Olivenöl - mediterraner Fitmacher
Olivenöl ist der kulinarische Schatz der mediterranen Küche. Der goldgelbe bis grünliche Saft der Olive verleiht Gerichten ein herrliches Aroma und den typischen Geschmack des sonnigen Südens. Wer kann da noch widerstehen? – Zumal Olivenöl überaus gesund ist.
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Vielfältig wie Wein
Als eine der ältesten Kulturpflanzen sind Olivenbäume im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Haupterzeugerländer für das flüssige Gold sind Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Frankreich. So unterschiedlich die Böden und das Klima der jeweiligen Anbauregionen auch sind, so vielfältig prägen sie das von dort stammende Öl. Man sagt: Beim Olivenöl ist es wie beim Wein. Es gibt große Geschmacks- und Qualitätsunterschiede. Dabei spielt nicht nur die Herkunft der Ölfrüchte eine Rolle, sondern auch der Anbau, der Erntezeitpunkt und vor allem die Art der Pressung.

Am besten „nativ extra“
Grundsätzlich gilt: Je naturbelassener ein Öl ist, desto besser. Nur kaltgepresste, nicht raffinierte Öle enthalten noch das breite Spektrum an wertvollen Inhaltsstoffen und bringen ihren ursprünglichen Charakter mit. Bei einer Raffination werden nicht nur die Geschmacksstoffe des Öls entfernt, sondern auch alle wertvollen Begleitstoffe wie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Es lohnt sich daher auf Qualität zu achten.

Ein genauer Blick auf das Etikett genügt
Nur der Hinweis „Natives Olivenöl extra“ garantiert Spitzenqualität. Das Öl wird ausschließlich kaltgepresst und erfüllt höchste Anforderungen an Geruch und Geschmack.
„Natives“ Olivenöl ist ebenso ohne Wärmezufuhr gepresst, darf aber geschmacklich leichte Fehler haben. Der Gehalt an unerwünschten freien Fettsäuren liegt etwas höher.
„Olivenöl“ ist ein Gemisch aus nativem und raffiniertem Öl. Die Anforderungen an Geschmack und Geruch liegen weitaus niedriger. „Tresteröle“ werden mit Hilfe von Extraktionsmitteln aus den Rückständen der ersten Kaltpressung gewonnen.

Gesunder Genuss
Pflanzenöle gehören zu den wertvollsten Bestandteilen einer vitalstoffreichen Fitnesskost. Im Gegensatz zu tierischen Fetten liefern sie ein günstiges Fettsäuremuster. Ein weiterer Bonus: Sie sind absolut cholesterinfrei. Das Olivenöl ist mit rund 70 Prozent besonders reich an der einfach ungesättigten Ölsäure. Der gesunde Powerstoff hilft den Anteil des „schlechten“ LDL-Cholesterins im Blut zu senken. Für ein fittes Herz und elastische Arterien ist der Saft der Olive daher genau das Richtige. Kein Wunder, dass Ernährungsexperten die mediterrane Küche vorbeugend gegen Arteriosklerose und Herz- Kreislauferkrankungen empfehlen. Zudem stecken gerade in nativen Olivenölen wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie das Squalen. Das Antioxidans wirkt der Oxidation von LDL-Cholesterin durch freie Sauerstoffradikale entgegen, was in der Folge auch der Entstehung von Arteriosklerose vorbeugt oder sie verzögert.

Der Geschmack entscheidet
Ob für Salate, Pastagerichte oder Eintöpfe – Olivenöle eignen sich hervorragend für kalte und warme Gerichte. Dünsten und Kochen mit Olivenöl ist wegen des hohen Gehalts an hitzebeständiger Ölsäure problemlos möglich. Liebhaber und Kenner haben stets mehrere Olivenöle in der Küche parat.
Welche Sorte am besten zu welcher Speise passt, entscheidet letztendlich der persönliche Geschmack. TV-Sternekoch Christian Henze: „Um ein Olivenöl in seinem gesamten Charakter zu erleben geben Sie einfach eine kleine Menge auf einen Teelöffel und saugen diese – ähnlich wie bei der Weinprobe – mit viel Luft in den Mund ein. Durch die feine Verteilung auf der Zunge und am Gaumen lassen sich die vielfältigen Nuancen wunderbar heraus schmecken“.
Im Reformhaus gibt es eine besondere Auswahl an hochwertigen, kaltgepressten Olivenölen der Güteklasse „nativ extra“, die größtenteils auch aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen.

Die unterschiedliche Herkunft der Olivenöle lädt zu einer kulinarischen Reise rund ums Mittelmeer ein: Das italienische Bio Olivenöl aus den Regionen Apulien, Kalabrien und Sizilien zeichnet sich durch sein kräftig fruchtiges Aroma mit einer leichten bitteren Note aus. Es passt ideal zu Nudelgerichten, Antipasti und Salat. Das tunesische Bio Olivenöl stammt von 1000 Jahre alten Olivenbäumen aus der Region Sfax. Mit seinem milden bis mittelfruchtigen Aroma und einer dezent bitteren Note veredelt es leichte Getreidegerichte wie Couscous. Das Bio Olivenöl von der Insel Kreta hat einen leicht fruchtigen Geschmack und den typisch bitteren Akzent. Es verfeinert vegetarische Gerichte, Salate und Beilagen.

Kräuter-Pesto
  
60 g frische, junge Wildkräuter,  z. B. Spitzwegerich, Schafgarbe, Löwenzahn, Sauerampfer, Bärlauch (ersatzweise 60 g Rucola)
20 g Sonnenblumenkerne
20 g Pinienkerne (ersatzweise geschälte Mandeln)
etwa 100 ml Vitaquell Olivenöl (Reformhaus)
1 EL Zitronensaft
1–2 EL geriebener Parmesan
Danga Voll-Meersalz (Reformhaus) 

Die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Sonnenblumen- oder Pinienkerne mahlen. Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Kräuter, Kerne und Öl verrühren. Mit Zitronensaft, Parmesan und Salz abschmecken.
Das Pesto passt ideal zu Nudeln oder Pellkartoffeln. Es eignet sich aber auch hervorragend als Brotaufstrich. Tipp: Wird Bärlauch verwendet, die Knoblauchmenge reduzieren.

Quelle: Reformhaus Information

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