Die Haut - häufige Erkrankungsformen
Stress, unterschiedlichste Kosmetika, Umwelteinwirkungen – unsere Haut muss sich jeden Tag vor übermäßiger Belastung schützen. Ist die Grenze überschritten oder eine erbliche Vorbelastung gegeben, treten Erkrankungen der Haut zum Vorschein.

Die menschliche Haut ist tagtäglich den unterschiedlichsten Bedingungen ausgesetzt, die von außen auf sie einwirken. Als größtes Organ unseres Körpers steht sie in direkter Verbindung zur Umwelt und erfüllt wichtige Aufgaben. Wird die Haut jedoch überfordert, kann sie wie andere Körperteile erkranken. Dabei können neben externen Faktoren auch körperliche Belastungen, wie zum Beispiel psychischer Stress oder erbliche Vorbelastungen, Auslöser für Hautkrankheiten sein. Diese treten in vielfältigen Formen auf, die je nach Schwere der Erkrankung von optisch störend bis hin zu schmerzhaft und psychisch belastend reichen. Die bedrohlichste aller Hautkrankheiten ist der Hautkrebs, der im schlimmsten Falle zum Tod führen kann.

Häufige Hautkrankheiten

Eine bekannte Art der Hauterkrankung ist die Akne, die vor allem Teenager belastet, aber ebenso bis ins Erwachsenenalter bestehen kann. Durch eine Überfunktion der Talgdrüsen werden deren Ausgänge verstopft und der überschüssige Talg kann nicht abfließen. Dieser wird innerhalb der Drüse von Bakterien zersetzt, die eine Entzündung auslösen, welche in Folge auch Eiter produziert. Die Gründe für die Überproduktion des Talgs sind meist hormonell bedingt. Grundsätzlich ist Akne keine bedrohliche oder schmerzhafte Hauterkrankung, sie kann jedoch ernsthafte psychische Belastungen mit sich bringen, nicht zuletzt da sich die entzündeten Pickel im präsenten Gesichtsfeld zeigen. Bei schweren Fällen von Akne besteht zudem die Gefahr, dass dem Patienten ein Leben lang Narben bleiben, deshalb ist hier eine Behandlung durch den Dermatologen oder eine Kosmetikerin ratsam.

Entzündliche Hautveränderungen, die mit Schmerzen und Juckreiz verbunden sein können, werden unter dem Oberbegriff Ekzeme gesammelt. Diese können durch äußere Faktoren, wie Putzmittel oder Kosmetika, hervorgerufen oder durch organische Ursachen ausgelöst werden. Allergien entstehen durch den oftmaligen Kontakt mit reizenden Substanzen, die in einem Allergietest entlarvt werden. Wird in Folge der schädigende Wirkstoff nicht vermieden, kann das Ekzem chronisch werden und sich auf den ganzen Körper ausbreiten. Gerade unsere Hände sind dabei vorbelastet, da sie im Alltag mit den unterschiedlichsten Substanzen in Berührung kommen.

Eine besondere Art der Hautentzündung zeigt sich bei Patienten, die an Neurodermitis leiden. Durch genetische Veranlagung reagiert die Haut der Betroffenen viel stärker auf äußere und innere Reize, als dies bei gesunden Menschen der Fall ist. Die unangenehme Folge ist sehr trockene Haut, die einen starken Juckreiz auslöst und Ekzeme bildet. Für die Krankheit gibt es keine Heilmethode, sondern nur Wege der Linderung.

Bei erhöhter Zellneubildung und einer damit einhergehenden Verhornung der Oberhaut spricht man von der so genannten Schuppenflechte. Während Patienten mit kleinen kreisförmigen Rötungen noch gut mit dem leichten Grad der Erkrankung leben können, wird für stärker Betroffene der Alltag zum psychischen Belastungspiel. Die großflächig betroffenen Hautstellen stellen nicht nur ein kosmetisches Stigmata dar, sondern verursachen Schmerzen durch Trockenheit und Spannung der Haut. Kratzen oder reibende Kleidung wirken sich negativ aus und der üblicherweise chronische Verlauf der Erkrankung in oft monatelangen Schüben stellt eine zusätzliche Belastung dar. Auch die Schuppenflechte ist nicht heilbar, kann jedoch mit Therapien gelindert werden. Entgegen dem Glauben vieler Menschen ist die Hautkrankheit nicht ansteckend.

Im Falle des Nesselausschlags kommt es wie bei vielen anderen Erkrankungen nicht zu einer Austrocknung der Haut, sondern im Gegenteil zur Ansammlung von Flüssigkeit. Ausgelöst durch die Freisetzung von Histamin zeigt sich eine Erweiterung der Blutgefäße der Haut, die daraufhin Flüssigkeit abgeben und einen Ausschlag auslösen. Auf der Haut entstehen so genannte Nesseln oder Quaddeln, die stark jucken. Im Normalfall heilt die Erkrankung nach Kontakt mit dem Allergen rasch wieder ab, wenn der Nesselausschlag jedoch über vier bis sechs Wochen anhält, kann er zur chronischen Erkrankung werden.

Behandlung

Sollten sie eine besorgniserregende Veränderung an ihrer Haut feststellen, suchen sie den Dermatologen auf. Bei leichten Erkrankungen helfen entzündungshemmende Salben, Cremen und Lotionen oder eine kurzzeitige Behandlung mit Kortison. In schwereren Fällen kommen Medikamente, wie Antibiotika, zum Einsatz. Die schwerwiegendste Form der Hauterkrankung - der Hautkrebs - wird mit Bestrahlung und Chemotherapie behandelt, kann aber häufig im Anfangsstadium auch durch eine operative Entfernung der krankhaften Stelle bekämpft werden. Die oben genannten häufigen Hauterkrankungen werden mit Therapien behandelt, die der Facharzt auf die jeweilige Krankheit und ihr Erscheinungsbild abstimmt.

 


Autorin: Claudia Wrumnig

 

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