Tipps und Tricks zum Erlernen von Fremdsprachen - Sprachen als Tore zur Welt
Um welche Sprache es sich auch handelt: Jede ist einzigartig in Klang und Wesen, vermag zu faszinieren und uns in eine andere Kultur zu entführen. Sie zu erlernen bedeutet, mit dem Kopf auf Reisen zu gehen und Neues ebenso wie Vertrautes im Fremden zu entdecken. Spielerisch funktioniert das am besten.
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Aller Anfang ist schwer. Das gilt besonders für das Erlernen einer Fremdsprache. Wer etwa Italienisch beherrschen will und weder Lateinkenntnisse noch solche einer anderen romanischen Sprache besitzt, braucht zunächst ein wenig Ausdauer. Ist ein Grundwortschatz aufgebaut und die Grammatik verinnerlicht, heißt es dranbleiben. Häufig scheitern Motivation und Begeisterung für die Sprache an dem hohen Arbeits- und Zeitaufwand, der mit dem Lernen verbunden ist. Will man sich fließend in einer fremden Sprache unterhalten können, darf man vor allem eines nicht: zu früh aufgeben.

Hat man das erste Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber dem Unverständlichen abgelegt und den Überblick über die wichtigsten Grundlagen einer Sprache gewonnen, kann man sich bereits auf seinen ersten Lorbeeren ausruhen, bevor man beginnt, seinen Wortschatz zu erweitern. Wer später noch eine zweite oder sogar dritte romanische Sprache erlernen will, hat damit auch gleich Vorarbeit geleistet und sich einen ergiebigen Weg zur Vielsprachigkeit erschlossen.


Tipps für Anfänger

Die Grammatik: Sie ist das größte Hindernis, das es zunächst zu überwinden gilt. Übersichtlich und anschaulich dargestellt lässt sie sich am besten einprägen. Einzelne Regeln wie zum Beispiel die Bildung von Verben in verschiedenen Zeiten kann man zum Beispiel auf Postern festhalten. Wichtig dabei ist, einfache Modelle zu zeichnen, die man versteht und Pfeile und Farben zu Hilfe zu nehmen, um das Wesentliche hervorzuheben. Eine weitere Lernhilfe und eine Ergänzung zu Lehrbüchern, Softwareprogrammen und verschiedenen Online-Angeboten bieten außerdem Sprachkalender. Sich täglich für die Sprache Zeit zu nehmen, wirkt sich besonders positiv auf den Lernfortschritt aus.

Der Wortschatz: Stures Auswendiglernen von Vokabeln bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Klingt ein Wort ähnlich wie ein Wort aus der Muttersprache, kann man eine Eselsbrücke bilden. Reime sind ebenso nützlich wie Fantasie, um das Gelernte im Gedächtnis zu behalten. Wer visuelle Stützen braucht, kann Alltagsgegenstände mit Notizzetteln beschriften oder schwierige Vokabeln am Badezimmerspiegel anbringen. Allgemein gilt: Vokabeln sollten laut ausgesprochen werden und ein System von Karteikarten anzulegen macht mehr Sinn als lange Vokabellisten anzufertigen. Damit ein Wort in unseren passiven Wortschatz einfließt, müssen wir es, ob gehört oder gelesen, ungefähr sechs Mal angetroffen haben. Teil unseres aktiven Wortschatzes wird es erst nach etwa zwanzig Kontakten. Um ein Wort nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst zu verwenden, bedarf es daher ständiger Wiederholung. Musik kann Abwechslung ins Lernen bringen. Liedtexte prägen sich uns besonders leicht ein. Es lohnt sich also zum Beispiel, die Bedeutung eines Chansons herauszufinden und seinen Text auswendig zu lernen.
Am besten nimmt man sich einen Tag pro Woche Zeit, um sich intensiv und auf verschiedene Arten mit der Fremdsprache zu beschäftigen. Neben lesen und hören, sollte vor allem das Denken in der Fremdsprache geübt werden: Selbstgespräche festigen den Lernerfolg.


Tipps für Fortgeschrittene

Wer bereits über einen beachtlichen Grundwortschatz verfügt, hat die Möglichkeit, über Radio, Fernsehen, Zeitungen oder Bücher tiefer in die Sprache einzutauchen.
Um sich spontan in der Fremdsprache ausdrücken zu können, muss man gelernt haben, in ihr zu denken. Hat man ein Wort nicht im Gedächtnis, kann man es dann mühelos mit anderen Worten umschreiben. Das Erlernen neuer Vokabeln fällt nun leichter, weil man sie in bekannte Zusammenhänge einordnen kann, aber auch die Aufmerksamkeit für Fehler steigt.
Soll man in der fremden Sprache sprechen, hat man deshalb oft Hemmungen. Um den aktiven Wortschatz zu trainieren, bedarf es freien Sprechens, das man am besten mit einem Tandempartner übt. Hat man jemanden gefunden, der die Zielsprache als Muttersprache spricht, kann man sich beim Treffen ganz zwanglos über Dies und Das unterhalten, lernt dabei eine Menge an neuem Vokabular und erfährt viele interessante Details über die Menschen und Kultur des Landes. Keine Angst also vor dem Sprechen!

Die beste aller Arten, um eine Fremdsprache zu lernen, ist schließlich nach wie vor ein Auslandsaufenthalt. Wer völlig von der zu lernenden Sprache umgeben ist, kann ihr nicht entrinnen. An jedem Ort, an dem man sich aufhält, begegnet man ihr und eignet sich damit ohne viel Anstrengung neuen Wortschatz an. Die Sprache wird spielerisch und in ihrer natürlichen Umgebung erlernt. Erlebnisse prägen sich dabei besonders in unser Gedächtnis ein. Mit den Vokabeln, die wir in diesen ungewöhnlichen Situationen brauchen, geschieht dasselbe: Sie bleiben uns im Gedächtnis. Wer sich einen längeren Auslandsaufenthalt nicht vorstellen kann, sollte daher zumindest einen zweiwöchigen Sprachkurs im Ausland in Erwägung ziehen, um seine Sprachkompetenz zu verbessern. Lernen, das Spaß macht, führt schließlich immer zum Erfolg.


Autorin: Angelika Stallhofer

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