Hypothalamus und Hypophyse - zwei Drüsen zum Ausgleich des Hormonsystems
Der Hypothalamus verbindet Nerven- und Hormonsystem. Die Hypophyse unterstützt ihn bei seiner Funtkion als Schnittstelle.
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Das vegetative Nervensystem und das Hormonsystem müssen im menschlichen Organismus koordiniert zusammenarbeiten. Die zentrale Schnittstelle hierfür ist der Hypothalamus. Gemeinsam mit der Hypophyse – der Hirnanhangdrüse - reguliert er das hormonelle System.

Was genau ist die Hypophyse?

Die Hirnanhangdrüse besteht aus Vorder- und Hinterlappen, anders genannt auch Adenohypophyse und Neurohypophyse. Während der vordere Lappen Hormone unter Kontrolle des Hypothalamus selbst bildet, ist der hintere Lappen als Speicher- und Sekretionsorgan für die im Hypothalamus produzierten Hormone zuständig.

Genauer gesagt produziert die Adenohypophyse Peptide und Proteinhormone. Diese stimulieren untergeordnete Drüsen und können Stoffwechselprozesse auch direkt in Gang setzen. Die Neurohypophyse speichert die Peptidhormone Oxytocin und Vasopressin, die von der Hypophyse gebildet werden.

Was genau ist der Hypothalamus?

Der Hypothalamus befindet sich im Zwischenhirn, wo das autonome Nervensystem gesteuert wird. Er stellt also die Verbindung zwischen Nervensystem und Hormonsystem dar. Durch ihn werden die Körpertemperatur, der Herzschlag, die Nierenfunktion, Hunger, Durst sowie Schlafrhythmus und Geschlechtstrieb reguliert.

Durch seine empfindliche Reaktion auf Veränderungen des Hormonspiegels im Blut erhält der Hypothalamus Informationen über die ihm nachgeordneten Hormondrüsen. Er sondert daraufhin Hormone ab, welche die Freisetzung fördern oder hemmen und reguliert auf diese Weise die Aktivität der Drüsen.

Welche Erkrankungen gibt es?

Zu viel Wachstumshormon führt bei Erwachsenen zur sogenannten Akromegalie und bei Kindern zu hypophysärem Riesenwuchs.

Als Folge eines chronisch erhöhten Corticoid-Spiegels tritt das Cushing-Syndrom auf. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich.

Zu einer Störung des Wasserhaushaltes im Körper und somit zu Diabetes insipidus kann es aufgrund eines Mangels an ADH, Adiuretin, oder einer Endorganresistenz kommen.

Zu einem Prolactinom kann es kommen, wenn ein Adenom der Hypophyse überschüssiges Prolactin produziert.

Die Drüsen Hypothalamus und Hypophyse sind auch für hormoninaktive Hypophysenadenome verantwortlich.

Tumore, Schlaganfälle oder Strahlung können eine Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens auslösen. Hierbei fallen die Hormone der Adenohypophyse vollkommen aus.


Autorin: Mag.a Natascha Zimmermann

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