Erbsenspargelsprossen - Langer Name für langen Keim
Erbsenspargelsprossen sind weniger bekannt, deswegen aber nicht weniger schmackhaft. Die kleinen Alleskönner in der Küche sind nämlich wirkliche Leckerbissen, die einer Vielzahl an Gerichten erst den richtigen Kick verleihen.
Erbsenspargelsprossen - Langer Name für langen Keim
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Was sind Erbsenspargelsprossen?
Erbsenspargelsprossen sind nicht wie man annehmen könnte eine besondere Art des Spargelsamens, aus dem mit den nötigen Zubehör Keimlinge gezogen werden. Sie sollen vielmehr von einem dänischen Züchter erfunden worden sein, der aus herkömmlichen grünen Erbsen die leckeren und vielseitigen Sprossen zog, die am ehesten mit Hopfensprossen verglichen werden können.

Für Erbsenspargelsprossen können grüne oder gelbe Erbsen verwendet werden. Im Gegensatz zu allen anderen Hülsenfrüchten werden nach der Keimung die Erbsen nicht mitverzehrt, sondern nur die Sprossen selbst verwendet. Die rund zehn bis 15 Zentimeter langen, weißen Keime sind besonders dekorativ und ähneln als Keimling einem Minispargel. Aber nicht nur die Form gibt den Erbsenspargelsprossen ihren Namen, auch der frische, mild-süßliche grünspargelartige Geschmack, der beispielsweise beim kurzen Andünsten in der Pfanne mit ein wenig Butter besonders zur Geltung kommt.

Erbsenspargelsprossen ziehen
Erbsenspargelsprossen werden bei relativer Dunkelheit und bei durchschnittlichen Temperaturen von ca. 24 Grad gezogen. In ungefähr vierzehn Tagen erreichen die kräftigen Triebe ihre Länge und können geerntet werden. Dazu einfach kurz vor der Zubereitung die Keimlinge nahe der Erbse abschneiden und so ganz frisch und knackig mit allen Vitaminen und Mineralstoffen verwenden.

Kleine Alleskönner in der Küche
Die Verwendungsmöglichkeiten von Erbsenspargelsprossen sind vielseitig und setzen jedem noch so individuellen Geschmack keine Grenzen. Sehr beliebt sind Salate, die durch die langen Sprossen nicht nur einen besondere Geschmacksnuance erhalten, sie bringen auch optisch Schwung in die beliebten Sommersalate. Sprossen sind auch in asiatischen Gerichten nicht wegzudenken. Die herkömmlich verwendeten Zuckerschoten- bzw. Mungobohnensprossen können problemlos durch Erbsenspargelsprossen ersetzt werden und peppen Frühlingsrollen wie Wokgerichte geschmacklich auf. Roh als Snack, scharf angebraten zu Kartoffeln, mitgebraten in Eiergerichten, leicht sautiert als Gemüsebeilage, in Sandwiches, als Suppeneinlage oder in Spaghettisaucen – Erbsenspargelsprossen sind kleine Alleskönner und wenn auch nicht zum Verzehr – aufrecht in einem hohen Glas sind die Keime Hingucker auf jedem Mittagstisch.

Gutes für den Körper
Nicht nur geschmacklich und optisch machen Erbsenspargelsprossen was her, auch der Körper profitiert von ihren Inhaltsstoffen. Erbsenspargelsprossen enthalten nämlich alle acht der für den Körper essenziellen Aminosäuren (Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin), die Vitamine B1, B2, B6 und Niacin sowie die Mineralstoffe Zink und Eisen bzw. Schwefel. Und obendrein fallen sie kalorienmäßig kaum ins Gewicht, da die Erbsen selbst ja nicht mitgegessen werden.

Rezept: Salat mit Erbsenspargelsprossen
Blattsalat nach Wahl, Rucola, Schafskäse, Tomaten, Avocado und Champignons werden in mundgerechte Stücke geschnitten. Nüsse grob hacken, mit Rosinen und gekochten, geschälten Garnelen zu den restlichen Zutaten geben. Saft einer Zitrone darüber pressen (Vorsicht: Kerne auffangen), salzen, reduzierten Balsamicoessig dazu geben und mit extra nativem Olivenöl fertig abschmecken. Alles vermengen und zum Schluss die Erbsenspargelsprossen dekorativ auf dem Salat anrichten. Die Zutaten können natürlich nach Belieben ergänzt oder weggelassen werden. Auch gekochte Kartoffeln, Eier, Gurken, Paprika, Zwiebeln, Schinkenwüfel, Ziegen- oder Bergkäse eignen sich hervorragend als Zutaten für Salate.

 

 

Autorin: Mag.a Mirjam Bromundt
 

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