Wenn der Rücken schmerzt - rheumatoide Beschwerden aus Sicht der TCM
Schmerzen entstehen aus Sicht der TCM entweder aus blockierten Qi oder Blut. Im Falle von rheumatoiden Beschwerden ist der Qi-Fluss blockiert - und das tut weh!
Wenn der Rücken schmerzt - rheumatoide Beschwerden aus Sicht der TCM
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Das Qi ist unsere Lebensenergie, die in den Nieren gespeichert wird und sich in den Leitbahnen, Meridiane genannt, durch unseren Körper bewegt. Für jedes Organ gibt es Leitbahnen. Ähnlich wie auf der Autobahn verläuft das Qi in jeder Leitbahn in einer bestimmten Richtung. Kommt es nun auf Grund von übermäßiger Feuchtigkeit, Wind- (hier ist ein Wind gemeint, der in den Leitbahnen herrscht), Kälte- oder Hitzeeinwirkung auf den Körper zum Stau des Qis. Und das tut weh.

Wie immer gibt es bei jedem Menschen unterschiedliche Ursachen, warum rheumatoide Beschwerden auftreten. Grundsätzlich empfiehlt sich einen Arzt zur Behandlung zu Rate zu ziehen. Die Ernährung ist der Grundpfeiler und sollte auf alle Fälle verändert werden. Dem TCM-Arzt oder der TCM-Ernährungsberaterin gibt die Art, wie sich der Schmerz äußert einen Hinweis. Kommt der Schmerz von überwiegender Feuchtigkeit, dann spürt man eher eine Schwellung und eine Schwere. Kälteblockaden machen sich meist durch stechende Schmerzen bemerkbar. Sollte Wind die Ursache sein, dann Wandern die Schmerzen.

Rheumatoide Beschwerden aus extremer Kälte:

Menschen, die durch Kälte Rheuma haben, fühlen am ganzen Körper die Kälte, obwohl sie schon zwei dicke Pullover anhaben. Hier ist es notwendig, den Menschen langsam aufzuwärmen, in dem man wärmende gekochte Speisen zu sich nimmt. Scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Curry sind dabei eher selten zu verwenden, besser sind wärmende Gewürze, wie Zimt, Nelken, Fenchel, Ingwer und Wacholderbeeren. Damit das Qi bewegt wird, sollte man Lauch, Zwiebel und Knoblauch mitkochen. Kommen noch Ödeme hinzu, dann kann man (da man sie meist nicht als Ganzes verträgt) einen Absud aus schwarzen Sojabohnen versuchen. Dazu werden 1EL Sojabohnen mit 2l Wasser ca. 2 Std. auf kleiner Flamme geköchelt, abgeseiht und der Sud 3x tägl. 1 kleine Tasse lauwarm getrunken. Der Sud hält sich im Eiskasten einige Tage.

Rheumatoide Beschwerden aus Feuchtigkeit:

Hier gilt es, die übermäßige Feuchtigkeit aus dem Körper zu bekommen. Das kann, je nachdem, wie lange sie schon ‚aufgebaut wurde, mehr oder weniger lange dauern. Dazu muss man unter Umständen erst einmal Schleim in Feuchtigkeit umwandeln und dann ausleiten. Hier ist eine ganz behutsame Ausleitung notwendig, Lebensmittel, die austrocknen sind zu meiden.
Meiden Sie zuerst alle Lebensmittel die Feuchtigkeit erzeugen, wie Milch- und Milchprodukte, denaturierte Lebensmittel, Süßes und Fettes. Auch übermäßig Salziges und Saures verstärkt die Feuchtigkeit im Körper. Wichtig hierbei ist auch, unbedingt gekochte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, und etwas Ingewer mitzukochen, das fördert die Umwandlung des Schleims und zerstreut das Qi. Bei Ingwer fühlen Sie bitte immer in sich hinein, der kann schon mal zu heiß wirken, dann machen Sie besser einige Tage Pause.

Rheumatoide Beschwerden auf Grund von innerem Wind:

Innerer Wind kann auch mehrere Entstehungsursachen haben. Er kann von äußerem Wind, Klimaanlage bis hin zu Traumen kommen. Sie sehen schon, es ist ein sehr komplexes Thema. Wind kann man grundsätzlich durch den scharfen Geschmack zerstreuen, wie zum Beispiel durch Cillis, Fenchel, Weintraube oder Kirschen in Heilwein (Hier können Sie sich gerne eine Kostprobe in meiner Praxis holen.)
Es sind jedoch meist Mischformen von Kälte und Wind oder Hitze und Wind, die wir bei unseren KlientInnen sehen. Hier heißt es Achtung! mit dem Scharfen!!
Probieren Sie folgende Nahrungsmittel öfter in Ihren Speiseplan aufzunehmen: Sonnenblumenkerne, Frühlingszwiebel, Fenchel, Stangensellerie, Sellerie, Weintrauben, Rapsöl, grüner Tee (Achtung bei Kälte, dann NICHT!), Buchweizen, bei Hitze und Wind auch Weizen.

Nähere Informationen finden Sie unter:
Die Virtuelle

Autor:
Eva Laspas
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