Rubbeln und strahlen - Ein schöner Teint kommt nicht von selbst
Nur wer seine Haut pflegt und ihr ab und zu die notwendige Regeneration erlaubt, darf sich über ein schönes Hautbild freuen.
 
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Die Haut ist das größte menschliche Körperorgan. Sie bildet unzählige kleine Zellen und besitzt die Möglichkeit, sich ständig zu erneuern. Doch nur ausreichende Pflege und eine bewusste Ernährung sorgen letztendlich für eine gesunde Haut. Wenn die Haut trotz regelmäßigem Cremen und Reinigen fahl und müde aussieht, ist es Zeit für ein Peeling. Schon die alten Ägypter benutzten tierische Öle, Salz und Alabaster, um ihr Hautbild zu verschönern. Peelings sind in allen Kulturen bekannt und werden häufig angewandt. Vor allem im asiatischen Raum besitzt das Körperpeeling eine lange Tradition. Überwiegend auch bei den Herren der Schöpfung. Hautpflege ist nämlich bei Weitem nicht nur Frauensache!

Für die meisten Menschen ist es eine unliebsame Erfahrung, doch vermeiden lässt es sich einfach nicht: Die Haut verändert sich, wird mit zunehmendem Alter trockener und unelastischer. Die Haut entwickelt ständig neue Zellen, die nach außen wachsen und dort austrocknen und verhornen. Beim Peeling werden diese Hornschüppchen gelöst und der Teint wirkt wieder frisch und klar – ob im Gesicht, an den Oberarmen, Ellenbogen oder am Po. Das Wort Peeling kommt vom englischen Verb „to peel“, was soviel bedeutet wie „schälen, pellen“ oder auch „abblättern“. Unter einem Peeling versteht man eine Schälkur für die Haut. Bei dieser Schälkur reinigen grobe Partikel die Haut tiefgründig und intensiv; so können abgestorbene Hautschuppen, die sich in den Poren sammeln und diese verstopfen, sanft entfernt werden, sodass Ihre Haut strahlender und vitaler wirkt. Gönnen Sie sich hin und wieder eine Pause vom Alltag - und Ihrer Haut eine Auffrischung!

Zunächst sollte man aber wissen, was man für ein Hauttyp ist: Trockene Haut kann durch ein Peeling möglicherweise noch mehr ausgetrocknet werden. Hier sollten Sie auf zusätzliche Feuchtigkeit achten. Hat man eher fettige Haut, können handelsübliche Peelingvarianten oder auch ein trockenes Peeling angewendet werden. Bei einem trockenen Peeling wird die Haut zB leicht mit hochwertigem Meeressalz abgerieben. Dabei feuchtet man die Haut unter der Dusche an, reibt die erwünschten Partien sanft ein und spült dann gründlich mit lauwarmem Wasser ab.

Besonders Personen mit unreiner Haut, verstopften Poren und Mitessern profitieren von einem regelmäßigen Peeling. Aber auch normale Hauttypen können von einer regelmäßigen Anwendung gewinnen, da das Hautbild langfristig verfeinert wird und abgestorbene Hautpartikel sowie Unreinheiten gelöst werden. Ein Ganzkörperpeeling ist dabei genauso wohltuend wie ein Gesichtspeeling. Heutzutage steht ein reichliches Angebot an Peelings mit verschiedenen Düften, diversen Zusammensetzungen und unterschiedlichen Anwendungsgebieten zur Verfügung.

Im Allgemeinen gilt: Ein Peeling sollte einmal wöchentlich angewendet werden. Entweder selbst gemacht, gekauft oder in Form von Bürsten und Handschuhen. So wird die Hauterneuerung unterstützt und die Durchblutung gefördert.

Hautsache
Die Haut eines erwachsenen Menschen bedeckt je nach Körpergröße eine Fläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern. Ihr Gewicht macht etwa ein Sechstel des Körpergewichts aus, im Durchschnitt also 10 bis 12 kg. Damit ist unsere Haut das umfangreichste Organ. Leider merken wir erst wie wichtig unsere Haut ist, wenn wir ein Problem damit haben: Pickel, kleine Verletzungen oder Falten führen uns vor Augen, dass die Haut nichts vergisst. Vor allem Sonne, Stress und das Alter hinterlassen Spuren auf unserem Körper.

Peeling macht müde Haut wieder munter
Grundsätzlich gilt, je stärker ein Peeling, desto tiefere Hautschichten werden dadurch abgetragen:
• Mechanische Peelings: Feine Schleifpartikel in einer Creme oder Paste lösen die Hornschüppchen ab.
• Chemische Peelings: Säuren lockern die Zellverbände der Hornschüppchen auf, so dass diese abgestoßen werden. Säuren aus Zitronen, Äpfeln, Papayas etc. werden
Cremes oder Gelen zugesetzt und als chemische „Peelings“ (Schälkuren) angeboten.
• Biologische Peelings: Fett und Eiweiß spaltende Enzyme lockern die Kittsubstanz zwischen den Hornschüppchen auf und diese lösen sich dann leichter. Sie machen die Haut aufnahmefähiger für Pflegesubstanzen.


Peeling zum Selbermachen

Ab ins Badezimmer – Ob selbst gemacht oder selbst gekauft, mit dem richtigen Peeling wirkt Ihre Haut rasch wieder jung und vital.

Warum eigentlich immer alles fertig aus der Drogerie kaufen? Bei der Eigenherstellung von Kosmetik kann man auf die Konservierungsstoffe verzichten und hat am Ende ein Produkt ganz nach dem eigenen Geschmack

Mandelpeeling – ein gesundes Peeling, das die Erneuerung der Haut unterstützt und zugleich mit wertvollem Mandelöl pflegt – lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Dafür vermischt man 4 EL Naturjoghurt, 4 EL geriebenen Mandeln und 1 TL Honig zu einem Brei und trägt diesen großzügig auf Gesicht und Körper auf. Einige Minuten einmassieren und anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Die Milchsäure im Joghurt sorgt für eine Tiefenreinigung und löst alte Hautschüppchen ab. Milchsäure öffnet verstopfte Poren, wirkt antibakteriell, ist feuchtigkeitsspendend und hochverträglich (hauteigen). Das ölhaltige Nussmehl sorgt für die mechanische Wirkung und versorgt die Haut zugleich mit wertvollem Mandelöl. Ringelblumenextrakt und/oder Honig unterstützen die Erneuerung der Haut.


 
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