Beziehungskrise: um die Liebe kämpfen
Wenn es in der Beziehung kriselt und Streit überwiegt, stellt sich die Frage: aufgeben und gehen oder bleiben und kämpfen?
Schlechte Phasen gehören zu einer Partnerschaft dazu, und nicht wegen jeder Diskussion muss gleich eine Trennung in Erwägung gezogen werden. Wer allerdings dauerhaft unglücklich und unzufrieden ist, sollte die Gründe hinterfragen. Denn in einigen Fällen lohnt es sich, um eine verloren geglaubte Beziehung zu kämpfen.

Liebe auf der Kippe

Viele Paare stufen Schwierigkeiten vorschnell als unüberwindbar ein und beenden eine Beziehung, ohne sich zu fragen, warum es eigentlich gerade schlecht läuft. Wenn die Liebe auf der Kippe steht, läuft es in mindestens einem von vier Bereichen schlecht: Problematische Kommunikation, schlechte Organisation, Kränkungen durch den Partner oder Altlasten aus der Kindheit. Probleme in Zusammenhang mit diesen Faktoren treten besonders dann auf, wenn die Verliebtheit abgeklungen ist. Im Alltag ohne rosarote Brille macht sich dann Enttäuschung breit. Diese Krise kann entweder ein Wendepunkt in der Beziehung sein, oder aber zur Trennung führen.

Alles auf Anfang

Als allererstes sollte man in dieser Situation einen Schritt zurückgehen. Wie haben die Probleme begonnen? Gab es einen konkreten Auslöser? Liegt es wirklich am Partner, oder ist man vielleicht mit etwas ganz anderem im Leben unglücklich? In dieser schwierigen Phase der Beziehung stellen sich besonders Frauen oft die Frage: Ist er der Richtige? Die Antwort darauf muss jeder für sich selbst finden, doch auch Ratgeber können bei der Entscheidung helfen. Oft hilft es, an die Anfangsphase zurückzudenken. Was war das Faszinierende am Partner? Und warum ist damals aus der Schwärmerei eigentlich eine Beziehung geworden? Auch wenn sich nach einiger Zeit herausstellt, dass ein Paar sehr unterschiedlich ist, oder es zu einem Seitensprung kam – wenn Basis und Balance in der Partnerschaft stimmen, können Differenzen überwunden werden, und die Beziehung kann daran wachsen.

Reifen in der Krise

Gerade nach einer Kränkung durch den Partner oder einer längeren schlechten Phase scheint es die logische Konsequenz, einen Schlussstrich zu ziehen. Wer sich aber genügend Zeit nimmt, um sich über seine Gefühle klar zu werden, erkennt oft, dass die Krise auch eine Chance ist. Im besten Fall wächst in der Konfliktsituation die Erkenntnis, dass die Gründe, die Beziehung weiterzuführen, überwiegen. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Partnerschaft nur noch aus Angst vor Einsamkeit und aufgrund von Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit besteht. Eine Beziehungspause kann dann sinnvoll sein, doch diese Trennung auf Zeit birgt auch Risiken. Denn der langsame Abschied macht es schwer, endgültig über den Partner hinwegzukommen. Besser ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und aus der vergangenen Krise für eine neue Beziehung zu lernen.


AutorIn: A.D., Fotocredit: Flickr Untitled buru9 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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