Hormonelle Verhütungsmittel - Verhütung mit Hilfe von Östrogen und Gestagen
Die Anti-Baby-Pille ist wohl das bekannteste hormonelle Verhütungsmittel. Jedoch gibt es auch noch andere hormonelle Verhütungsmittel wie zum Beispiel die Dreimonatsspritze oder das Hormonpessar.

Die beliebtesten Verhütungsmittel sind nach wie vor Pille und Kondom. Die Anti-Baby-Pille im klassischen Sinne ist eine Kombinationspille, die zwei Hormone enthält: Östrogen und Gestagen. Das Gestagen verhindert den Eisprung und damit das Heranreifen einer befruchte-ten Eizelle. Das Östrogen bewirkt eine Blutung ähnlich der Regelblutung. Die Pille ist nach wie vor die sicherste Art, sich vor Schwangerschaft zu schützen: An die 60 Millionen Frauen vertrauen darauf. Manchmal wird die Pille auch verschrieben, um unregelmäßige Blutungen zu regulieren oder Regelschmerz zu mildern. Genauso gibt es Pillen, die zusätzlich gegen Akne und Hautunreinheiten wirken und übermäßigen Haarwuchs eindämmen. Und dass die Pille das Größenwachstum hemmt, ist wohl ein gut erfundenes Märchen besorgter Erziehungsberechtigter, die ihre Sprösslinge auf diese Art von intimen Beziehungen abhalten wollen. Wie die Pille wirken andere hormonelle Verhütungsmittel:

  • das Pillenpflaster: ein dünnes, weiches Pflaster, das gleichmäßig niedrige Wirkstoffmengen über die Haut direkt ins Blut abgibt. Das Pflaster kann diskret an verschiedenen Körperstellen angewendet werden - Gesäß, Bauch Oberkörper oder Arm - und haftet gut an der Haut, auch beim Schwimmen, Baden, in der Sauna oder in feuchtem Klima.
  • das Kontrazeptive Implantat: ein flexibles Kunststoffstäbchen, das unter der Haut im Ober-arm eingesetzt wird. Eine kleine Menge Gestagen wird kontinuierlich in den Körper abgege-ben und verhindert so den monatlichen Eisprung. Das Implantat ist für eine Wirkdauer von drei Jahren entwickelt worden.
  • das Hormonpessar (Mirena): eine T-förmige Spirale, die als Träger für ein Gelbkörperhor-mon genutzt wird, das in geringen Dosen lokal in der Gebärmutter freigesetzt wird. Eingesetzt wird die Hormonspirale während der ersten drei Tage der Blutung. Sie behält ihre Wirkung mindestens für fünf Jahre.
  • der Vaginalring: Der biegsame Ring wird von der Frau in die Scheide eingesetzt, verbleibt dort ohne Unterbrechung drei Wochen und wird dann wieder herausgenommen. Nach einer Pause von einer Woche, in der üblicherweise eine Monatsblutung erfolgt, wird ein neuer Ring eingesetzt. Grundsätzlich ist der Vaginalring keine schlechte Sache, wenn man hormonell verhüten will. Für viele Frauen mag die Vorstellung, diesen Ring selbst in die Scheide einzu-setzen und dann wieder zu entfernen, jedoch eigenartig sein, für manche sogar unvorstellbar und daher etwas handlungsfern. Vorteil ist allerdings, dass das tägliche Erinnern an die Pille wegfällt und daher weniger Einnahmefehler passieren. Für den Ringwechsel hat die Herstel-lerfirma sogar einen SMS- und Email-Dienst eingerichtet, über den man rechtzeitig erinnert wird. Dies und noch mehr Infos gibts auf www.nuvaring.at.
  • die Dreimonatsspritze: verhindert durch langsame Ausschüttung des Gestagens in den Kör-per, dass eine Eizelle reifen kann. Darüber hinaus wirkt sie auf den Schleim im Gebärmutter-hals und die Schleimhaut in der Gebärmutter.

Autor: Mag. Alexandra Schlömmer

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