Sasha Walleczek - im Interview mit EnjoyLiving
Sasha Walleczek - im Interview mit EnjoyLiving
Wir stellten Sasha Walleczek exklusiv 15 Fragen - über Ernährung, Wohlbefinden und Laster. Lesen Sie hier mehr über Österreichs erfolgreichste Ernährungsberaterin!
Sasha Walleczek - im Interview mit EnjoyLiving
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1. Haben Sie schon immer viel Wert auf gesunde Ernährung gelegt?

S. Walleczek: Ja, denn schon meinen Eltern war das immer wichtig, ich bin also damit aufgewachsen.


2. Ganz ehrlich – gibt’s in Sachen Ernährung was, was Sie gern schwach werden lässt?

S. Walleczek: „Schwach“ ist das falsche Wort, weil gesunde Ernährung nichts mit Verzicht zu tun hat.


3. Hat Sasha Walleczek ein Laster wie Beispiel Schokolade?

S. Walleczek: Ich habe keine Laster, weil Genuss zu einer gesunden Ernährung dazu gehören. Aber ja, ich mag gerne Schokolade und Rotwein.


4. Was war Ihre Motivation bei „Österreich isst besser – Promis specken ab“?


S. Walleczek: Die gleiche wie immer: Menschen zu einem neuen Körpergefühl zu verhelfen und ihnen zu zeigen, dass die richtige Ernährung viel mehr kann als nur zur Wunschfigur zu verhelfen.


5. Wie hat Ihnen die Zusammenarbeit mit Gernot Pachernigg und Co. gefallen?


S. Walleczek: Die Zusammenarbeit mit den „Promis“ hat viel Spass gemacht – aber das hat eigentlich jede meiner über 70 Sendungen.


6. Wie war die Zusammenarbeit mit Toni Klein?

S. Walleczek: Mit Toni Klein arbeite ich auch außerhalb der TV-Sendung sehr gerne zusammen, da ich ihn als Fachmann sehr schätze. Und Bewegung ist einfach die optimale Kombination, wenn man durch Ernährung ein neues Körpergefühl erreichen will.


7. Was machen wir Österreicher generell falsch in Sachen Ernährung?


S. Walleczek: Wo fange ich an :-). Wir haben in den letzten 30 Jahren unsere Ernährung und unser Leben mehr verändert als in den 10.000 Jahren davor. Wir kochen immer weniger, die täglichen, gemeinsamen, frisch gekochten Mahlzeiten werden immer weniger und wir essen Lebensmittel, die zu viel Fleisch, zu viel Zucker und zu wenig Gemüse enthalten. Unsere Nahrungsmittel sind weit von dem entfernt, wie sie in der Natur vorkommen (und wofür unser Körper gebaut wäre) und werden, wenn sie naturbelassen sind, oft unreif geerntet und von weit her transportiert.


8. Gibt’s in Sachen Ernährung ein Land, das dazu taugt, Vorbild zu sein?


S. Walleczek: Essen ist immer auch ein Teil der eigenen Kultur. Daher kann man nicht einfach die Kultur eines anderen Volkes übernehmen. Leider wird beim Thema „gesunde Ernährung“ oft übersehen, dass Essen immer auch etwas Gesellschaftliches, Soziales und Emotionelles ist und ins Leben passen muss, denn sonst ist jedes Programm sofort zum Scheitern verurteilt. Ein Arzt hat in den 1930ern verschiedenste Kulturen untersucht und kam zu dem Schluss, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Ernährungsformen kerngesund sein können, solange die Nahrung ganz frisch und naturbelassen ist. Je „westlicher“ eine Kultur ist, umso weiter ist sie im Allgemeinen von diesem Ideal entfernt.


9. Punkto abnehmen – was sind in Ihren Augen die größten Fehler, die gemacht werden, wenn man die Kilos purzeln lassen möchte?

S. Walleczek: Übergewicht ist ein genereller Ausdruck falscher Ernährung, es gelten dabei also die gleichen Prinzipien – und werden die gleichen Fehler gemacht– wie sonst auch. Wir essen zu wenig naturbelassene, frisch zubereitete Lebensmittel, zu viel Fleisch und Fertigprodukte, zu viel Zucker und glauben, das Ganze mit „Light-Produkten“ wieder wett machen zu können.


10. Der größte Ernährungsirrtum Ihrer Meinung nach?

S. Walleczek: Dass Diätprodukte oder Kalorienzählen beim Abnehmen helfen können.


11. Was ist das Besondere an der Walleczek Methode? Wie haben Sie diese entwickelt?


S. Walleczek: Ich glaube, die Walleczek Methode ist so erfolgreich, weil sie so einfach ist und weil sie ins Leben passt. Es gibt keine Portionsbeschränkungen, man darf (muss!) so viel essen, bis man satt ist, braucht keine Listen, keine Gramm, Punkte oder Kalorien zählen. Die Walleczek Methode kann man zu Hause und in der Familie genauso gut anwenden wie im Restaurant. Entwickelt wurde sie aus einem viel komplexeren Programm, das ich in meiner Ausbildung gelernt habe und das ich im Zuge der TV Sendung weiter entwickelt und vereinfacht habe.


12. Sport – ein Muss, wenn man schlank und gesund sein möchte?


S. Walleczek: Jein. Da wird oft viel falsch verstanden, denn es ist nicht notwendig, dass wir alle zu Sportfreaks werden. Aber wir sind auf jeden Fall Bewegungstiere und daher fühlen wir uns wohler und sind gesünder (und leben länger!), wenn wir uns regelmäßig bewegen.


13. Treiben Sie in Ihrer Freizeit viel Sport?

S. Walleczek: Das hängt davon ab, was Sie „viel“ nennen. Ich würde sagen: nein. Aber ich habe einen Hund, mit dem ich jeden Tag knapp 2 Stunden spazieren gehe, mache hin und wieder Yoga und arbeite gerne im Garten.


14. Wie stehen Sie zu dem Magerwahn, der sich in unserer Gesellschaft mehr und mehr durchsetzt?

S. Walleczek: Ich versuche, Menschen zu einem gesunden „Wohlfühlgewicht“ zu verhelfen. Leider ist das Schönheitsideal, dem viele Menschen nachstreben, ein sehr mageres und oft weit entfernt von einem „Wohlfühlgewicht“. Wenn ich vermute, dass hinter dem Wunsch, sehr schlank zu sein, eventuell eine Essstörung stecken könnte, dann versuche ich immer, diesen Menschen professionelle Hilfe zu vermitteln (Essstörungen brauchen immer psychologische Unterstützung, keinen Ernährungsberater).


15. Was ist für Sie persönlich das Schönste an dem Beruf „Ernährungsberaterin“?

S. Walleczek: Dass er so vielseitig ist, dass ich immer weiter dazulernen muss und dass Phasen, in denen ich mit vielen Menschen zu tun habe mit ruhigen Phasen abwechseln.

 

Wir danken Sasha Walleczek für die interessanten und ehrlichen Antworten!

 

Fragen: Katharina Domiter (Bakk. phil)

 

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