Mystisches Mühlviertel – Kraft schöpfen und genießen
Das Mühlviertel zwischen Oberösterreich und Böhmen ist schon seit jeher ein magischer Ort. Viele Kultplätze mit Schalensteinen aber auch Wallfahrtsorte machen diese Region zu etwas ganz Besonderem, das sich zu entdecken lohnt.
Gerade in der Fastenzeit liegt es nahe, sich auf die wirklich wesentlichen Dinge zu besinnen und die Ruhe und Einkehr zu suchen. Jedoch dreht sich unsere Welt immer schneller, wir sind ständig verfügbar und online, da sind kleine Auszeiten wie ein verlängertes Wochenende oder ein Kurzurlaub im eigenen Land immer willkommen. Lange Anfahrtszeiten entfallen, es gibt keine sprachlichen oder kulturellen Hindernisse und dennoch so viel zu entdecken.

Gerade das Mühlviertel ist so ein Kleinod, das mit seiner uralten Geschichte, seinen vielen mystischen Plätzen und der Ruhe den gestressten Menschen einen Rückzugsort schenkt. Noch liegt es ein wenig im Dornröschenschlaf, aber immer mehr Menschen entdecken diese zauberhafte Landschaft mit ihren Granitformationen, den Hügeln und Ruinen.

Den Johannesweg mit seinen 84 Kilometern kann man in drei oder vier Tagesetappen erwandern. In engem Kontakt mit der Natur kann man wieder zu sich und  innerer Balance finden. Durch körperliche Betätigung in der Natur werden Perspektiven wieder geradegerückt und man erkennt, was wirklich wichtig ist.

Die Gotikstraße zeugt zusätzlich von der spirituellen Bedeutung des Mühlviertels. Insgesamt dreißig Bauwerke locken Pilger und kunstinteressierte Menschen an und erzählen Geschichten von Märtyrern, Heiligen und Erlösten. In vielen Kirchen und Kapellen kann man innehalten und die Ruhe genießen.

An uralten Kraftplätzen kann man fast schon ein wenig den Puls der Unendlichkeit spüren, wenn die Granitfelsen wie versteinerte Riesen wirken, die bei Tageslicht zu Stein erstarrt sind. Und wer weiß schon, ob das Wasser, das sich in Schalensteinen fängt, nicht doch besondere Kräfte hat?

Weniger spirituell aber dennoch mystisch sind die uralten Burgruinen, die sich in Wäldern verstecken oder auf Anhöhen einen Blick in die charakteristische hügelige Umgebung gewähren. Wenn der Nebel die Hügel in eine unwirkliche Stimmung taucht, kann man verstehen, warum seit alten Tagen die Menschen hier viele Kraftplätze und Kultorte verehren.

Wer Ruhe und Erholung sucht, wird daher auch ein besonderes Augenmerk auf die Wahl der Unterkunft legen. Typisch mit viel Holz sollte es sein, am besten ohne einschränkende Vorschriften, aber dennoch mit den Annehmlichkeiten der heutigen Zeit.

Statt in einem großen Haus zu übernachten, bietet die intime und zurückgezogene Atmosphäre eines Chalets genau den richtigen Ort, um die Erholung und Ruhe, die man tagsüber erfahren hat, weiter zu bewahren.

Wenn man dann noch die Wahl hat zwischen einem geselligen Austausch in einem gemütlichen Restaurant oder einem ruhigen Abendessen in privatem Ambiente, dann klingt der Tag vollendet aus.


AutorIn: A.D.
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