Hooponopono - heilende Vergebung
Ho’oponopono ist eine Methode aus Hawaii, um Vergebung zu Üben, zu Heilen, und Auszugleichen. Es kann in allen Bereichen des Lebens angewandt werden - Probleme werden gelöst, in dem man die innere Resonanz dazu heilt.
Hooponopono - heilende Vergebung
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Tradition

Ho’oponopono ist eine Tradition der „geistigen Reinigung“ aus Hawaii, die in ähnlicher Form im gesamten Südpazifischen Raum vorkam. Gibt es Streit oder ist jemand krank, kommen die Familienmitglieder zusammen und halten gemeinsam Rituale und Gebete ab. Das Problem soll gelöst werden, miteinander. Die ältesten Familienmitglieder leiten meist die Treffen. Der Ausgangspunkt ist, dass eine Krankheit oder Unstimmigkeit durch Schuldgefühle, Tabubrüche, Anschuldigungen oder fehlende Vergebung entsteht. Bei den Ho’oponopono-Treffen kann das alles aufgelöst werden, um sich zum Guten zu wenden. Die Probleme werden angesprochen, es wird gemeinsam gesungen und/oder gebetet und es wird gegenseitig um Verzeihung gebeten. Das Wort Ho’oponopono bedeutet „etwas zurechtrücken, richtigstellen“ und wird auch als „Weg zur Vollkommenheit“ bezeichnet. Hawaiianische Gerichte des späten 20. Jahrhunderts begannen bei manchen Delikten, sowohl Jugendliche als auch Erwachsene zur Abhaltung eines Ho’oponopono zu verurteilen.


Weiterentwicklung

Aus den traditionellen Ho’oponopono Methoden wurden Formen der Anwendung für die heutige Zeit entwickelt, die man auch alleine durchführen kann. Dabei wird Wert auf die Erkenntnis gelegt, dass alles mit allem verbunden ist, dass man selbst eine 100%ige Verantwortung trägt und sich selbst verzeihen und lieben soll. Die hawaiianische Kahuna-Heilerin Morrnah Simeona (1913-1992) beschreibt Probleme als Auswirkungen von negativem Karma. Jeder ist selbst Schöpfer seiner Lebensumstände, jedes Fehlverhalten dieses und vergangener Leben im Gedächtnis gespeichert. Ziel von Simeonas Methode ist es, sich und andere durch Gebete aus karmischen Verbindungen zu befreien und schmerzhafte Erinnerungen in „Reines Licht“ umzuwandeln. Simeona hat die drei Bestandteile des Selbst in den Ho’oponopono Prozess integriert: Unihipili = Kind, Unterbewußtes, Uhane = Mutter, Bewußtes, Aumakua = Vater, Überbewußtes. Sind diese drei (durch Ho’oponopono) im Einklang, bewegt sich der Mensch wieder im Rhythmus des Göttlichen.


Lieben und Verzeihen

Der ehemalige Mitarbeiter von Morrnah Simeona, Dr. Ihaelakala Hew Len, entwickelte die „Liebes- und Verzeihensarbeit“ die vier Schritte umfaßt, die man oft mehrmals wiederholt:

1. Die Situation in sich bestätigen. Bsp.: Womit habe ich diese Situation, diese Krankheit in mein Leben gezogen? (Diese Frage stellt man sich auch, wenn es um die Probleme oder Krankheit anderer geht. Man fragt immer sich selbst!) Hat man Antwort/en gefunden, bekommen diese Gefühle und Erkenntnisse Anerkennung mit den Worten: „Es tut mir leid.
2. Die Erkenntnisse in sich zu lieben: „Ich liebe mich.
3. Man bedankt sich für die bevorstehende Umwandlung in sich: „Ich danke dafür.
4. Sich verzeihen: „Ich verzeihe mir.
Mit dem 5. und 6. Schritt übergibt man die Angelegenheit an das Göttliche:
5. Man übergibt die Situation in sich an das Göttliche zur Vollendung: „Ich übergebe es Gott.
6. Man läßt dem Gottes Willen freien Lauf und ist bereit, den Wandel zu bezeugen: „Ich bin bereit, ein Wunder zu bezeugen.

Dr. Len dazu in einem Interview mit Cat Saunders: „Probleme muss man loslassen! Wenn man Hooponopono praktiziert, nimmt das Göttliche den leidvollen Gedanken und neutralisiert oder reinigt ihn. Man reinigt also nicht die Person, den Ort oder Gegenstand, sondern die Energie, die man mit dem betreffenden Menschen, Ort oder Gegenstand assoziiert. Um Hooponopono praktizieren zu können, muss man gar nicht unbedingt wissen, wo das Problem oder der Fehler liegt. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass man auf irgendeiner Ebene – physisch, mental, emotional oder wo auch immer– ein Problem hat.“


Cosmic Ordering

Als die Autorin des Bestsellers „Bestellungen ans Universum“ Bärbel Mohr durch ein weitergeleitetes Mail von der erfolgreichen Ho’oponopono-Anwendung von Dr. Len in einer Psychiatrischen Klinik erfuhr, versuchte sie gemeinsam mit Manfred Mohr, die Methode von Dr. Len anzuwenden. Sie fanden verschiedene Techniken für „modernes Ho’oponopono“ und brachten ihr Buch „Cosmic Ordering“ darüber heraus. Bei der „doppelten Verständnistechnik“ fragt man sich zunächst, warum man eine Situation in sein Leben geholt hat und achtet drauf, welche Gefühle dabei hochkommen. Ähnlich wie bei Dr. Len werden dann die Worte: „Es tut mir leid. Ich liebe mich.“ zu sich selbst gesagt, um die Situation auf zu lösen und in Verständnis und Mitgefühl um zu wandeln. Bei der „Herzenstechnik“ sagt man zu sich: „Was immer das Problem hervorgerufen hat, es muß mit mir zu tun haben. Den Teil in mir, der das Problem verursacht, den liebe ich, den nehme ich ganz an. Diesem Teil vergebe ich, diesem Teil danke ich. Dem Teil gebe ich all meine Liebe.“ Bei der „Liebestechnik“ geht es darum, sich zu fragen, ob das ungute Verhalten eines anderen nicht vielleicht ein versteckter Schrei nach Liebe sein könnte.

Mehr Infos zu Ho’oponopono findet man z.B. auf:
http://de.spiritualwiki.org/Wiki/Hooponopono

und auf der „Hunaseite“.
 

„Wann immer Du in Deinem Leben etwas verbessern möchtest, gibt es nur einen einzigen Ort wo das geschehen kann: In Dir.“ (Joe Vitale)

 


Autorin: Martina Haidvogl

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