Rasenpflege - der Weg zum satten Grün
Ein unkrautfreier und gesunder Rasen wächst nicht von selbst. Erst die richtige Pflege mit dem geeigneten Werkzeug führt zu jenem sattgrünen Rasen, in den man sich im Sommer gerne den Liegestuhl stellt.

Der Anfang: Rasen anlegen

Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr oder Spätsommer. Der Boden wird dazu spatentief umgegraben, Steine entfernt und bei humusarmen Böden Bodenverbesserer ausge-bracht. Danach leicht anwalzen und nach zwei Wochen Ruhezeit den Starterdünger ver-teilen. Jetzt kann der Rasen gesät werden, wobei die Samen den Lichtverhältnissen gemäß ausgesucht werden sollten. Auch die Samen werden leicht angewalzt – so wach-sen sie schneller an und werden nicht von Wind oder Vögeln davongetragen. Besonders wichtig ist das Wässern: In den ersten drei bis sechs Keimungswochen sollte der Boden durch täglich mehrmaliges Gießen feucht (nicht nass!) gehalten werden. Sind die Keim-linge sechs bis zehn Zentimeter hoch, werden sie zum ersten Mal um ein Drittel ge-schnitten.


Der richtige Schnitt

Regelmäßiges Mähen beugt Moosbildung vor, Verhindert das Verfilzen des Rasens und regt den Grashalm zu einer seitlichen Austreibung an, was den Rasen dichter werden lässt. Es gilt die Regel, dass nie mehr als die Hälfte der Rasenlänge abgeschnitten werden sollte und die optimale Rasenhöhe bei ca. drei bis fünf Zentimetern liegt. Schneidet man tiefer, kann der Rasen absterben. Die Intervalle hängen jeweils von den Jahreszeiten ab. Im Sommer genügt es alle zwei Wochen zu mähen, da der Rasen bei Hitze langsamer wächst. In den Hauptwachstumszeiten Frühling bzw. Herbst kann sogar zwei Mal die Woche gekürzt werden. Wichtig ist es zudem, auf gut geschliffene Messer des Rasenmä-hers zu achten, da sonst die Grashalme verletzt werden können. Die gemähten Halme sollten entsorgt werden und wenn überhaupt nur ein sehr geringer Teil auf der Grasflä-che verbleiben, da dies die Verfilzung des Rasens fördert.


Rasen bewässern

Der Rasen sollte dann bewässert werden, wenn ein Welken der Halme beobachtet wird. Im Sommer kann durchaus zwei Mal täglich bewässert werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass das Wasser auch die Wurzeln erreicht. Am besten beregnet man in den Abend- bzw. frühen Morgenstunden, da die Wassertropfen in der Sonne wie Brenn-gläser wirken und der Rasen so verbrennen kann.


Zusatznahrung: Düngen

Kein Rasen kommt ohne Dünger aus, da durch Wässern und Schnitt Nährstoffe verloren gehen. Rasen benötigt Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium sowie Eisen, um kräftig grün und gesund zu sein. In speziellen Rasendüngern sind genau jene Nährstoffe enthal-ten, die ein Rasen braucht, wobei zu Langzeitdüngern gegriffen werden sollte. Sie geben ihre Nährstoffe langsam an den Boden ab und garantieren so ein permanentes und gleichmäßiges Wachstum. Empfohlen wird drei bis fünf Mal pro Jahr zu düngen, um den Rasen optimal mit Nährstoffen zu versorgen.


Vertikutieren

Vertikutieren wird oft fälschlicherweise mit der Durchlüftung des Rasens gleichgesetzt. Es handelt sich dabei jedoch um zwei verschiedene Methoden der Raseninstandhaltung. Bei der Durchlüftung wird der Rasen mit einem speziellen Gerät aufgelockert, was die Wurzeln wieder mit mehr Nährstoffen, Licht und Wasser versorgt und das Gras besser wachsen lässt. Beim Vertikutieren hingegegen wird mit einem Vertikutierer Moos und Unkraut aus dem Boden entfernt, das sich durch unreglmäßiges Mähen und abgestorbene Pflanzen gebildet hat. Mindestens einmal pro Jahr sollte der Rasen so bearbeitet werden – die beste Zeit dafür liegt zwischen April und Oktober. Bei trockenem Boden und einer Rasenhöhe von rund vier Zentimetern wird der Boden in Bahnen abgefahren, bei starkem Befall nicht nur längsseitig sondern zusätzlich quer. Wird sehr viel Moos entfernt, sollte dies vor der querseitigen Bearbeitung zusammengerecht werden. Die kahlen Rasenstellen nach dem Vertikutieren wachsen von selbst wieder zu. Bei größeren Stellen empfiehlt sich allerdings eine Nachsaat.

 

 

Autorin: Mag.a Mirjam Bromundt
 

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