Endlich gesund? - Heilfasten als alternative Heilmethode
Endlich gesund? - Heilfasten als alternative Heilmethode
Heilfasten - nicht bloß ein Modetrend sondern bereits seit vielen Jahrzehnten eine wirksame Methode, den Stoffwechsel zu entlasten, und damit vielen Zivilisationskrankheiten entgegenzuwirken.
Heilfasten ist heute beliebt wie nie. Kein Wunder, verspricht es nicht nur eine Gewichtsabnahme. Es hat auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Schon unsere Urahnen hatten in der Natur nicht jeden Tag Essen zur Verfügung. Daher kannten sie auch viele Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes nicht. Der zeitweise Verzicht von Nahrung wirkt entlastend auf den gesamten Stoffwechsel.
 
Durch das Fasten kommen die Verdauungsorgane zur Ruhe. Der Körper kann sich nun den Reparaturarbeiten widmen. Darm und Zellen werden von belastenden Stoffwechselendprodukten befreit, der Körper wird so gereinigt. Schäden an Zellen werden repariert, das gesamte Immunsystem, das hauptsächlich im Darm angesiedelt ist, erholt sich. Eine aus der Balance geratene Darmflora, wird durch das Fasten wieder ins Gleichgewicht gebracht. Überschießende Immunreaktionen werden eingedämmt. Gleichzeitig beruhigt sich das Immunsystem durch die verminderte Zufuhr von Allergenen und Nährstoffen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind. Durch den zeitweisen Nahrungsverzicht normalisieren sich zudem der Blutdruck sowie der Cholesterin- und Insulinspiegel. Da dem Körper keine Kalorien zugeführt werden oder nur eingeschränkt, greift er auf seine Fettreserven zurück. Dadurch reduziert sich das Gewicht.
 
Das Heilfasten, egal nach welcher Methode, besteht grundsätzlich aus einem Entlastungtag, der Fastenperiode und dem Fastenbrechen. Am ersten Tag, dem Entlastungstag, wird nur leichte Kost wie Obst oder Gemüse zu sich genommen. Dieser Tag ist wichtig, um Körper und Psyche auf das bevorstehende Fasten einzustimmen. Im Anschluss daran erfolgt die Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz. In den sich anschließenden Fastentagen werden dann nur noch Wasser und Kräutertees beziehungsweise Obst- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühe getrunken. Bei einigen Fastenarten findet nur eine reduzierte Nahrungszufuhr statt. An die Fastentage schließt sich dann das Fastenabbrechen an. Hier wird die Nahrungsaufnahme wieder schrittweise gesteigert und in den Aufbautagen wird möglichst versucht, ein gesundes Essverhalten und eine bewusste Ernährungsweise einzuüben. Das Fastenabbrechen wird im Allgemeinen mit einem Apfel oder einem anderen Obst oder einer Gemüsesuppe eingeleitet. Das während der Fastenzeit erworbene gesteigerte Körperbewusstsein sollte darin münden, sich dauerhaft für eine vollwertige Ernährungsweise zu entscheiden. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten bevorzugt, Kaffee, Zucker und Weißmehlprodukte reduziert konsumiert werden!
 
Es gibt viele verschiedene Arten der Heilfastenkur. Die extremste Form ist dabei die Nulldiät, in der während der Fastenperiode nur ungesüßte Tees und Wasser getrunken werden sollten. Abgeschwächte Varianten finden sich im intermittierenden Fasten und in der Buchinger-Methode. Beim intermittierenden Fasten wechseln Fastentage mit Tagen, an denen eine Nahrungsaufnahme gestattet ist, ab. Alternativ: An einem Tag wird zeitweise nichts gegessen. Das Modell sieht dann so aus: Morgens gegen 11 Uhr wird spät gefrühstückt oder früh Mittag gegessen. Die nächste Mahlzeit wird dann erst nachmittags um 17 Uhr eingenommen. Dazwischen finden Esspausen statt. Diese Methode eignet sich besonders für Personen, denen ein kompletter Nahrungsverzicht zu schwer fällt. Eine zweite gemäßigtere Form des Heilfastens ist die Therapie nach Buchinger. Neben Wasser und ungesüßten Tees sind hier auch Ob- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühen erlaubt. Eine genaue Anleitung zum Heilfasten findet man auf dem Fasten-Portal fastenzeit.com.
 
Es gibt umfassende Studien, die sich mit dem Thema Heilfastenkur beschäftigen. Und tatsächlich: Sie ist effektiv. Besonders bei atopischen Erkrankungen, bei denen Entzündungsprozesse und eine Überreaktion des Immunsystems eine Rolle spielen, kann Heilfasten den Betroffenen helfen. So bestehen gute Erfolgsaussichten bei Neurodermitis, allergischem Schnupfen und Asthma. Aber auch bei Krankheiten, bei denen Stoffwechselvorgänge aus dem Lot geraten sind, kann Heilfasten Linderung bringen. So hilft es nachweislich bei Diabetes und bei Erkrankungen, die aus Übergewicht resultieren. Dazu zählen insbesondere Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Studien konnten belegen, dass andauernde Schmerzen, wie sie bei Rheuma, Arthrose und anderen chronischen Schmerzzuständen auftreten, durch den zeitweisen Nahrungsverzicht gelindert werden. Darüber hinaus kann Heilfasten auch in der Krebstherapie unterstützend eingesetzt werden. Denn: Es führt dazu, dass während der Chemotherapie weniger Nebenwirkungen auftreten und dass die Behandlung besser anschlägt. Erstaunlich: Sogar Menschen mit affektiven Störungen wie einer Depression können vom Heilfasten profitieren. Denn: Dabei wird verstärkt Serotonin freigesetzt: unsere körpereigenen Glückshormone!

AutorIn: A.D., S.U.
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