ein Unterlack sorgt für besseren Halt der Farbe.
Nach dem Duschen Füße sorgfältig abtrocknen

Damit die Füße nicht nur schön, sondern auch gesund sind, bedarf es dauerhaft guter Pflege. Nach jedem Duschen sollten die Füße gut abgetrocknet werden. Das gilt vor allem auch für die Zehenzwischenräume, weil sich hier im feucht-warmen Milieu schnell Hautpilze ansiedeln. Wer dazu neigt, sollte die Füße nach dem Duschen kurz fönen, um sie wirklich zu trocknen. Ist es bereits zum Fußpilz gekommen, ist die ärztliche Behandlung unerlässlich. Wie das Gesicht und der Körper sollten auch die Füße regelmäßig von einer pflegenden Creme profitieren, um zu verhindern, dass sie rissig und spröde werden.

Gymnastikprogramm

Weitere Infos zum Thema und den Rat der AOK-Experten.Doch zum regelmäßigen Fitnessprogramm gehört mehr als die Pflege: "Fußgymnastik ist schnell zwischendurch gemacht und hält die beanspruchten Füße fit", sagt Hoffmann. Dazu geht man beispielsweise ohne Schuhe einige Schritte auf Zehenspitzen, verlagert das Gewicht nach hinten auf die Fersen und läuft dann auf den Hacken. Zu Hause kann man ein Springseil auslegen und darauf balancieren – am besten barfuß. Generell ist Barfußlaufen immer eine Wohltat für die Füße.

Wer im Sommer schnell geschwollene Füße hat, weil er dazu neigt oder vielleicht besonders viel steht, kann die Füße durch eine Ausstreichmassage unterstützen. Dazu legt man sich auf den Rücken, hebt die Beine hoch und streicht von den Füßen aufwärts mit der ganzen Hand bis zum Knie die Haut aus. Auch häufiges Schuheausziehen, Zehenkreisen und Beine hochlegen unterstützen den Rückfluss des Blutes. "Die Betroffenen sollten jedoch immer mit ihrem Arzt klären, welche Ursache die geschwollenen Füße haben", so Hoffmann.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen die empfindlichen Füße von Menschen mit Durchblutungsstörungen der Beine und von Diabetikern; deren Füße sollten ohnehin regelmäßig vom Experten begutachtet werden. Ein Höhepunkt für die nun gepflegten Füße und das gesamte Wohlbefinden ist eine Fußmassage – am besten vom Partner oder der Partnerin. Dazu werden im Liegen die Füße in großen und kleinen kreisenden Bewegungen mit angewärmtem Öl bis zum Knöchel massiert, die Zehen leicht gezupft. Angenehme Musik verstärkt den entspannenden Effekt. "So lässt sich praktisch über die Füße Stress abbauen", sagt Hoffmann.


Quelle: ams
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