Mechanische Verhütungsmittel - verhindern den Kontakt der Eizelle mit den Samenzellen
Die sogenannten mechanischen Methoden verhindern den Kontakt der Eizelle mit den Samenzellen und sollen somit die Möglichkeit einer Befruchtung bei unverändertem Zyklus der Frau und ungestörter Samenproduktion des Mannes verhindern.

In bestimmten Situationen ist es wichtig vom Partner ein Kondom zu verlangen, denn um sich vor Geschlechtskrankheiten & AIDS zu schützen, nützt nur eins: das Kondom bzw. das Prä-servativ. Auf die Größe kommt es im Notfall nicht an, da die Kondome aus sehr dehnbarem Material sind. Also keine Sorgen, ob das Präservativ passt! Billigprodukte aus Asien können allerdings etwas kleiner sein - aus Sicherheitsgründen sollte man aber immer geprüfte Markenware verwenden. Dabei sind feuchte Gummis angenehmer als trockene, weil sie das Eindringen in die Vagina erleichtern, das Feeling erhöhen - und nicht so leicht einreißen. Frau von heute verlässt sich auch nicht auf ihn, sondern hat selbst eine Packung mit dabei. Beim Kondom gilt vor allem: Übung ist alles und so geht’s:

  • Präservativ nicht erst kurz vor dem Samenerguss überstreifen, sondern vor dem ersten Eindringen in die Scheide (auch im Lusttropfen sind Samenzellen vorhanden)
  • Verpackung seitlich aufreißen
  • Präservativ herausdrücken, nicht ziehen
  • so aufsetzen, dass es sich abrollen lässt
  • Reservoire zusammendrücken (ganz wichtig)
  • Vorhaut vor dem Abrollen ganz zurückziehen
  • ganz abrollen
  • nach dem Samenerguss Glied bald herausziehen, Präservativ dabei halten

Diese sogenannten mechanischen Methoden verhindern den Kontakt der Eizelle mit den Samenzellen und verhindern somit die Möglichkeit einer Befruchtung bei unverändertem Zyklus der Frau und ungestörter Samenproduktion des Mannes. Geschlechtsverkehr kann zu jedem gewünschten Zeitpunkt erfolgen. Die Zuverlässigkeit der Methode hängt alleine von der Undurchlässigkeit der Barriere ab.

Zu den weiteren mechanischen Methoden zählen:

das Diaphragma: ist eine kleine Gummikappe, die vor dem Muttermund platziert wird. Sie verhindert das Zusammentreffen von Ei- und Samenzellen. Als zusätzlicher Schutz wird das Diaphragma mit einer samenabtötenden Creme bestrichen. Wie auch bei Tampons liegt das Diaphragma in der Scheide an einer Stelle, wo kaum Nerven vorhanden sind, sodass frau es nicht spürt. Das Diaphragma muss vom Gynäkologen angepasst werden und ist in der Apotheke erhältlich. Es kann bis zu zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden. Nach dem Geschlechtsverkehr muss es noch mindestens acht Stunden in der Scheide bleiben. Anfangs kann das Einsetzen des Diaphragmas noch ungewohnt sein. Ähnlich wie beim Kon-dom sollte die Anwendung vor dem „richtigen“ Gebrauch geübt werden.

die Spirale: Sie ist zwei bis vier cm groß und in ihrer Form einem „T“ angenähert. Die Ach-se ist mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt. Die Spirale behält für etwa fünf Jahre ihre Wirkung, kann aber auf Wunsch jederzeit früher entfernt werden. Mit Sicherheit kann nie-mand sagen, wie die Spirale eigentlich wirkt. Man geht davon aus, dass der Körper auf den starken Reiz des Fremdkörpers mit Abwehrmaßnahmen, die sich auch gegen Ei und Samenzelle richtet, reagiert. Zusätzlich wirkt das ununterbrochen in kleinsten Mengen abgegebene Kupfer hemmend auf die Beweglichkeit der Samenzellen. Sicher ist aber nur, dass es mit einer Kupferspirale so gut wie nie zu einer Befruchtung kommt. Falls doch, kann sich die befruchtete Eizelle meistens nicht einnisten.

Autor: Mag. Alexandra Schlömmer

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