Willkommen im Büro der Sinne - ganzheitlich besser arbeiten
In den westlichen Industrienationen stellt Büroarbeit heute die vorherrschende Form der Erwerbsarbeit dar. Viele Millionen Menschen verbringen ihren Arbeitsalltag im Büro, Tendenz steigend. Grund genug den Büroalltag effizient und angenehm zu gestalten.
Mit dem Ziel einer hohen Effizienz der Büroarbeit gewinnen mehr und mehr Programme zur Motivation und Identifikation an Bedeutung. Als wesentliche Erfolgsfaktoren gelten zum Beispiel: Eigenverantwortung der Mitarbeiter, Förderung von Qualifikation, Flexibilität, Kreativität und Innovationsfähigkeit sowie Gesundheit. In diese Richtung zielt auch die Initiative „Büro der Sinne“, ein Zusammenschluss von 14 Firmen unter der Leitung des Mood-Marketing-Experten Jens Barwinske: „Unser Ziel ist, Büroarbeitsplätze mit einem ganzheitlichen, alle Sinne stimulierenden Ansatz benutzerfreundlich zu gestalten.“ Ein Prototyp eines solchen „Büros der Sinne“ wurde im April 2007 im finnischen Pavillon auf dem Expo-Gelände in Hannover eröffnet. Neben Experten für Büromöbel, Klima, Licht, Akustik, Duft und Kunst sind auch Innenraumbegrüner beteiligt.

Grün wirkt

Die Idee: Nicht nur Kunden werden emotional angesprochen, sondern auch die Mitarbeiter profitieren von der Wohlfühl-Atmosphäre, sie arbeiten gerne, sind kreativ und erzielen so bessere Ergebnisse. Eine ansprechende Begrünung ist dabei ein wichtiger Faktor. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen positiv auf Grün in ihrer Umgebung reagieren. Pflanzen am Arbeitsplatz fördern die psychische Ausgeglichenheit und das Wohlbefinden und sorgen für eine gesunde Arbeitsatmosphäre. Im Hannoverschen „Büro der Sinne“ begleiten den Besucher beim Rundgang von Anfang an Pflanzen, die nicht nur das Auge, sondern auch das Raumklima erfrischen. Lutz Peter Kremkau, Geschäftsführer der Raumbegrüner GmbH und Partner der Kooperation „Büro der Sinne“, hat aus verbundenen Pflanzgefäßen ein System beweglicher grüner Wände in verschiedenen Größen entwickelt, die im „Büro der Sinne“ gleichzeitig Raumteiler, Luftbefeuchter und Schallschlucker sind. Beate Kremkau: „Arbeiten unter Palmen oder lebendige Raumteiler haben nicht nur das gewisse Etwas – es bietet auch ganz konkrete, praktische Vorteile. Sie lassen sich individuell und wirkungsvoll in das Corporate Design der Unternehmen integrieren. Ein grünes Büro wirkt positiv auf Mitarbeiter und Kunden, denn die Gestaltung des Gebäudes und der Räume sagt auch etwas über die Unternehmenskultur“.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Pflanze ist nicht gleich Pflanze: Pflanzen wie Zimmerlinde, Nestfarn oder Zyperngras eignen sich besonders gut als Luftbefeuchter. Vor allem Philodendron, Efeu, Efeutute oder Drachenbaum filtern Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol, Trichloretylen und Nikotin aus der Luft. Beate Kremkau sucht bei der Innenraumbegrünung je nach Funktion der Räume unterschiedliche Pflanzen aus. Für den Eingangsbereich empfiehlt sie zum Beispiel Eyecatcher wie exotische Palmen oder Reihungen in extravaganten Gefäßen, die verblüffen und die Modernität eines Unternehmens unterstreichen. Für den Wartebereich wiederum eignen sich beispielsweise „freundliche“ Pflanzen wie Großblättrige Schefflera, Clusia, Monstera oder Geigenfeige – Pflanzen, die Kontinuität und Zuverlässigkeit vermitteln. Denn erst in einem harmonischen Ambiente kann sich der richtige Wohlfühleffekt einstellen. Joachim Sparenberg vom Büromöbelhersteller Sedus – wie Die Raumbegrüner GmbH ein Partner des Projekts „Büro der Sinne“ – ist überzeugt, dass die neue ganzheitlich ausgerichtete Kultur des Büros der Weg der Zukunft ist: „Der emotionale Mehrwert, der entsteht, wenn der Büroalltag sinnlicher und kreativer wird, setzt bisher ungenutzte Energien frei. Dadurch entstehen neue Denk- und Lebensräume, die Innovationen und Leistung fördern und langfristig den Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb sichern“.

Quelle: Grünes Presseportal
Photo: PfP
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