Brokkoli - Gemüse mit Power
Er ist nicht nur kalorienarm, sondern vor allem reich an wertvollen Inhaltsstoffen: Schonend zubereitet soll Brokkoli sogar krebshemmend wirken.

Viel Energie bei wenig Kalorien

Mit nur 28 Kalorien pro 100 Gramm steckt in Brokkoli eine Menge an Vitamin C, Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium, Zink und Provitamin A. Zudem ist er reich an Folsäure, Carotinoiden und Ballaststoffen, wodurch Brokkoli den gesamten Stoffwechsel positiv beeinflusst. Zunehmende Untersuchungen seiner bioaktiven Inhaltsstoffe bestätigen seine positive Wirkung auf unsere Gesundheit: Im Brokkoli enthaltene Glucosinolate, auch Senföle genannt, sollen sogar krebshemmend wirken. Carotinoide, Vitamin C und Lutein schützen die Zellen vor Angriffen durch freie Radikale, wodurch sie diese Wirkung noch unterstützen. Laut einer Studie der University of California in Los Angeles schützt der Verzehr von Brokkoli außerdem die Atemwege vor Entzündungen.

Studien beweisen ...

Genannte Studie hat erstmals gezeigt, dass Brokkoli-Konsum die antioxidante Reaktion beim Menschen fördert: Die Bildung von antioxidierenden Enzymen stärkt die Körperabwehr gegenüber freien Sauerstoffradikalen, die durch verschmutzte Luft, Pollen, Abgase und Zigarettenrauch in den Körper gelangen und dort zu Schäden und Entzündungen führen können. Brokkoli unterstützt die Bildung dieser Enzyme und verhilft so zum besseren Schutz vor Asthma, allergischen Entzündungen der Nasenschleimhaut und einer chronischen Lungenerkrankung. Dass der Verzehr von Brokkoli angesichts seines hohen Anteils an Ballaststoffen die Darmtätigkeit fördert, ist hingegen schon lange bekannt.

Schonende Zubereitung

Wichtig ist die richtige Verarbeitung des Kreuzblütler-Gewächses Brokkoli. Da beim Kochen viele Vitalstoffe verloren gehen, sollte er keinesfalls in kochendem Wasser zubereitet werden. Am besten wird der holzige Stiel entfernt, bevor die kleinen Röschen schonend gedämpft werden. Ist kein Dampfgarer zur Hand, lässt sich der Brokkoli ebenso gut in einem zugedeckten Topf mit wenig Wasser dämpfen. Bissfest gegart ist er noch voller gesunder Inhaltsstoffe, die übrigens auch bei Tiefkühl-Brokkoli lange erhalten bleiben.

Vielseitiger Genuss

Verwendbar sind Brokkoli allerdings nicht nur als Beilage, obwohl sie sich auch als solche empfehlen - mit ein bisschen Salz und Muskatnuss zum Beispiel. Er eignet sich nämlich hervorragend für Gemüsegerichte oder lässt sich als Salat servieren. Ob in Aufläufen, Strudeln, Pasta oder Quiche, oder aber mit Käse überbacken. Durch seinen dezenten Geschmack lässt er sich in unterschiedlichsten Formen und Kombinationen verarbeiten. Für Salate kann er sogar roh geraspelt und mariniert werden. Gerichte mit Brokkoli sind also vielseitig variierbar und ein gesunder Genuss.

Beliebter Kreuzblütler

Ursprünglich kommt er übrigens aus Kleinasien, im Sommer ist Brokkoli jedoch auch aus heimischem Anbau erhältlich. Als Mitglied der Familie der Kreuzblütler ist er ein Verwandter des Karfiol und zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten. Seine Farbe ist grün bis violett, beim Kauf sollte er einen festen geschlossenen Blütenstand aufweisen. Gelbe Stellen weisen auf eine zu späte Ernte hin, was den Brokkoli bitter schmecken lässt. Die Lagerfähigkeit von Brokkoli ist beschränkt: Im Kühlschrank hält er sich zwei bis drei Tage. Wichtig ist, ihn nicht gemeinsam mit Tomaten, Äpfeln oder Orangen zu lagern, da das von ihnen produzierte Äthylen den Brokkoli schneller welk werden lässt. Am besten, man genießt ihn einfach gleich!

Autorin: Mag.a Marlies Weissinger

 

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