Astrologie - ein geschichtlicher Überblick
Die Astrologie versucht, aus den Positionen von Himmelskörpern charakterliche Persönlichkeitsmerkmale und das Schicksal von Personen zu deuten. Zudem obliegt es ihnen, bestimmte Geschehnisse auf der Erde zu deuten.

Das Horoskop, die Tierkreiszeichen und auch Himmelskörper wie Monde, Planeten sowie Sonnen, Häuser und Fixsterne bilden die Grundlage für die Vorhersagen.

Geschichte der Astrologie

Anfänge der Astrologie

Die Astrologie findet ihren Ursprung in Babylonien; u. a. auch in Ägypten und Assyrien. Zu dieser Zeit gab es noch keinen wesentlichen Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie. Ersteres war für Errechnungsdaten der Planeten notwendig, letzteres um Sterne zu deuten.

Der starke Aberglaube der Babylonier führte unter ihnen zur Überzeugung, dass Sternbilder oder Himmelskörper von Gottes Hand geschaffen sind und Geschehnisse auf Erden beeinflussen können. Sie trugen die Hoffnung in sich, das Schicksal verstehen und negative Deutungen ändern zu können.

Die ersten Vorhersagen wurden durch Deutung der Himmelsrichtungen getroffen. Zu dieser Zeit beschäftigten sich Personen vor allem mit der Vorhersage von Länderschicksalen in Zusammenhang mit Hungernot, Krieg und Krankheit.

Einige Zeit später begannen Ärzte, die Astrologie für die Diagnose sowie Therapie zu verwenden. Ebenso machten sich Philosophen  die Astrologie zu nutze.

Entwicklung der Astrologie in Europa

Die Griechen übernahmen die Ideen der babylonischen Astrologie. Von Griechenland fand sie ihren Weg nach Rom; in dieser Stadt erfreute sich diese Art der Vorhersage größter Beliebtheit und konnte Einfluss auf die Alchemie und Religion nehmen.

Sowohl in der Antike wie auch in der Renaissance und zu Zeiten des Humanismus gab es Befürworter sowie Kritiker der Astrologie. Nach und nach ging der Glaube an die Astrologie verloren, bis in die Romantik hinein konnte sie sich jedoch ihren Einfluss bis hinein in die höheren Gesellschaftsschichten bewahren. Astrologische Anschauungen verloren im Zeitalter der Aufklärung letzten Endes gänzlich an Glaubwürdigkeit. Politiker und kirchliche Vertreter lehnten die Astrologie bereits seit dem Altertum ab, nun sah auch die Wissenschaft Deutungen aus Sternenbildern und Himmelskörpern als irrational an. Gegenwärtig wird die Astrologie aus wissenschaftlicher Sicht lediglich den Para- bzw. Pseudowissenschaften wie auch der Esoterik zugeteilt.

Gegenwärtige Bedeutung der Astrologie

Das heute bekannte Horoskop wurde von Claudius Ptolemäus formuliert. Grundsätzlich lässt sich die Astrologie in drei Arten differenzieren:

- die chinesische Astrologie,
- die indische Astrologie und
- die amerikanische Astrologie.

Die Astrologie wird in heutiger Zeit zur Analyse des Charakters genutzt und ist als allgemeine Lebensberatung anzusehen. Die Bandbreite reicht von Tageshoroskopen bis hin zu Jahreshoroskopen; sehr beliebt sind auch Partner- oder Liebeshoroskope. Wahrscheinlich deshalb, weil sie Hoffnung in den oft trüben Alltag bringen können.

Autorin: Kerstin Kulovits Bakk.a

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