Österreichs nächstes Topmodel Rebecca Gaspers - nicht rund aber xsund
Der Bewerb „Österreichs Nächstes Topmodel“, der längst vor dem ähnlich klingendem TV-Format am Start war, kürte sein neues Modelgesicht 2009. Rebecca Gaspers’ Fitnessrezept hier.

„Wer heute als schön gilt, wird morgen kaum noch zum Putzen bestellt.“ Von wegen Herr Lagerfeld –„Österreichs Nächstes Topmodel 2009“-Gewinnerin Rebecca Gaspers mag zwar im Heute gekürt worden sein, ihr Erfolg von Morgen dank des individuellen Körperbewusstseins der 26-jährigen Vorarlbergerin ist dennoch viel versprechend.

Enjoy Living (EJ): Das Leben auf High Heels war dir ja bereits vor der Kür zu „Österreichs Nächstes Topmodel 2009“ (ÖNT) bekannt. Wie sehr hat nun dieser Titel dennoch dein Leben in kurzer Zeit verändert?
Rebecca Gaspers (RG): Ganz ehrlich, ich habe es nach wie vor nicht realisiert, dass ich diese Wahl gewonnen habe. Ich bin gleich nach dem Bewerb wieder im Alltag gelandet, alle Werbeaufträge wie „Waldquelle“ und „Neosino“-Beautyprodukte werden erst Anfang Herbst umgesetzt. Bis dahin werde ich mich, denke ich, mit dem neuen Titel angefreundet haben (lacht).

EJ: Im ÖNT-Modelcamp hast du als Vorbereitung mit allen anderen Kandidatinnen hart trainiert. Wie hältst du dich ansonsten fit?
RG: Ich bin beruflich fest in der Gastronomie verankert, also den ganzen Tag auf den Beinen – das hält mich fit. Ich kann aber auch abseits meines Berufs selten still sitzen, brauche immer Action. Das fordert meinen Körper.

EJ: Etwa auch deine 6-jährige Tochter?
RG: Oh ja, Chiara hält mich natürlich auch auf Trab (lacht).

EJ: Betreibst du ansonsten gar keinen Sport?
RG: Doch, aber nicht exzessiv. Ich gehe jede Woche zweimal zum Tanz-Training, vorrangig aber, um mich choreographisch fit zu halten. Eine gute Koordination bringt mich auf dem Laufsteg immer weiter.

EJ: Würde man nun in der Modelschublade wühlen, könnte man behaupten, wenn du nicht ins Fitnessstudio gehst, hältst du dich zumindest strikt an einen Ernährungsplan und isst wie ein Pipperl?
RG: Sich mit Diäten zu quälen, ist absolut nicht meins. Ich habe einerseits das Glück, gute Gene zu haben, und andererseits ernähre ich mich ausgewogen. Ausgewogen bedeutet nicht, hungern zu müssen. Ich esse viel Reis, Salat, Huhn und Fisch. Statt Limos, die ich ohnehin nicht mag, trinke ich vermehrt Fruchtsäfte und Wasser.

EJ: Nascht du wirklich nie?
RG: Selten. Gummibärchen machen mich einfach nicht an. Aber wenn mein Körper nach Zucker verlangt, kriegt er ihn.

EJ: Wie groß ist der Druck in der Modelbranche wirklich?
RG: Ich denke, es kommt sehr darauf an, wie viel Druck man auf sich ausüben lässt.

EJ: Bedeutet das, alle Hungerhaken auf den Laufstegen der Welt sind selbst schuld an ihrem Schicksal?
RG: Nein, aber hungern kann nie eine Lösung sein. Ich finde Weiblichkeit wichtig. Schrecklich, wenn man am Laufsteg Mädels und Jungs nicht mehr voneinander unterscheiden kann.

EJ: Hast du Vorbilder?
RG: Ich bewundere das Model Petra Nemcova, weil sie sich ihren Erfolg hart erkämpft hat und dabei supernatürlich geblieben ist.

EJ: Gehen für dich Schönheit und Arroganz einher?
RG: Das würden viele Menschen gerne glauben. Möglicherweise wirke ich manchmal arrogant, aber ganz ehrlich, das ist nur ein Selbstschutz. Menschen, die mich kennen, wissen, wie ich bin. Der Neid anderer interessiert mich nicht.

EJ: Deine Tipps für Nachwuchsmodels?
RG: Bringt viel Disziplin und Kampfgeist mit. Liebt euch selbst, achtet auch euren Körper, aber hungert nicht. Bleibt herzlich, natürlich und offen!

Du möchtest dich für die Wahl „Österreichs Nächstes Topmodel 2010“ bewerben? www.next-topmodel.at

Das Interview für EnjoyLiving wurde von Mag.a Tina Veit geführt.

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