Hormone - Körper und Seele im Einklang
Ein stabiler Hormonhaushalt ist enorm wichtig, um das körperliche und seelische Wohlbefinden im Gleichgewicht zu halten. Hormone können sich negativ auf die Gesundheit auswirken, vor allem in der Pubertät und in den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt nicht immer zum Wohl der Betroffenen.
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Was sind Hormone?

Bislang sind etwa 150 unterschiedliche Hormonarten und deren Wirkung bekannt. Es gibt zwei Gruppen von Hormonen, welche sich im Aufbau und somit auch in ihrer Wirkung voneinander unterscheiden:

Peptidhormone: Diese Gruppe von Hormonen besteht vor allem aus Eiweiß. Hierzu können beispielsweise Insulin, die Hypophysen- und Zwischenhirnhormone oder aber auch Glucagon gezählt werden.

Steroidhormone: Solche Hormone setzen sich vorwiegend aus Fetten (Cholesterin) zusammen, wie zum Beispiel die Geschlechts- und Nebennierenrindenhormone oder das Pheromon.

Aufgabe und Wirkung von Hormonen

Hormone haben die Aufgabe, körpereigene Botenstoffe zu übermitteln, welche sich in den Hormondrüsen ausbilden. Die Drüsen geben die Hormone ins Blut ab; mithilfe des Blutkreislaufs gelangen sie schließlich zu den Zielorganen, wo sie ihre Aufgaben erfüllen können. Der Zeitraum von der Hormonausschüttung bis zur Hormonwirkung ist sehr unterschiedlich, einige wirken sehr schnell (z.B. Adrenalin), bei anderen setzt die Wirkung erst nach einigen Stunden ein (z.B. Hungergefühl).

Im Körper werden verschiedene Vorgänge durch Hormone geregelt und gesteuert. Wenn dieses System durch Störungen oder Fehlleistungen ihre Aufgaben nicht gänzlich erfüllt, können gesundheitliche Probleme auftreten.

Wichtige Hormone und ihre Funktion im Überblick (Quelle: www.medizinfo.de)

Hirnanhangdrüse:

• Adreno-Corticotropes Hormon (ACTH): reguliert die Nebenniere, den Wasser- und Elektrolytstoffwechsel
• Luteinisierendes Hormon (LH): in Verbindung mit dem follikelstimulierenden Hormon FSH reguliert LH den Monatszyklus der Frau, führt bei der Frau zum Eisprung und beim Mann zur Steigerung der Testosteronproduktion im Hoden
• Prolaktion: steuert den Milcheinschuss in der weiblichen Brust
• Wachstumshormon & Thyrotropin: steuern Wachstum und Schilddrüse

Zwischenhirn:

• Steuerungshormone: wirken auf die Hirnanhangsdrüse und den gesamten Körper

Zirbeldrüse:

• Melatonin: wird aus Seratonin produziert und steuert als "Schlaf-Hormon" den Tag-Nacht-Rhythmus

Schilddrüse:

• Trijodthyronin (T3) & Thyroxin (T4): erhöhen den Energieumsatz und passen den Körper somit an Kälte und Aktivität an
• Parathormon: wird in der Nebenschilddrüse gebildet, wichtiger Regulator des Kalziumhaushaltes im Körper

Bauchspeicheldrüse:

• Insulin: bewirkt, dass der Zucker (Glukose) in den Zellen des Körpers aufgenommen wird, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt, beeinflusst auch die Weiterverarbeitung der Glucose in den Zellen, den Fett-und Proteinstoffwechsel

Nebennieren:

• Adrenalin & Noradrenalin: Stresshormone, beschleunigen den Puls, steigern den Blutdruck, fördern den Sauerstoffverbrauch des Körpers und mobilisieren die Energiereserven
• Cortisol: Stresshormon, wirkt entzündungshemmend
• Aldosteron: an der Steuerung des Flüssigkeits- und Elektrolyt-Haushaltes beteiligt

Geschlechtsdrüsen:

• Testosteron: für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane, Geschlechtsmerkmale (Behaarung, tiefe Stimme, Fettverteilung) und die Samenbildung zuständig
• Östrogene: bewirken die Ausbildung der typisch weiblichen Geschlechtsmerkmale (Busen, hohe Stimme, Fettverteilung) und sind im weiblichen Zyklus und der Schwangerschaft wichtig
• Progesteron: kommt es zur Schwangerschaft, sorgt es für ihren Fortbestand

Autorin: Kerstin Kulovits Bakk.a

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