
Vitamin A ist wichtig beim Sehvorgang – vor allem für das Dämmerungs- und Nachtsehen – und wirkt unter anderem gegen Nachtblindheit. Es ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des lichtempfindlichen Sehpurpurs der Netzhaut, sondern sorgt außerdem für gesunde Haut und Schleimhäute. Ein leichter Mangel an Vitamin A kann sich in Nachtblindheit, brüchigen Fingernägeln, trockener Haut, Hautausschlägen, Sehstörungen und Infektionsanfälligkeit zeigen.
Vitamin A wird dem Organismus entweder mit der Nahrung zugeführt oder aus dem in grünen Pflanzen und Früchten enthaltenen Beta-Carotin gebildet. Da es zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine gehört, sollte es vorzugsweise zusammen mit Fett aufgenommen werden. Man unterscheidet zwischen Vitamin A1 (Retinol) und Vitamin A2 (in der Fachsprache 3-Dehydroretinol genannt). Vitamin A kommt in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor, etwa in Lebertran, Fisch, Leber, Milch, Butter, Käse oder Eiern. Aber auch Karotten, Eigelb, Feldsalat, Fenchel, Spinat, Kürbis, Papaya, Kohl, Brokkoli, Zuckermelone, Tomaten, Avocado, Marillen, Kopfsalat, Spargel, Erbsen, Fisolen und Pfirsich enthalten viel Vitamin A.
Der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin A ist individuell unterschiedlich und hängt vom Alter und den Lebensumständen ab, allgemein lässt sich sagen, dass der Bedarf bei etwa 0,8 bis 1 mg liegt. Ein erhöhter Bedarf besteht während der Schwangerschaft, der Stillzeit, bei Rauchern und bei regelmäßigem Alkoholkonsum. Vorsicht vor einer Überdosierung! Dann treten Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schwindel, Reizbarkeit, trockene Haut und schmerzhafte Schwellungen der Knochen auf. Eine Überdosierung kann aber nur bei Einnahme von aktivem Vitamin A entstehen.
Tipps für eine gesunde Ernährung:
• Genießen Sie gelegentlich ein Glas frisch gepressten Karottensaft mit ein bis zwei Tropfen hochwertigem Weizenkeimöl.
• Gestalten Sie Salate und Menüs farbenfroh.
• Essen Sie Karotten bissfest und schonend gegart, da diese dann mehr Beta-Carotin liefern als in rohem Zustand und die Nährstoffe vom Körper besser aufgenommen werden können.
Autorin: Mag.a Alexandra Schlömmer