Tipps und Tricks zum Thema Kosmetikrohstoffe - damit Sie wissen, was Ihre Haut berührt
Bei dem reichen Angebot an Kosmetikprodukten und der durch äußere Einwirkungen und den Lebenswandel immer sensibler werdenden Haut, wird es immer schwieriger, das für seine Bedürfnisse optimale Produkt zu finden.
Und wer sich die Inhaltsstoffe auf dem soeben erstandenen Produkt durchliest, gibt meist schnell wieder auf, da die meisten sich aus einer Vielzahl von einem Laien nicht bekannten Inhaltsstoffen zusammensetzt. Ja sicher, man könnte natürlich einen Hautarzt aufsuchen und ihn um dessen Meinung bitten – aber soviel Aufwand für eine simple Hautcreme...

Aber was halten Sie davon, eigene Kosmetik herzustellen? Hört sich umständlich an, ist es aber nicht – und bietet einige Vorteile: sie wissen wirklich was drinnen ist und die selbst hergestellten Produkte sind meist auch preiswerter. Und schließlich kann dies zu einem interessanten Hobby werden, wenn man Gefallen daran findet.

Doch welche Rohstoffe gibt es und wie viele sind nötig, um einfache Kosmetik herzustellen? Es gibt eine Vielzahl an Kosmetik-Rohstoffen, doch es ist sicher nicht falsch, sich eine gewisse Basis an Produkten anzuschaffen.

1. Pflanzenöle:

Sie lassen sich in drei Gruppen teilen: trocknende, halbtrocknende und nichttrocknende. Pflanzenöle sind dem eigenen Körperfett sehr ähnlich, da sie die Haut geschmeidig halten und die Hautfeuchtigkeit bewahren. Aus den verschiedenen trocknenden Ölen kann man die Anwendung für die unterschiedlichen Hauttypen ableiten. So sollten Sie mit trockener oder reifer Haut eher zu nichttrocknenden und halbtrocknenden Ölen greifen. Für fettige und Mischhaut eignen sich eher trocknende und halbtrocknende Öle.

-) Aprikosenkernöl: halbtrocknendes Öl; eignet sich Hautöle, Massageöle, Babyöle, Badeöle, Emulsionen bei Mischhaut, empfindlicher und trockener Haut

-) Avocadoöl: nichttrocknend; eignet sich für Haut- und Massageöle sowie für Emulsionen bei trockener, reifer und sensibler Haut, regeneriert und glättet die Haut

-) Distelöl: trocknend; eignet sich für Hautöle und Emulsionen bei fettiger Haut mit Akne und Mischhaut mit öliger Tendenz

2. Emulgatoren:

Emulgatoren binden Wasser mit Öl, da sie einen fettliebenden und wasserliebenden Teil beinhalten. Somit ergibt sich eine relativ stabile Verbindung zwischen den beiden Bestandteilen. Oftmals erhält man aus zwei oder drei verschiedenen Emulgatoren eine noch stabilere Emulsion.

-) Emulsan: verleiht der Haut ein weiches und glattes Gefühl, lässt sich gut verteilen und zieht außerdem gut ein

-) Lanolin: für extrem trockene, schuppige oder reife Haut, am besten für Hautschutzcremes und Salben

-) Lecithin Cm: für alle Hauttypen, rückfettend in Dusch- und Badeemulsionen

3. Wirkstoffe:

Bei problemloser Haut ist es nicht notwendig, weitere Wirkstoffe hinzuzufügen, jedoch können sie bei problematischer Haut zusätzlich helfen.

-) Alaun: desinfizierend, besonders geeignet für Deos, Rasierwasser und Gesichtswasser

-) Aloevera: bei einer Reihe von Produkten anwendbar, da es auf die Zellenerneuerung wirkt, heilende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung

-) Honig: für jeden Hauttyp, wirkt feuchtigkeitsspendend, beruhigend und pflegend

4. Kräuterextrakte

Kräuterextrakte werden zur kosmetischen Wirkung angewandt, einige von ihnen werden aber auch zur Konservierung eingesetzt.

-) Brennessel: bei fettiger und unreiner Haut, Schuppen, wirkt regenerierend

-) Gurke: bei trockener Haut, geschwollenen Augen und Beinen, kühlend und erfrischend

-) Salbei: bei Mundwasser, Zahnpasta, Deos, fettiger und unreiner Haut, antiseptisch, entzündungshemmend

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus einer Fülle von Rohstoffen und ihren Anwendungsmöglichkeiten. Um wirklich gute Produkte herzustellen, bedarf es jedoch einer tiefer gehenden Auseinandersetzung mit der Thematik, wobei es hierzu eine breite Auswahl an Literatur im gut sortierten Buchhandel gibt.

Autorin: Iris Schiffrer
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