Rosenschädlinge - sie zerstören das Symbol der Liebe
Dass die Rosenschädlinge den Menschen ein Zeichen der Liebe nehmen, wenn sie sich auf den Rosen ansiedeln, wissen sie wohl nicht. So gibt es eine ganze Reihe von Schädlingen, die den Rosen auf verschiedenste Art und Weise schaden. Wie man sie bekämpft, lesen Sie hier…
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Rosengallwespen, Rosenblattläuse, Rosenblattwespe und Rosenblattminiermotte sind wohl die bekanntesten und gefürchtetesten Schädlinge der Rose. Aber wie man so schön sagt, ist für bzw. gegen alles ein Kraut gewachsen – auch wenn das eine oder andere Problemchen nach härteren Maßnahmen ruft.

Rosengallwespen

Die Rosengallwespen legen im frühen Sommer ihre Eier in die Spitzen der jungen Triebe, wo sich dadurch Gallen bilden. In diesen Gallen entwickeln sich Larven, die daraus als voll entwickelte Tiere schlüpfen.

Was sie bewirken
An den Trieben und manchmal auch an den Blättern von Wildrosenarten findet man, mit vielen grünen, gelblichen und rötlichen Auswüchsen besetzte, Gallen. In ihrem Inneren leben zahlreiche weißliche Larven.

Rosengallwespen – was tun?
Der Befall der Rosengallwespe muss meist nicht bekämpft werden. Bei starkem Befall werden die Gallen einfach weggeschnitten und vernichtet.

Rosenblattlaus (Macrosiphon rosae)

Die Eier der Blattläuse überwintern meist auf den Rosentrieben. Aus dem Ei schlüpfen im Frühjahr Weibchen, die Stammmütter genannt werden. Diese beginnen unmittelbar mit ihrer Saugtätigkeit. Durch dieses Saugen der Blattläuse kommt es zu einer Verkrüppelung der befallenen Pflanzenteile.
Ohne befruchtet zu werden, bekommen die Weibchen wiederum weibliche Jungtiere. Auf diese Art entwickeln sich mehrere Generationen.

Vorbeugung und Bekämpfung
Der Schutz vor Rosenblattläusen ist durch die natürlichen Feinde wie Marienkäfer und deren Larven, Florfliegen und Schwebfliegen gegeben. Bei starkem Befall kann mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt oder mit einer Kali-Seifenlösung gearbeitet werden.

Blattwespen

Je nach Blattwespen-Art können die Larven unter anderem die Teilblätter vom Rand her bis auf die Mittelrippe abfressen (Rosen-Bürstenhornwespe), im Rosentrieb minieren (Abwärts- und Aufwärtssteigender Rosentriebbohrer), oder auf dem Blatt einen Fensterfraß verursachen (Rosenblattwespe).

Die Rosenblattwespe tritt übers Jahr in zwei Generationen auf. Die erste Generation fliegt im Mai und legt ihre Eier an die Blattstiele. Die Raupen verursachen zuerst den typischen Fensterfraß, später wird das Blatt auch vom Rand her angefressen. Die Larven verpuppen sich meist im Boden. Die zweite Generation fliegt ab Ende Juli. Die Larven fressen bis September, sie überwintern in Kokons im Boden und verpuppen sich dort im Frühjahr.

Maßnahmen gegen die Rosenblattwespe
Bei Rosentriebminierern die befallenen Triebe entfernen. Blattwespenlarven, die auf oder an den Blättern fressen, absammeln. Ist der Befall sehr stark, kann auch ein geeignetes Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Rosenblattminiermotte

Die Kleinschmetterlinge fliegen in zwei Generationen im Mai und August. Die Weibchen legen ihre Eier auf der Blattunterseite ab. Die Raupen fressen im Blatt und bilden die typischen Gangminen. Sie verpuppen sich im Sommer bzw. Herbst an Blattstielen oder Blättern. In den Blättern befinden sich dann unregelmäßige geschlängelte Gangminen, die zum Teil mit Kot gefüllt sind.
 
Vorbeugung und Bekämpfung
Der durch die Rosenblattminiermotte verursachte Schaden ist meist gering. Es genügt, die befallenen Blätter zu entfernen.

Trotz einiger lästiger Besucher sollte einem schönen Rosengarten durch diese Maßnahmen also nichts mehr im Wege stehen.

Autorin: Sandra Ehold
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