Lifting Light - sanfte Schönheit von außen
Der Wunsch nach jugendlichem Aussehen und einer glatten, straffen Haut steht bei vielen Menschen an erster Stelle. Doch Stress, falsche Ernährung, Umweltbelastungen und der natürliche Alterungsprozess der Haut lassen uns schnell alt aussehen, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Doch Hilfe naht, denn es gibt es eine Methode zur sofort sichtbaren Revitalisierung und Faltenglättung mittels Laser.
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Univ. Doz. Dr. Helmut Hoflehner, Stellvertretender Leiter der Schwarzl-Tagesklinik und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, über Vor- und Nachteile der Lasertherapie.

Wenn es um kleine Schönheitsfehler geht, gilt Lasertherapie als Wunderwaffe. Wann empfiehlt sie sich, und wann überwiegen die Risiken?
Der Laser kann an der Haut für vaskuläre Veränderungen, für Pigmentierungen, für bestimmte Hauttumoren oder verstärktes Haarwachstum angewendet werden. Zu den vaskulären Veränderungen zählen die Couperose, diese führt zu einer Rötung der Haut, vorwiegend an den Wangen und im Bereich der Nase, manchmal sind auch ganz kleine oberflächliche Gefäßnetze sichtbar. Auch Spidernaevi oder Blutschwämme zählen zu den vaskulären Veränderungen.
Pigmentierungen können einerseits in der Haut von selbst entstehen, wie z.B. Muttermale oder sogenannte Altersflecken, sie können aber auch gewollt in die Haut eingebracht worden sein, wie z.B. ein Permanent Make-up oder eine Tätowierung. Außerdem können noch eine Vielzahl von gutartigen Hauttumoren wie Warzen oder Muttermale sowie Haare mit dem Laser entfernt werden. Ungeeignet für Laserbehandlungen sind stark pigmentierte Hautveränderungen hinter denen sich eventuell eine Vorstufe zum Melanom oder ein Melanom selbst verbergen kann. Diese als sehr gefährlich eingestuften Hauterkrankungen müssen immer chirurgisch entfernt werden.

Wie funktioniert eine Laserbehandlung?
Der Laser funktioniert mit hochenergetischem gebündeltem Licht einer bestimmten Wellenlänge. Ein Neodym Yag Laser sendet z.B. eine Frequenz von 1064 Nanometer, ein Alexandrit Laser 755 Nanometer, ein Erbium Laser 2940 Nanometer Licht aus. Je nach Wellenlänge hat der Laser bestimmte Zielstrukturen, wie z.B. den roten Blutfarbstoff in den Blutgefäßen um Blutgefäße zu vernichten oder das Pigment der Haut, um Pigmentierungen aufzulösen. Der Vorteil dieser definierten Wellenlänge ist, dass der Laserstrahl durch die Haut hindurch dringen kann ohne andere Strukturen wie z.B. Haut und Bindegewebe zu zerstören. Der Nachteil dieser Situation ist, dass jede Laserwellenlänge auch nur für eine bestimmte Indikation wirksam ist.

Wer darf eine Behandlung durchführen? Wie sicher sind die Kosmetikstudios?
Hochenergetische Laser welche für die Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt werden entsprechen alle der Klasse 4, dies ist die höchste Gefahrenklasse für Laser. Laser dieser Klasse dürfen nur von Ärzten bedient werden. Meines Wissens werden solche hochenergetischen Laser in Kosmetikstudios nicht verwendet, dort kommen eher niederenergetische Stablaser für Narbenbehandlungen, etc. zur Anwendung.

Wie lange dauert eine Behandlung, ab wann hat man sichtbare Ergebnisse?
Manche Behandlungen, wie die Entfernung von oberflächlichen Pigmentierungen dauern etwa nur 5 Minuten, wenn mehrere Veränderungen oder mehrere Regionen behandelt werden sollen, kann es auch 10 bis 15 Minuten dauern, am längsten Zeit im Anspruch nimmt eine Enthaarung mit dem Laser, diese kann bis zu 30 Minuten dauern. Ab wann Ergebnisse sichtbar sind, hängt von der Art der behandelnden Veränderung ab. Gefäßbedingte Läsionen wie Spidernaevi oder Couperose sind in der Regel schon nach einer Woche sichtbar, bei pigmentierten Veränderungen dauert es in der Regel 4 bis 5 Wochen bis sich ein sichtbares Ergebnis zeigt.

Was sollte nach einer Laserbehandlung beachtet werden?
Direkt im Anschluss nach einer Laserbehandlung ist eine Kühlung der behandelten Haut notwendig, die Haut benötigt weiters über einige Tage bis Wochen eine Behandlung mit Feuchtigkeitscremen. Ganz wichtig ist der Sonnenschutz nach einer Laserbehandlung, hier sollten Cremen mit dem höchsten Lichtschutzfaktor angewendet werden, sowie direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Wie hoch sind die Kosten? In welchen Fällen übernimmt z.B. auch die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten einer Laserbehandlung hängen vom Ausmaß des behandelnden Areales und von der Dauer der Laserbehandlung ab. Sie beginnen etwa bei € 80,- und reichen bis etwa € 300,- (30 Minuten Behandlung). Die Laserbehandlungen fallen in der Regel unter kosmetische Behandlungen und werden nicht von der Krankenkasse übernommen, Ausnahmen bilden hier z.B. Feuermale im Gesicht.


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Was ist ein Laser?

Einen Laser kann man sich als eine Art Lichtmaschine vorstellen. Sie sendet - nur für einen ganzen kurzen Moment - einen Lichtstrahl aus. Dieser Lichtstrahl hat im Gegensatz zum sichtbaren Licht nur eine ganz bestimmte Farbe, die von seiner Wellenlänge bestimmt wird. Sein gebündeltes, absolut reines Licht kann nun im Gewebe bestimmte Veränderungen bewirken.

Die Lasertechnologie hat der Medizin eine neue Dimension eröffnet. Wo früher oft nur eingreifende Operationen oder starke Medikamente nötig waren, kann der Laser ohne Narben und Nebenwirkungen heilen. So ist die Lasermedizin zur Alternative zu den bisherigen Behandlungsmethoden geworden.

Während früher mit dem Skalpell nur Hautschichten in Millimeterdicke abgetragen werden konnten, erlaubt der Laser ein mikrofeines scheibchenweises Abtragen im Bereich von wenigen Tausendstel Millimeter. Der Operateur weiß somit immer genau, in welcher Hautschicht er arbeitet. Dadurch heilt auch das Gewebe wesentlich schneller als nach
anderen herkömmlichen Behandlungsmethoden. Somit sind auch die Nebenwirkungen der Lasertherapie vergleichsweise minimal. Die meisten Laserbehandlungen sind zudem sehr schmerzarm - eine sanfte örtliche Betäubung reicht völlig aus, in vielen Fällen ist diese sogar nicht einmal erforderlich.


Autorin: Alexandra Schlömmer

 

 

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