Ungetrübte Lebensfreude mit sensibler Blase
Von Herzen lachen, rennen und herumtollen – für viele Menschen mit sensibler Blase ist das nicht mehr so leicht/einfach möglich – zu groß die Sorge, dass dabei ein kleines Malheur passieren könnte. Doch wie schafft man es, trotz sensibler Blase den Alltag zu meistern, ohne dabei seine Lebensfreude zu verlieren?
Es gibt viele unterschiedliche Begriffe für eine sensible Blase – die Auswirkungen auf die Betroffenen sind allerdings stets dieselben: Ihr Alltag wird eingeschränkt und öfters von Sorgen überschattet. Ganz plötzlich starken Harndrang zu verspüren und schon auf dem Weg zur Toilette ein paar Tröpfchen zu verlieren – das ist die ständige Angst von Menschen mit einer sensiblen Blase. Was vielen Betroffenen nicht klar ist: Entspannung kann in solchen Fällen helfen. Gute Ergebnisse lassen sich bei regelmäßiger Anwendung insbesondere durch die progressive Muskelentspannung erzielen.

Progressive Muskelentspannung

Eine Übung, um ganz gezielt Muskeln zu entspannen, ist beispielsweise folgende: Man ruht mit dem Rücken auf den Boden und lässt die Arme ganz locker neben dem Oberkörper liegen. Dann beginnt man, ruhig und gleichmäßig zu atmen. In dieser Position sollte man abwechselnd die linke und rechte Hand zur Faust ballen, die Spannung einige Sekunden lang halten und durch das Öffnen der jeweiligen Hand wieder lösen – das wiederholt man mehrmals. Anschließend sind die Füße dran. Die Zehen des linken und rechten Fußes sollen abwechselnd in Richtung Knie gestreckt werden. Die Spannung sollte man fünf Sekunden lang halten, wobei die Ferse stets den Boden berührt. Anschließend löst man die Spannung und wiederholt die Übung.

Auf die kleinen Dinge kommt es an

Bei leichten Beschwerden oder insbesondere auch bei einer überaktiven Blase können neben progressiver Muskelentspannung auch pflanzliche Teezubereitungen dabei helfen, die Blase zu beruhigen und die Beschwerden zu lindern. Überhaupt sollte man, entgegen aller Erwartungen, über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Mindestens zwei Liter am Tag helfen, sich effektiv vor Infektionen und Blasensteinen zu schützen, da Wasserkonsum in so einem Umfang dabei hilft Bakterien aus den Nieren und dem Harntrakt zu spülen. Beim Wasserlassen sollte man sich immer ausreichend Zeit lassen und auf starkes Pressen komplett verzichten, da sich dies negativ auf die Blasennerven auswirken kann. Wer ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, sollte darüber nachdenken, diese wieder loszuwerden. Denn unnötiges Gewicht belastet den Beckenboden und wirkt sich dadurch ungünstig auf die Blase aus.

Wenn eine sensible Blase den Alltag bestimmt

Oben genannte Tipps können im Alltag helfen, besser mit einer geschwächten Blase umzugehen. Doch natürlich ersetzen sie nicht eine fachgerechte ärztliche Behandlung. Wer mit starken und vor allem langanhaltenden Problemen zu kämpfen hat, sollte unbedingt die fachkundige Meinung eines Arztes einholen. Denn je nachdem, welche Form der Blasenschwäche vorliegt, können Medikamente , welche die Blasenmuskulatur ganz gezielt entkrampfen helfen die Blasenschwäche zu mindern. Durch einen offenen Umgang mit dem Thema und Beherzigen der oben genannten Tipps, fällt es einem leichter sich nicht durch eine sensible Blase einschränken zu lassen.

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Bildrechte: Flickr 3 Sally CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

AutorIn: A.D., O.H.
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