Scharlach - Hals-Mandelentzündung
Scharlach - Hals-Mandelentzündung
Diese Infektionskrankheit ist bei Kindergarten- und Schulkindern sehr häufig. Doch durch gut wirksame Behandlungsmöglichkeiten verläuft Scharlach nur mehr selten gefährlich!
Scharlach - Hals-Mandelentzündung
Info
Symptome
* Hals- Mandelentzündung
* Typischer Hautausschlag
* Himbeer- /Erdbeerzunge
* Milchbart (Rötungen im Gesicht, mit Ausnahme der Bereich um den Mund)

Inkubationszeit
* 2-4 Tage

Behandlung
* Keine Impfung
* Antibiotika (Penicillin)
* Globuli
Mehr zum Thema
» Masern - Definition, Symptome, Verlauf und Behandlung der Krankheit
» Mumps - Definition, Symptome, Verlauf und Behandlung der Krankheit
» Röteln - Definition, Symptome und Behandlung
» Ansteckungsgefahr - wenn’s überall juckt sind die Windpocken im Anmarsch
» Kinderlähmung - heute noch immer gefährlich?

Übertragung des Erregers

Bei Scharlach („Scarlatina“) handelt es sich vor allem um Hals- Mandelentzündungen und einen typischen Hautausschlag, durch den die Krankheit schnell festgestellt werden kann. Die Infektion wird durch „Streptococcus pyogenes“, einem speziellen Typ von Streptokokken-Bakterien, ausgelöst. Dieser produziert im Gegensatz zu den anderen Arten ein Toxin – das Scharlach-Toxin. Der Erreger gelangt meist durch Tröpfcheninfektion und seltener durch Schmierinfektion in den Organismus. Zwei bis vierTage nach Eindringen des Bakteriums treten die ersten Symptome auf.

Symptome

Durch den typischen Hautausschlag ist Scharlach leicht zu erkennen. Kleine rote Flecken werden zuerst in der Achsel- Leistenregion sichtbar und breiten sich über den ganzen Körper aus. Das Gesicht ist ebenfalls gerötet, wobei der Bereich um den Mund weiß bleibt. Man spricht hier von dem so genannten „Milchbart“. Die „Erdbeer- oder Himbeerzunge“ ist charakteristisch für eine Scharlach-Erkrankung, da sie erst dick, gelblich bis weißlich wird und sie sich danach rot färbt und eine pelzige Oberflächenstruktur bekommt. Auftretende Beschwerden sind Kopf-, Hals- und Bauchschmerzen, Erbrechen und schnell steigendes Fieber um 40°C. Die Halslymphknoten sind geschwollen, Eiter lagert sich auf den Mandel ab, das Zäpfchen und der Rachen sind rot gefärbt.

Folgeprobleme


Wird die Scharlach-Infektion spät oder gar nicht behandelt, können Wundrose, Eiterflechte, Mittelohr-, Nasennebenhöhlen-, Rachen- und Lungenentzündungen auftreten. Eher selten sind rheumatisches Fieber, das zu dauerhafter Herzschädigung führen kann und Nierenentzündung, die mit einer Schrumpfniere enden kann.

Behandlung

Dank der heutigen hochwirksamen Medikamente ist eine Scharlach-Erkrankung nicht schlimmer als eine eitrige Angina, die auch durch Streptokokken-Bakterien verursacht wird. Bei einer bestehenden Infektion führt der Arzt einen Rachenabstrich durch und verschreibt Antibiotika - meist Penicillin. Nach zehntägiger Einnahme und Bettruhe kann das erkrankte Kind wieder zur Schule gehen, ohne dass die Gefahr besteht, andere Kinder anzustecken. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können Mitteln aus der Naturheilkunde, wie z.B. Globuli die Heilung beschleunigen.

Durch die früh verschriebenen Medikamente kommt der Körper allerdings oft gar nicht dazu, Antikörper gegen die Erreger zu produzieren und dadurch können Kinder auch mehrmals an Scharlach erkranken. Eine Impfung als Schutzmaßnahme gibt es für die Scharlach-Infektion nicht. Daher sollte man auf die beschriebenen Symptome achten und so früh wie möglich den Arzt aufsuchen.

Autorin: Sandra Haindl

 
Kommentare
Nickname
email
Comment
Sicherheits-abfrage