Waschnüsse - das etwas andere Waschmittel
Wenn Ihre Haut auf Waschmittelrückstände juckend reagiert oder Sie einfach mal etwas Neues ausprobieren und dabei die Umwelt schonen wollen, dann versuchen Sie es doch mit Waschnüssen.
Was sind Waschnüsse?

Die Waschnuss (Sapindus Mukorossi) ist die Frucht des indischen Soapnut-Baumes, welche schon seit Jahrhunderten in Indien und Nepal als biologisches Waschmittel verwendet wird. Waschnüsse sind nicht nur umweltfreundlich, da Natur pur, sondern sind auch für Allergiker bestens geeignet.

Waschnüsse basieren auf dem gleichen Wirkungsprinzip wie Seifen. Ihre Schalen enthalten den Wirkstoff Saponin, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen, entsteht eine seifige Lauge. Diese Lauge besitzt nicht nur eine hohe Reinigungskraft, sondern wirkt auch antibakteriell. Überdies enthält sie kalk- und fettlösende Eigenschaften und eignet sich somit zudem zur Reinigung diverser Haushaltsgegenstände.

Früher wuschen sich die Inderinnen ihr langes Haar mit den Waschnüssen, aber auch heute noch wird zum Teil in vereinzelten Provinzen das Haushaltsgeschirr mit den Nüssen gereinigt.

Vorteile
  • Umweltschonend und 100% biologisch abbaubar
  • Für Allergiker geeignet
  • Buntwäsche wird nicht so schnell ausgebleicht
  • Kostengünstig
  • Neutraler Duft

Und so funktioniert es

Die Waschnüsse in ein kleines Stoffsäckchen geben, gut zuschnüren und dieses direkt in die Trommel zur Wäsche legen. Für normal verschmutzte Wäsche reichen ca. 2-3 Nüsse. Waschen Sie Ihre Wäsche wie gewohnt, Sie können auch den Vorwaschgang einschalten. Bei höheren Temperaturen weichen die Nüsse leichter auf, bei niederen Temperaturen können die Nüsse noch ein zweites oder drittes Mal verwendet werden.
Nach Beendigung des Waschvorganges das Säckchen rausnehmen und die Waschnüsse trocknen lassen oder zum Biomüll werfen.

Wird Weißwäsche regelmäßig mit Waschnüssen gewaschen, so bekommt sie mit der Zeit einen Grauschleier, um dem vorzubeugen, gibt man der Weißwäsche ein Bleichmittel oder wäscht sie ab und zu mit herkömmlichen Waschmitteln.
 

Der Selbsttest

Waschnüsse gibt es mittlerweile nicht nur in Bioläden zu kaufen, sondern auch in Supermärkten. Neben den Schalen, 250 Gramm kosten ca. 5 Euro, gibt es die Nüsse auch als Pulver oder in flüssiger Form.

Beim Öffnen des Säckchens verströmten die Nüsse einen etwas scharfen, stechenden Geruch, der sicherlich ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Sobald sie jedoch mit Wasser in Berührung kommen, verlieren sie zunehmend ihren charakteristischen Duft.


Das beigelegte Stoffsäckchen wurde von mir laut Anleitung mit drei Waschnüssen befüllt, gut verschnürt zu der Buntwäsche in die Trommel der Waschmaschine gelegt, und bei 40 Grad gewaschen. Die Wäsche duftete nach dem Waschgang ein wenig „waschnussig“, jedoch hatte sich der Duft nach dem Trocknen verloren.

Was mich letztlich überzeugte war nicht die Schmutzwäsche sondern der Abwasch einer fettigen Pfanne, ein Härtetest also. Dazu weichte ich drei Nüsse in heißem Wasser zehn Minuten ein und putzte mit dem Sud die Pfanne. Und siehe da, es schäumte ein wenig und die Pfanne wurde rein.

 

Autorin: Mag. Karin Puchegger

 

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