Weißer Tee - bringt hochqualitativen Genuss
Seinen Namen verdankt er dem weißen seidigen Flaum, der die Teeknospen umgibt. Heute zählt er zu den exklusivsten Tees und wird auch bei uns immer beliebter.
Weißer Tee - bringt hochqualitativen Genuss
Mehr zum Thema
» Kleines Teelexikon - guter Tee wird das ganze Jahr über genossen
» Tee - Genuß, Geschmack & Gesundheit
» Grüner Tee - das Kultgetränk mit Wunderwirkung
» Lapacho - der Tee der Inkas
» Die Pfefferminze - starke Heilwirkung innerlich und äußerlich

Tee Allgemein

Für die verschiedenen Teearten -schwarze, weiße, grüne, rote und gelbe Tees- werden die Blätter der Teesträucher „Camillia assamica“, „Camillia sinensis“, oder deren Hybriden verwendet.

Durch die unterschiedlichen Fermentationsgrade werden die Tees in folgende Gruppen eingeteilt:

o Grüner Tee = unfermentiert (geröstet, gedämpft)
o Weißer Tee = leicht (2%) anfermentiert (luftgetrocknet)
o Gelber Tee = anfermentiert
o Schwarzer Tee = fermentiert (Oxidieren in feuchter Umgebung)

Bei der Fermentation von Tee handelt es sich nicht um eine echte Fermentation, da diese eigentlich mit Mikroorganismen, die biologisches Material umsetzen, abläuft. Der Prozess ist wichtig, damit der Tee lagerfähig gemacht werden kann.

Neben den oben erwähnten Teearten gibt es auch noch Kräutertees, die nicht von den Teesträuchern, sondern von getrockneten Früchten und Pflanzenteilen stammen.

Der Weiße Tee

Er ist in China seit dem 11. Jahrhundert bekannt und wurde erstmals in der Ming-Dynastie erwähnt. Sein süßes, liebliches Aroma und seine exklusive Qualität - nur die ungeöffneten und besten Blattknospen werden verwendet - machten ihn schon in früheren Zeiten zu einem beliebten Tee der Kaiser.
Die Heimat des Weißen Tees liegt in den hoch gelegenen Bergregionen der chinesischen Provinz „Fujian“. Hergestellt wird er heute unter anderem in China, Assam, Sri Lanka und Kenia.

Produktion

Die Herstellung ist aufwendig, da fast alle Schritte per Handarbeit und sehr schonend ablaufen. Für 1 Kilogramm Teeblätter sind 30.000 Blattknospen nötig. Diese werden mit der Hand gepflückt und danach für 2-3 Stunden zur Abkühlung ausgelüftet. Auf den Welkmatten liegen sie für etwa 12 Stunden bei einer Luftfeuchtigkeit von 60% und einer Temperatur von 25°C.
Nach der Trocknung bei über 100°C werden die Blätter per Hand aussortiert und es folgt ein zweiter Trocknungsvorgang bei ca. 130°C. Am Ende der Produktion werden die Teeblätter in die Verpackungen abgefüllt.

Weiße-Tee-Arten

Zu den bekanntesten Weißen Tees zählen:

o Pai Mu Tan („weiße Pfingstrose“)
o Yin Zhen („Silbernadel“)
o Yin Long („Silberdrache“)

„Pai Mu Tan“ ist eine sehr seltene und daher auch teure Teesorte. Die Blätter werden am Frühlingsanfang gepflückt und verleihen dem Teewasser eine blassgelbe bis durchsichtige Farbe. Der poetische Name „weiße Pfingstrose“ leitet sich von dem silbrigen Flaum der Blätter ab.
Bei der Teezubereitung sollte das kochende Wasser kurz abgekühlt werden, da die ideale Wassertemperatur bei 80°C liegt. Anschließend für 7-20 Minuten ziehen lassen. Es reichen ca. 10g Teeblätter für 1 Liter Wasser. Diese können auch öfters aufgegossen werden, da sie nicht bitter werden.
Die Zubereitungstipps gelten auch für die beiden anderen Sorten.

Inhaltsstoffe

Die Teearten beinhalten allgemein Polyphenole, die auch im Rotwein vorkommen und eine gesundheitsfördernde und krebspräventive Wirkung besitzen und Flavonoide, die die Blutgefäßelastizität steigern.
Die Polyphenole enthalten Antioxidantien, die vor freien Radikalen im Körper schützen und das Immunsystem stärken.
Besonders dem Weißen Tee wird ein blutdrucksenkender Effekt, ein hoher Vitamin C-Gehalt und Konzentrationsförderung nachgesagt.

Autorin: Sandra Haindl

Kommentare