Selbstfindung und Selbstvertrauen - zur eigenen Individualität stehen
Wer authentisch ist und agiert, ist meist nicht nur viel zufriedener, sondern kommt auch bei anderen besser an. Was aber bedeutet Authentizität in Bezug auf die Persönlichkeit – und wie gelangt man dorthin? In >Mehr Mut zum Ich< gibt die Autorin Monika Matschnig Tipps zur Selbstfindung und einem glücklicheren Leben.
Selbstfindung und Selbstvertrauen  - zur eigenen Individualität stehen
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Ich mag mich, wie ich bin!

Monika Matschnig, Diplompsychologin und Körpersprache-Expertin, erklärt in Mehr Mut zum Ich, wie man eine positive Einstellung zu sich selbst erreichen kann:


x Sich selbst kennen lernen: Wem bewusst ist, was einen antreibt und bewegt, kann auch nachsichtiger mit sich selbst sein – die Voraussetzung für einen gelassenen Umgang mit sich selbst.

x Dieses Wissen birgt auch Möglichkeiten zu Veränderung und, als wünschenswertes Ziel, Selbstakzeptanz.

xSelbstbewusstsein macht glücklich! Und das bleibt auch von der Umgebung nicht unbemerkt. Ihre Wirkung nach außen: charismatisch und authentisch!
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Authentisch ist heutzutage viel: die original indische Küche im neu eröffneten Restaurant, die Kulisse des letzten Antikriegsfilms, die Hintergrundmusik im Ökoladen, das Gefühl beim Fahren des neuesten Automodells – die Aufzählung könnte endlos so weitergehen. Mit Authentizität wird gerne geworben, schließlich verbinden wir damit Glaubwürdigkeit, Echtheit und Stimmigkeit. Außerdem sind dies alles Eigenschaften, die wir auch gerne an uns selbst sehen würden. Und das nicht zu Unrecht, denn authentische Menschen sind glücklicher!

Im Einklang mit sich selbst

Wir empfinden das Gefühl der Authentizität gegenüber anderen Personen, wenn die rationalen, emotionalen, verbalen und nonverbalen Signale und Informationen, die diese aussenden, übereinstimmen. Vielleicht mag es auf den ersten Blick oft einfacher erscheinen, in Rollenschemata zu reagieren, etwa wenn man unangenehmen Fragen ausgesetzt ist. Doch wer dies zur Gewohnheit macht, wird öfter in Schubladen gesteckt und gerät in Gefahr, sein eigenes Ich aus den Augen zu verlieren. Wer dagegen zu sich selbst steht, kann sich selbst verwirklichen und wirkt auch echt, da er anderen Menschen das Gefühl vermittelt, ihm vertrauen zu können. Um einen gewissen Grad an Authentizität zu erreichen, muss eine Grundvoraussetzung allerdings erfüllt sein: Man muss sich selbst akzeptieren können. Wie das geht, erklärt Autorin Monika Matschnig in Mehr Mut zum Ich.

Den Blick nach Innen richten

Der erste Schritt zur Selbstakzeptanz ist die Suche nach dem eigenen Ich. Wer weiß, wer und wie er ist und was ihn als Person ausmacht, kann sich und seine Reaktionen nicht nur besser verstehen, sondern auch gut zu sich selbst sein. Als Stichwort nennt die Autorin Selbstkongruenz: sich seiner Eigenschaften bewusst sein und sie frei ausleben. Das Wissen über sich selbst gibt aber ebenso konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Veränderung und letztendlich die Möglichkeit, sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Was in Mehr Mut zum Ich aber auch nicht vergessen wird, ist die Tatsache, dass der Mensch wandelbar ist und sich verändern kann. Bis zur Ausformung der Persönlichkeit dauert es in etwa 15 Jahre, währenddessen sich das Gehirn in ständigem Austausch mit der Umwelt entwickelt. Doch auch danach ist die Persönlichkeit durchaus formbar – und das ist gut so, denn dynamische Charaktere arbeiten an sich selbst und können sich dadurch besser neuen Herausforderungen stellen.

Die Kraft der Gedanken

Ein wichtiger Hinweis, der dem Leser im Ratgeber vorgestellt wird, baut darauf auf, dass die geistige, emotionale Verfassung und der Körper einander bedingen. Diese Tatsache lässt sich leicht zu seinen Gunsten verwenden, etwa in der Autosuggestion: Wer seine Psyche darauf programmiert, glücklich zu sein, wird bald die positiven Auswirkungen spüren. Dies wurde sogar in Studien nachgewiesen, wo überprüft wurde, dass absichtliches Lächeln neurologische und hormonelle Reaktionen erzeugt und das Glücksgefühl steigert. Es gilt daher: Du bist, was du denkst!

Verantwortung übernehmen

Wie man diese Erkenntnis nun für sich selbst nutzen kann, erklärt Mehr Mut zum Ich ebenfalls. Ein vierstufiger Test hilft, sich seiner Glaubenssätze und Gedanken bewusst zu werden und im nächsten Schritt die Fragen, die man sich laufend stellt, zu ändern. Danach fordert die Autorin dazu auf, sich klare Ziele zu setzen. Was im folgenden Schritt vorgeschlagen wird: so tun als ob! Denn dadurch prägen sich die Gedanken ein, automatisieren sich und gehen unbemerkt ins Verhalten über. Im Endeffekt zielen diese Anregungen vor allem auf eines ab: aus der Opferrolle zu treten und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Denn Erfolg bedeutet vor allem, seine eigenen Ziele zu erreichen. Glück und Zufriedenheit sind kein Zufall!

Fazit: Der GU-Ratgeber Mehr Mut zum Ich von Monika Matschnig fasst viele Erkenntnisse, die vereinzelt auch in Richtungen wie etwa dem Inner Bonding zu finden sind, gut zusammen. Zu jedem Kapitel gibt es zahlreiche Tipps und Tests zur Selbstfindung, die sich sehr gut praktisch anwenden lassen. Die Illustrationen, etwa zur Körpersprache, vermitteln anschauliche Beispiele. Die aufbauende Einteilung ist sehr hilfreich und macht das Buch daher für alle, die erst beginnen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, zu einer guten Einführung.

Lesetipp: Monika Matschnig: Mehr Mut zum Ich – Sei du selbst und lebe glücklicher. GU-Verlag, 2009.

Autorin: Mag.a Anne Wiedlack

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