Kleines Paradies im Großstadtdschungel - Balkonsommer mit Zwiebelblumen
Für den einen ist der Balkon nur Abstellfläche, für viele andere ist eine Wohnung ohne Balkon nicht denkbar. Im Mietvertrag wird der Balkon normalerweise nur bis zur Hälfte zur Wohnfläche gerechnet. In der Tat ist er kein richtiger Wohnraum und kann in der kalten Jahreszeit kaum genutzt werden. Dafür kann ein Balkon aber in den warmen Monaten umso mehr Freude machen.

Mit entsprechender Vorbereitung wird er zu einem kleinen Paradies, das sogar einen Garten ersetzen kann. Schön bepflanzte Töpfe, Schalen, Kästen und Kübel ermöglichen das Gärtnern auch in luftiger Höhe mitten in der Großstadt. Das Gärtnern in Töpfen hat eine lange Tradition, denn bereits im Altertum wurden Pflanzen in Gefäßen aus Ton oder Holz kultiviert. So können Pflanzen auch in Innenhöfen, neben der Haustür, auf der Terrasse oder auf dem Balkon wachsen.


Tricksen mit Töpfen

Statt Grau trägt der Balkon mit Pflanzen dann Farbenfreude. Der mobile Garten ermöglicht ein Maximum an Flexibilität. Die Pflanzen lassen sich immer wieder neu arrangieren. Werden einige zu groß oder blühen nicht mehr, können sie in den Hintergrund geschoben werden, besonders schöne oder blühende platziert man im Vordergrund. Kleine Pflanzen können auf einem umgedrehten Topf stehen, so dass sie besser zu sehen sind - der zum Podest umfunktionierte Topf wiederum kann durch andere Pflanzen elegant verdeckt werden.



Sehen wie es wächst

Für Neugierige, Experimentierfreudige und Menschen, die gerne beobachten, wie sich ihre Pflanzen entwickeln, sind im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen ideal. Sie werden im Frühjahr bis etwa Ende Mai gepflanzt. Einige, die sehr frostempfindlich sind, wie Dahlien und Begonien, pflanzt man erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Viele der im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen gedeihen gut in Gefäßen und sind deshalb ideal für einen blütenreichen Sommerbalkon. Wichtig ist, dass die Gefäße Löcher im Boden haben, so dass überschüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen kann. Weil das Blumenzwiebelsortiment so groß ist, lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Farbe gestalten: fröhlich-bunte Blüten in allen Farben des Regenbogens oder reduziert auf eine Farbe in verschiedenen Nuancen.



Der Natur ganz nah

Natürlich kann man auch schon kurz vor der Blüte stehende Pflanzen. Doch dann entfällt die Freude am Beobachten, wie sich die selbst gepflanzten Zwiebeln und Knollen entwickeln, das erste Grün sprießt, langsam kleine Pflanzen entstehen und sich dann auch bald die ersten Blüten zeigen. Überraschungen sind auch dabei: Wie wird die Ananasblume (Eucomis) aussehen, wenn sie blüht, und wie wird die Abessinische Gladiole (Gladiolus callianthus Murielae) duften? Die Möglichkeiten, sich überraschen zu lassen, und auf die selber herangezogenen Pflanzen stolz zu sein, sind groß: Zum Sortiment der im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen gehören auch andere wenig bekannte Pflanzen wie der dunkelrotblättrige Zierklee (Oxalis triangularis), verschiedene Milchsternarten (Ornithogalum), der farbenfrohe Fransenschwertel (Sparaxis tricolor) und so exotisch anmutende Pflanzen wie das Indische Blumenrohr (Canna) und die elegante Calla (Zantedeschia). Von den bekannteren Sommerblühern wie Lilien, Gladiolen und Dahlien gibt es immer mehr relativ kleine Sorten, die sich sehr gut für Gefäße eignen. Dahlien und Begonien blühen sehr lange. Wer Verblühtes entfernt, kann sich bis zum Beginn des Frostes im Herbst über neue Blüten freuen. So vielfältig bepflanzt, wird der Balkon zu einem blühenden Urlaubsparadies mitten in der Stadt.

 

Quelle: IZB

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