Riechen, Räuchern, Rituale - die Geheimnisse des Räucherns
Neben der Aromatherapie, die in den letzten Jahren zunehmend an Interesse und Popularität gewonnen hat, bleiben die Geheimnisse des Räucherns immer noch ein paar wenigen verborgen, die sich vor allem mit der Ritualwirkung vertraut gemacht haben.
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Erfahrungsgemäss ist es vor allem die Scheu vor dem Unbekannten und die Unsicherheit, wie genau das Räuchern vor sich gehen soll, die dafür verantwortlich sind, dass viele Menschen sich mit dieser wunderbaren Art der Entspannungsfindung noch nicht befassen.
Fragen wie,  was man dafür benötigt und welches Räucherwerk wofür verwendet werden soll, tauchen immer wieder auf und tatsächlich sind diese nicht in ein paar Worten zu beantworten.
Hier finden Sie nun eine kleine Einführung ins Räuchern, die Ihr Interesse vielleicht zu wecken vermag ...

Was benötigt man zum Räuchern?
Als Räuchergefäss eignet sich jede feuerfeste Schale, sie müssen zum Ausprobieren jetzt nicht gleich eine teure Ausstattung kaufen, eine Teller oder eine Schale aus Ton sind allemal ausreichend.
Wenn Sie sich eine Räucherschale kaufen wollen, ziehen Sie keramische oder irdene Gefässe jenen aus Metall vor, da sich diese stark erhitzen, und oftmals auch nicht ausreichend groß sind.
Spezielle Räucherkohle ist eine Kohlentablette, die auf einer Seite eine Einbuchtung aufweist, in der Sie das Räucherwerk gut platzieren können. Wichtig ist es, die Kohle anzuzünden und abglühen zu lassen, bevor man das Räucherwerk auf ihr ablegt.
Eine Portion Sand in ihrem Räuchergefäss gewährleistet, dass die Räucherkohle nicht ausgeht, sondern gleichmässig abbrennt, und hält Ihre Schale gleichzeitig sauber.

Zubehör wie Zangen (zum Halten der Kohle, dazu tut es aber anfangs auch Ihre Pinzette), Federn (zum Verwehen des Rauches), Mörser (zum Zerkleinern von Räucherwerk) und Weihrauchlöffel gehören nicht zur Erstausstattung. Haben Sie erst Freude am Räuchern gefunden, können Sie sich immer noch zulegen, was Ihnen gefällt. Dann verfeinern Sie womöglich schon bald Ihr Räucherritual mit Zimbeln, Klangschalen und Gong ...

Beim Räucherwerk unterscheidet man prinzipiell zwei Kategorien von Räucherstoffen: reine Harze, Balsame, Kräuter, Hölzer, Wurzeln und Blüten und fertige Mischungen daraus.

Die wichtigsten Räucherstoffe finden Sie nun im Folgenden kurz beschrieben:
Weihrauch: das meistverwendetste Räucherharz (auch Olibanum) mit etwa 3000jähriger Kultur, klärt die Sinne, lenkt den Blick aufs Wesentliche, schafft eine Atmosphäre von Klarheit, Reinheit und Ruhe und wirkt gleichzeitig entspannend und anregend.
Benzoe: verströmt eine balsamisch-süßliche Duftnote mit einem angenehm-zarten Aroma (verursacht durch beinhaltetes Vanillin!) und wirkt harmonisierend, ausgleichend, entspannend. Der wärmende, einhüllende Duft ist prima geeignet bei seelischen Downs und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit
Guajak: warmes würziges Aroma mit anregender, erotisierender Wirkung
Ingwer: ohnehin in jeder Form als Aphrodisiakum bekannt, hält er dieses Versprechen natürlich auch beim Räuchern - repräsentiert das Element Feuer, entfacht auch das Feuer der Liebe und weckt mit seinem scharfen würzigen Duft die Liebesgeister ;-)
Myrte: auch klassisches Räucherwerk, steht für Liebe, Frieden, Reinheit und geistige Klarheit, dient zur spirituellen Reinigung von Räumen und fördert die Aufmerksamkeit und Konzentration.
Salbei: gibt verlorene Energie zurück, stärkt Geist und Körper und wirkt stark reinigend
Styrax: duftet angenehm süß-exotisch (enthält ebenfalls Vanillin), fördert das Verlangen nach Zärtlichkeit und versetzt in romantisch-liebliche Stimmung, es vertreibt negative Stimmungen und löst emotionale Spannungen - ideal zur Räucherung vor dem romantischen Abend
Wacholder: gilt insgesamt als starkes Schutzkraut, wobei die Beeren die intensivste Wirkung haben, wird für Schutz- und Reinigungsräucherungen verwendet

Sind Sie nun ein wenig neugierig geworden? Dann gehen Sie doch unserem Buchtipp nach:

Räucherstoffe - Atem des Drachen
eine umfassende und übersichtliche Einführung in die Geheimnisse des Räucherns, mit 72 umfassenden Pflanzenportraits, von Christian Rätsch

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