Blick über den Plätzchenteller-Rand - kalorienarme Spezialitäten aus anderen Ländern
Lebkuchen, Zimtsterne, Stollen – typisch österreichisch-deutsch und sehr lecker. Mindestens genauso lecker schmecken süße Spezialitäten aus anderen Ländern. Ein Blick über den Rand des Weihnachtstellers.
Der internationale Weihnachtsschmaus bietet viele gesunde Alternativen zu unseren Klassikern.

Russland: Pfannkuchen mit Cranberries
Die traditionelle Weihnachtsfarbe Rot leuchtet auf russischen Tellern: Kleine runde Moosbeeren – auch Cranberries genannt – werden zum Fest als Marmelade verarbeitet und mit Pfannkuchen serviert. In der Weihnachtsbäckerei können die knallroten Beeren sehr gut Rosinen, kalorienhaltige Schokoladenstückchen und kandierte Früchte ersetzen. Und mehr noch: „Cranberries enthalten sehr viel Vitamin C und Eisen. Außerdem verhindern die heidelbeerähnlichen Früchte, dass sich Bakterien im Körper ablagern“, erklärt Hanna-Kathrin Kraaibeek, Diplom-Ökotrophologin und Ernährungswissenschaftlerin bei der DAK. Studien belegen zudem, dass die antimikrobielle Wirkung den Darm schützt und Harnwegsinfektionen vorbeugt.

Italien: Fettarme Kekse aus der Toskana
In Italien bringt nicht der Nikolaus die Süßigkeiten, sondern die Hexe „La Befana“. Kleine Italiener müssen dafür allerdings bis zum 6. Januar warten. In der Zwischenzeit backen die Großen Panettone – einen Hefekuchen mit Rosinen. Die Kalorien dieses Weihnachts­klassikers landen zwar auch auf italienischen Hüften, im Vergleich mit deutschem Butterstollen schneidet die fettarme Spezialität aus Italien aber viel besser ab. Eine weitere fettarme Variante aus Bella Italia sind Cantuccini – knusprige Mandelkekse aus der Toskana. Der Trick, der die Cantuccini so leicht und lecker macht, lässt sich auch auf andere Plätzchenarten übertragen: „Je nach Geschmack und Rezept können Sie einen Teil der Butter durch Nüsse ersetzen“, empfiehlt die DAK-Ernährungswissenschaftlerin. „Das in Nüssen gespeicherte Fett wirkt durch seinen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausgesprochen gesundheits­fördernd. Es verbessert die Blutfettwerte, senkt den Cholesterinspiegel und beugt Arteriosklerose vor.“

Dänemark: Milchreis mit versteckter Mandel
Eine Überraschung ist beim „Ris a l’Amande“ – dem traditionellen dänischen Mandel-Milchreis – inklusive: In dem Weihnachtsdessert wird eine ganze Mandel versteckt. Wer sie findet, bekommt ein kleines Geschenk. „Milchreis ist besser als sein Ruf“, weiß Kraaibeek. Durch den hohen Milchanteil enthält die Nachspeise viel Kalzium. Mit Früchten und in Maßen gegessen ist die Milchspeise keine große Kalorienbombe – ein unschlagbarer Vorteil in der Weihnachtszeit!

Mexiko: Süßer Weihnachtssalat
Weihnachtlich, süß und vitaminreich? Eine kalte Spezialität aus Mexiko bietet alles: Der vegetarische Salat mit Orangen und roter Beete steht auf vielen festlichen Tafeln. „Rote Beete ist im Winter eine tolle Alternative zu Blattsalaten. Die Rüben enthalten viele Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium oder Kupfer – echte Power für das winterliche Wohlbefinden“, erläutert Kraaibeek. Wer nach einer passenden Vorspeise fürs Festessen sucht, liegt mit dieser Variante genau richtig.

Der Blick in internationale Küchen zeigt: Es gibt leckere Alternativen zu unseren kalorienreichen Klassikern. Und schon mit wenigen Zutaten lässt sich die Ernährungsbilanz der Weihnachtszeit verbessern. Richtig gesund sind die süßen Leckereien natürlich nicht. Aber keine Panik: Wer nur an den Feiertagen schlemmt und nicht schon im Oktober zum Schoko-Nikolaus greift, braucht auf der Waage nicht viel zu befürchten. Wird nach dem Fest sofort der weihnachtliche Zucker- und Fettkonsum reduziert, steht einem gesunden und schlanken Start ins neue Jahr nichts im Weg.

Quelle: DAK
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