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Nein-Sagen - No, Njet, Ne, Nu, ... !
Nein-Sagen - No, Njet, Ne, Nu, ... !
Sagen Sie oft ja, obwohl sie eigentlich nein sagen wollen? Vielen Menschen fällt dieses kleine Wörtchen des Ablehnens ach so schwer. Warum dies aber gar nicht soviel Überwindung kosten muss und dazu noch das Leben verbessert, lesen Sie hier…
„Immer nur nett und freundlich als wie und immer nur Ja und Amen - is der beste Weg zum Magengeschwür und zu festen Psychodramen…“ weiß auch die steirische Band STS und besingt in ihrem Song „Nananana“, die Wichtigkeit des Nein-Sagens. Und darin liegt viel Wahres. Wer ständig versucht, es allen Recht zu machen, nur um beliebt zu sein und geliebt zu werden, schadet im Endeffekt nicht nur sich selbst, sondern auch seinen zwischenmenschlichen Beziehungen.
 
Warum schadet man sich selbst?
Ständig seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen und sich für alle anderen im Sinne von „Liebe deinen Nächsten“ aufzuopfern, mag vielleicht vorübergehend zu Glücksgefühlen führen, wenn man sieht, dass man anderen Menschen aus eigener Kraft Freude machen kann.
Diese Glücksgefühle haben jedoch auch ihren Preis. Es liegt nämlich in der Natur des Menschen, bevorzugt zu Nehmen und weniger gern zu Geben. Deshalb kostet ständiges Geben Kraft. Wer es allen Recht machen möchte und zu wenig auf eigene Wünsche und Prinzipien achtet, muss mit ernsthaften psychischen wie physischen Beschwerden rechnen. Die Konsequenzen ständiger Nachgiebigkeit sind unter anderem Depressionen, Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit, Magenbeschwerden und Migräne.
 
Warum schadet man seinen Beziehungen?
Egal ob es darum geht, die Möbel in der neuen Wohnung aufzubauen, jemanden zum Babysitten zu finden oder auch einen Trauzeugen – wenn sich alle anderen irgendwie davor gedrückt haben, bleiben noch sie – die, von denen wir wissen, dass sie niemals „nein“ sagen würden.
Doch wie beliebt sind die so genannten Notnägel wirklich? Stimmt genau – gar nicht. Denn wer keine Prinzipien und Grenzen hat, ist schlichtweg uninteressant.
Wer nie eigene Wünsche und Bedürfnisse äußert, ist nämlich nicht nur ein langweiliger Gesprächspartner, sondern wird unbewusst als unpassend für Beziehungen und Freundschaften abgestempelt.
Das liegt daran, dass unser Gehirn auf einem Belohnungs-Bestrafungs-Prinzip beruht. Nur wer ab und zu auch bestraft wird, also im Sinne von Ablehnung und Ausschlagung von Wünschen, dessen Belohnungen (Zuneigung und erfüllte Wünsche) werden umso mehr genossen – sprich solche Personen werden als weit sympathischer und liebenswerter eingestuft.
 
Nein, No, Niet, Ne, Nej
Somit ziehen wir den Schluss – wer auch eigene Bedürfnisse äußert, Grenzen setzt und öfters mal „Nein“ sagt, wird ein glücklicheres Leben voll Respekt und Interesse seiner Mitmenschen führen.
 
Welche Gefälligkeiten angebracht sind und welche die Grenze des Ausnutzens überschreiten, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eines steht jedoch fest, Nein-Sagen will geübt sein. Darum sollte man mit kleinen Schritten im eigenen Leben beginnen und sich zum Beispiel das nächste Stück Schokolade ganz resolut mit einem lautstarken „NEIN“ verbieten…
Autorin: Sandra Ehold
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