Hautkrebs - die dunkle Seite der Sonne
Hautkrebs - die dunkle Seite der Sonne
Nach einem kalten Winter freut sich ein jeder, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Haut erwärmen. Leider ist der Umgang mit der Sonne bei vielen noch immer zu sorglos.
Hautkrebs - die dunkle Seite der Sonne
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In Österreich erkranken jährlich ungefähr 2.000 Menschen an Melanomen, für rund 400 endet die Erkrankung sogar tödlich. Aber auch die anderen Krebsarten verzeichnen eine drastische Zunahme.

Das zeigt, dass Hautkrebs von vielen Menschen immer noch nicht ernst genug genommen wird. Grund für die steigenden Krankheitsfälle ist vor allem der naive Umgang mit der Sonne. Der ultraviolette Anteil der Sonnenstrahlung führt zu Schäden an der Haut und beeinflusst gleichzeitig das Immunsystems des Körpers negativ, wodurch der körpereigene Krebsschutz geschwächt wird.

Wer auf das Bad in der Sonne zugunsten gebräunter Haut nicht verzichten will, sollte sich unbedingt mit einer Sonnencreme schützen. Doch auch diese ist kein Freibrief für das unbedachte Sonnenbaden, denn grundsätzlich schützt die Creme nur vor Sonnenbrand und nicht mit Sicherheit vor Hautkrebs. Absolut zu vermeiden ist auf jeden Fall die Mittagssonne, da die Sonne zu dieser Zeit am gefährlichsten strahlt.
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Was ist Hautkrebs und welche Arten gibt es

Hautkrebs ist der Überbegriff für alle bösartigen Veränderungen der Haut. Im Alltagsgebrauch wird der Begriff meist mit einer bestimmten Form des Krebses, dem Melanom, gleichgesetzt. Es gibt aber neben dieser Krebsform im wesentlichen noch zwei weitere Hautkrebsarten, die häufig auftreten.

Das Melanom

Das Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt, ist ein Tumor der pigmentbildenden Zellen der Haut, den Melanozyten. Diese sind zuständig für die Bildung des Melaninpigments, welches unsere Haut braun werden lässt und so vor Schäden durch Sonnenlicht schützt. Wenn diese Zellen nun aber zu stark geschädigt werden, entsteht das Melanom.

Es ist die bösartigste Form des Hautkrebses, denn es wächst sehr rasch und bildet oft schon in einer frühen Phase Metastasen. Für die Behandlung enorm wichtig ist daher eine frühzeitige Erkennung der Krebserkrankung. In solchen Fällen kann das Melanom operativ entfernt werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine Immun- oder Chemotherapie notwendig werden.

Bis sich ein Melanom entwickelt, können oft mehrere Jahre vergehen. Mit jedem Sonnenbrand steigt jedoch das Hautkrebsrisiko. Am häufigsten entstehen Melanome bei Menschen von 35 bis 50 Jahren, jedoch holen die 20 bis 30-jährigen in letzter Zeit stark auf.

Das Basalzell-Karzinom

Im Gegensatz zum Melanom, bildet das Basalzell-Karzinom so gut wie nie Metastasen. Das bedeutet, dass die Erkrankung in den meisten Fällen durch eine Operation geheilt werden kann. Der „weiße Hautkrebs“, wie das Basalzell-Karzinom auch genannt wird, bildet besonders in sonnenreichen Ländern die häufigste Hautkrebsart. Am stärksten betroffen sind Menschen ab dem 60. Lebensjahr.

In Erscheinung tritt das Basalzell-Karzinom als hautfarbene bis bräunliche Knötchen mit perlmuttartigem Glanz. In schweren Fällen können mehrere Knoten verschmelzen und als Geschwür aufbrechen und bluten. Primärer Auslöser für die Erkrankung ist die verstärkte UV-Belastung der Haut. Deshalb tritt das Basalzell-Karzinom auch vorzugsweise im Gesichts- und Halsbereich auf, da diese Zonen praktisch immer vom Sonnenlicht getroffen werden.

Ein Erkennen der Erkrankung für den Menschen selbst ist oft schwierig, da die betroffene Hautstelle weder juckt noch schmerzt. Ein Hautarzt kann die Erkrankung oft aber schon mit freiem Auge erkennen.

Das Plattenepithel-Karzinom

Das Plattenepithel-Karzinom entsteht ebenfalls vorwiegend aus übermäßiger UV-Belastung der Haut, also auch an Stellen wie Gesicht, Hals, Armen und Händen. Im Gegensatz zum Basalzell-Karzinom kann diese Tumorart aber Metastasen in anderen Organen absetzen, deshalb zählt es zu den bösartigen Tumoren. Neben der Haut kann sich das Karzinom auch in schleimhautnahen Bereichen (z.B. Mund) bilden.
Die Früherkennung ist hier besonders wichtig, da im Frühstadium eine Heilung wesentlich leichter ist. Die Vorstufen zeigen sich als hautfarbene bis rötliche Flecken, welche von weißen Schuppen bedeckt sind. Diese können mit Salben oder durch einen kleinen operativen Eingriff leicht entfernt werden.

Grundsätzlich sind alle Hautkrebsformen heilbar, jedoch nur wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt werden. Wichtig sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt, nur so kann man sich vor einer Erkrankung schützen.

Autorin: Claudia Wrumnig

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